Die Hoffnungsträger der 18 Bundesligisten

Nur noch eine Woche, dann geht es auch in der Fußball-Bundesliga wieder los. Den letzten Feinschliff wollen sich die Mannschaften mit Training in den heimischen Gefilden und dem einen oder anderen Testspiel holen. Gezittert wird überall, dass das Verletzungspech nicht zu stark zuschlägt, denn dann würden alle Pläne über den Haufen geworfen werden. Interessant aber ein Blick auf alle 18 Bundesligisten, wer die Hoffnungsträger im Kampf um die Punkte sind. Der Sport-Grantler gibt einen Überblick. Es kommt natürlich nicht von ungefähr, dass oft Stürmer genannt werden.

Bayern München: Noch immer ist kein Neuer-Ersatz gefunden, Sven Ulreich wird sich ins Fäustchen lachen und vielleicht gut spielen. Ein Hoffnungsträger ist er aber nicht. Diese Rolle kommt Jamal Musiala zu, dessen Stern aufgegangen ist, der dribbeln soll, Regie führen und Tore schießen. Ein ganzes Paket Hoffnung auf einmal.

SC Freiburg: Die Stärke des Überraschungszweiten sind die Standards und da gibt es vor allem einen Namen: Spezialist Vincenzo Grifo soll die Weichen stellen, dass der Erfolg nicht nachlässt.

RB Leipzig: Im Sommer droht sein Abgang, doch zunächst soll Christopher Nkunku zusammen mit Timo Werner mit Toren dafür sorgen, dass RB weiter die Bayern jagen kann. Ein Hoffnungsträger sitzt auch im Büro: Der neue Geschäftsführer Max Eberl.

Eintracht Frankfurt: Die Probleme könnten im Sommer kommen, wenn die Stars der Saison wie Kamada und Lindström weggeholt werden, die Nummer 1 ist allerdings Torjäger Randal Kolo Muani, der auch bei der WM für Frankreich auf sich aufmerksam machte. Er soll die Eintracht wieder nach Europa schießen,

Union Berlin: Zuletzt haperte es ein bisschen im Angriff, weil die Tormaschine Aussetzer hatte. Deshalb die Hoffnung, dass Sheraldo Becker zu alter Form findet, Kevin Behrens, in Testspielen stark, könnte darüber hinaus zur Überraschung der Rückrunde werden.

Borussia Dortmund: Er sollte für Tore sorgen, doch der Krebs stoppte ihn – jetzt ist er da: Sebastien Haller, der in der Vorbereitung erstmals das Borussia-Trikot trug. Wann ist er die erhoffte Verstärkung? Ansonsten soll es vor allem Jude Bellingham richten, inzwischen das Herz der Mannschaft. Wohl nur noch in dieser Saison.

VfL Wolfsburg: Wie viele andere Teams auch, so wollen die „Wölfe“ mehr Tore schießen, Jonas Wind ist wieder fit, wird aber wohl in zweiter Reihe agieren hinter dem eigentlichen Hoffnungsträger: Lukas Nmecha, zuletzt leider verletzt. Nmecha will sich auch zu Hansi Flick schießen.

Borussia Mönchengladbach: Bei der Borussia herrscht Unruhe, weil einige Spieler begehrt sind. Bleibt Yann Sommer? Bleibt Marcus Thuram? Gibt es bei beiden ein „Ja“ als Antwort, kennen wir auch die Stützen des Teams.

Werder Bremen: Hier gibt es keine Rätsel. Im Gespräch rund um die WM war vor allem Mittelstürmer Niclas Füllkrug. Die Nationalmannschaft tritt jetzt in den Hintergrund, er soll Werder zum Klassenerhalt führen.

Mainz 05: Er war so gut in Form und führte Mainz ins Mittelfeld der Tabelle, in dieser Saison fehlte er meist. Auf ihn setzen die Rheinhessen aber in der Rückrunde, Jonathan Burkardt könnte dann auch ein Kandidat für das DFB-Team sein.

TSG Hoffenheim: Um den Sturm geht es auch bei Hoffenheim, Georginio Rutter wird wohl gehen, er wird von Leeds United umgarnt. Dafür ist der neue Hoffnungsträger schon da: Kasper Dolberg, von Nizza ausgeliehen. Er galt mal als großes Talent, zeigte es aber bisher nicht. Vielleicht jetzt?

Bayer Leverkusen: Bis jetzt verlief die Saison enttäuschend, doch das internationale Geschäft soll noch erreicht werden. Ein Talent ist wie ein Neuzugang und soll für den nötigen Schwung sorgen: Trainer Xabi Alonso hofft vor allem auf Florian Wirtz, er soll Herz der Mannschaft sein.

1. FC Köln: Bisher urteilte man über ihn eher so, dass er sein Talent vergeuden würde. Jetzt will Davie Selke durchstarten. Er kam von Hertha BSC zu Trainer Steffen Baumgart, der ihn und damit auch die Mannschaft in die Erfolgsspur bringen soll. „Selke schießt wichtige Tore“, ist sich Baumgart sicher.

FC Augsburg: Viel Unruhe auch beim FCA, Spieler gehen und werden gesucht. Der Hoffnungsträger war zuletzt verletzt und soll für Ruhe im Mittelfeld suchen: Niklas Dorsch. In der Abwehr ist Felix Uduokhai wieder da, auch einer, der für Ruhe sorgt.

Hertha BSC Berlin: Der „Kleine“ in Berlin (Union) spielt oben, der „Große“ (Hertha) spielt unten. Das wird sich in diesem Jahr nicht mehr ändern, Union spielt um Europa, die Hertha gegen den Abstieg. „Hinten dicht“ ist da ein wichtiges Motto, Marc Oliver Kempf soll die Abwehr zusammenhalten.

VfB Stuttgart: Im „Ländle“ ist alles anders, der neue Trainer Bruno Labbadia hat Schwung und Ordnung in den Verein gebracht, die Spieler klagen jedoch über Überforderung, Labbadia will dafür sorgen, dass sie im Abstiegskampf nicht überfordert sind.

VfL Bochum: Der VfL setzt auf Neue: Zuerst Trainer Thomas Letsch, jetzt Kevin Schlotterbeck (Freiburg) in der Abwehr und Pierre Kunde (Piräus, früher Mainz) im Mittelfeld. Für den Abstiegskampf reicht nicht nur ein Hoffnungsträger. Mit Letsch wurde der Anschluss an Stuttgart und Hertha BSC geschafft.

Schalke 04: Rund um Schalke wird gekalauert, „wir haben es mit Kartoffeln versucht, wir haben es mit Nudeln versucht, war alles nix, jetzt schaffen wir es mit Reis“. In der Tat soll Trainer Thomas Reis beim Schlusslicht für die Wende sorgen, mit Teil-Kapitän Simon Terrode und seinen Toren auf dem Feld. Reis wurde vorher in Bochum geschasst, er könnte der erste Trainer sein, der in einem Jahr mit zwei Vereinen absteigt!

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