Der Sport – Grantler

Kommentare rund um Fußball und anderen Sport

Gefahr!!! Der Fußball wird erpresst!

Gemein hin heißt es, wer attraktiv und interessant ist, hat Probleme, Freunde und Schmarotzer zu unterscheiden. Wer zudem noch viel Geld hat, der zieht die dunklen Gestalten an wie die Motten das Licht. Zweifellos ist der Fußball attraktiv, vor allem ist er in aller Welt beliebt und entsprechend im Gespräch. Immer mehr werden aber die dunklen Seiten des Geschäfts Profi-Fußball deutlich und es tun sich neue Gefahren auf: Der Fußball wird erpresst!

Zuletzt war es so, dass vor allem der üppige Geldfluss für Verstimmungen sorgte. Die Fernsehgelder explodierten und sorgten zum Beispiel dafür, dass die Premiere League in England als Schlaraffenland angesehen wird. Oligarchen aus Russland und Scheichs aus Arabien entdeckten den Fußball als ihr Spielzeug und brachten das System mit unanständigen Angeboten für Gehälter und Ablösesummen zum Wanken. Höhepunkt aktuell der Transfer über 222 Millionen des brasilianischen Stars Neymar von Barcelona nach Paris. Diese Geschäfte sorgen dafür, dass die Kluft zwischen Vereinen und Fans immer größer wird. Doch dabei bleibt es nicht.

Nehmen wir die Bundesliga, das liebste Kind der Deutschen. Der Fußball dominiert alle anderen Sportarten. Doch jetzt treten Erpresser auf den Plan.

Da sind zum einen die Ultras, der harte Kern der Fans. Sie sehen sich als Teil des Fußballs und wollen mitbestimmen. Sie sorgen für Stimmung in den Stadien, beeindrucken mit kreativen Choreografien und leiten daraus ein Mitspracherecht ab. In manchen Vereinen greifen sie gar nach der Macht. Ein Teil der Ultras schreckt auch vor Gewalt nicht zurück und droht Vereinen und Funktionären damit, dass die Gewalt eskalieren könnte (was sie zum Teil auch schon tut), um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die vernünftigen Fans kommen gegen die Chaoten, die mit einem echten Fan nichts zu tun haben, nicht an. Angeblich ist schon ein Zusammenschluss der Ultras im Gange, die mit Gewalt den Fußball quasi aus den Angeln heben wollen. Ist also die Zeit bald vorbei, da der Fußball ein Vergnügen für die ganze Familie war?

Als Gegenmittel gibt es nur eins, zurück zum Ursprung. Verzicht auf die Show auf den Rängen, weniger Stimmung, dafür mehr Sicherheit. Die Ultras feiern sich auf den Rängen ja zum Teil nur selbst, das Spiel ist fast egal, nur Tore werden bejubelt. Und wenn die Spieler nicht funktionieren wie sie wollen, sprich verlieren, dann gibt es auch ihnen gegenüber ein drohendes Imponier- und Machtgehabe. Das ist nichts anderes als Erpressung. Sie wollen ihr Vergnügen (dazu gehören Siege), aber nicht die Arbeit, damit der Spielbetrieb überhaupt läuft. Die anderen sollen organisieren – nach ihren Vorgaben offensichtlich.

Die Spieler selbst aber greifen auch zum Mittel der Erpressung. Der Franzose Dembele bei Borussia Dortmund ist nicht der erste Spieler, der seinem Verein das Messer auf die Brust setzt und seine Freigabe für einen neuen Verein u. a. mit einem Trainingsstreik einfordert. Motto: Der Vertrag ist mir egal, wenn ich wechseln will, dann interessiert mich der nicht. Wehe, der Verein würde sich nicht an die Vertragsinhalte halten! So aber wird der Verein erpresst, was will er mit einem Spieler, der seine Leistung nicht mehr bringt. Da sind Verträge Schall und Rauch.

Eine andere Art der Erpressung gibt es beim Hamburger SV. Der Verein kämpft Jahr für Jahr gegen den Abstieg, blieb als Dino der Bundesliga bisher erhalten, bekommt seine Probleme mit der Mannschaft aber nicht in den Griff. Hauptursache des Dilemmas: Aus zurückliegenden besseren Jahren haben einige Spieler besonders gut dotierte Verträge, die jetzt zum Bremsklotz werden. Der Verein will die Spieler Holtby, Lasogga und Hunt gern transferieren, doch die Spieler wollen nicht oder nur, wenn der neue Verein die lukrativen Verträge übernimmt. Kein Wunder also, dass sich kein Interessent findet. Und so werden die Spieler zu Erpressern, sie kassieren gutes Geld für schlechte Leistung. Hier werden die Verträge keineswegs zu Schall und Rauch.

Wir sehen, die Probleme des Fußballs sind vielfältig, zumal ja die bekannten und alten Probleme der internationalen Verbände und Funktionäre auch noch nicht gänzlich geklärt sind wie Korruption, persönliche Bereichung und andere Sachen, die vor verschiedenen Gerichten geklärt werden. Es ist fast ein Wunder, dass der Fußball überall auf der Welt noch so beliebt ist und die Fans viel Geld ausgeben, um ihre Bewunderung für ihren Verein auszudrücken. Ein Ende dieses Lebens in Luxus ist für den Fußball auf der ganzen Welt aber in Sicht. Auch Erpressungen könnten dazu führen: Alles auf Anfang, zurück zu den Wurzeln. Der Fußball als einfaches Spiel, nicht als das große Geschäft, nicht als Vehikel zur Geldvermehrung.

Die neuen Trends in der Bundesliga

Der „große Fußball“ nimmt uns ab sofort wieder gefangen, die besten Ligen Europas starten wieder mit ihren Punktrunden. Überall diskutieren die Fans, wie ihre Liga denn im Vergleich zu den anderen einzustufen ist, im Prinzip gibt da die UEFA-Rangliste die Antwort: Spanien vor Deutschland, England, Italien und Frankreich. Die Begeisterung ist überall hoch, die meisten Zuschauer kommen allerdings in der Bundesliga und sie spielt auch in den modernsten Stadien. Vorteil Bundesliga also. Doch was sind eigentlich die neuen Trends für die neue Saison? Hier der Versuch einer Antwort:

Videobeweis: Deutschland hat sich gleich vorgedrängt, um den Videobeweis im Punktspielbetrieb zu testen. Was beim Confed-Cup teilweise ein Ärgernis war, soll im Alltag die Ungerechtigkeiten minimieren, der DFB hat dazu wochenlange Schulungen und Tests durchgeführt. Doch die Fans können beruhigt sein, die Diskussionen um strittige Szenen sterben nicht aus, ein bisschen mehr Gerechtigkeit sollte es aber schon bringen. Beim Supercup verlief der Test trotz kleiner Panne erfolgreich, der Videobeweis bestätigte, es war nicht Bayern-Dusel beim 2:1 in Dortmund, sondern richtige Schiedsrichter-Entscheidungen.

Fernsehen: Die TV-Landschaft ändert sich und die Bundesliga-Zuschauer müssen sich an Änderungen und neue Sender gewöhnen. Auf Einzelheiten kann hier verzichtet werden, die Medien sind voll von Übersichten und Fernsehplänen. „Alle Spiele, alle Tore“ bei Sky gibt es nicht mehr, der harte Fan muss auch den Eurosport-Player abonnieren und auf das Internet ausweichen. Was bleibt, sind die ARD-Sportschau und das ZDF-Sportstudio am Samstag, mit Zusammenfassungen sowie die Berichte von den Sonntagspielen in den Dritten Programmen der ARD. Zerstückelt wird der Spielplan, weil auch am Sonntag um 13.30 Uhr und Montag je fünfmal gespielt wird, wegen der Belastung der Klubs im Europapokal. Ach, die armen Profis, an die armen Fans denkt keiner.

Leihspieler: Vom Fernsehen zum Sport. Oder doch nicht? Beim verstärkten Trend der Leihspieler geht es nämlich eigentlich ums Geld. Siehe Neymar, die Ablösesummen explodieren, kleinere Vereine können sich manche Spieler gar nicht mehr leisten. Zum Glück haben die Schwergewichte unter den Klubs im Kader keinen Platz mehr für alle Spieler, zumal Talente frühzeitig gekauft werden, um sie der Konkurrenz weg zu schnappen. Überzählige Spieler brauchen Spielpraxis (da geht es dann doch um den Sport), kleinere Vereine brauchen Spieler, die sie günstig bekommen und schulen sollen. Klingt doch wunderbar. Doch wer zu viel auf Leihspieler setzt, muss jedes Jahr eine neue Mannschaft aufbauen.

Erpressung: Bleiben wir bei den Spielern, die einen neuen „Sport“ entdeckt haben: Erpressung. So neu ist das nicht, scheint aber jetzt ein Trend zu sein. Sie sind mit ihrem alten Verein unzufrieden und wollen an neue Fleischtöpfe. Bestes Beispiel der Franzose Dembele in Dortmund, er will nach Barcelona als Neymar-Ersatz, aber die Borussia verlangt zu viel Geld, als schwänzte er das Training und machte damit deutlich: Meine Zeit bei Euch ist beendet. Ingolstadt suspendierte Tisserand und Hadergjonaj, sie haben zwar Vertrag, wollen aber weg und mit dem Bundesliga-Absteiger nichts mehr zu tun haben, obwohl sie ihre Verträge erst kürzlich verlängert haben. Anstand und Moral haben wohl im Profi-Fußball nichts mehr verloren. Geld regiert die Welt, Wechsel werden mit Erpressung erzwungen.

Junge Trainer: Die Trainer brauchen sich um das schmutzige Profi-Geschäft nicht zu kümmern, sondern um die Spieler, die ihnen der Verein zur Verfügung stellt. Der neue Trend bei den Vereinen: Die alten Namen sind out, junge, unverbrauchte Trainer sind in, weil sie wohl meist auch einen besseren Draht zu den Spielern haben. Doch Erfolge sind damit nicht garantiert. Ein Julian Nagelsmann, der Hoffenheim nach oben brachte und als Vorbild gilt, lässt sich nicht beliebig oft kopieren.

Vielsprachige Trainer: Der Trend zu jungen Trainern wird mit dem Trend zu mehrsprachigen Trainern ergänzt. Ein Beispiel hier der 31jährige Domenico Tedesco, der jetzt Schalke 04 wieder nach oben bringen soll. Zuschauer kommen sich im Training wie in einem Fremdsprachenkurs vor, der Deutsch-Italiener parliert in fünf Sprachen. Das kommt bei dem heutigen Multi-Kulti in den Mannschaften an, der Trainer kann mühelos ohne Dolmetscher mit allen kommunizieren und seine Gedanken an den Mann bringen. Die Vielsprachigkeit ist aber keine Privileg der jungen Trainer, der Italiener Carlo Ancelotti spricht auch spanisch und englisch und sein deutsch wird immer besser. Auch Trainer müssen sich also umstellen.

Dreierkette: Apropos Trainer, eine der spannenden Fragen vor der neuen Saison ist Frage nach der Taktik, nach dem System. Viele sagen ja, „das System ist egal, Hauptsache wir gewinnen“. Aber es zeichnet sich schon der neue Trend ab, dass die „Dreierkette“ immer Freunde gewinnt, weil dadurch mehr Überzahl im Mittelfeld geschaffen werden kann. Andererseits gibt es auch den verstärkten Trend, das System im Spiel je nach Gegebenheit zu variieren. Vielseitigkeit ist auch ein neuer Trend.

Nachspielzeit: Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Spiele länger dauern. Die Schiedsrichter sind angewiesen, die Nachspielzeit nicht zu knapp zu bemessen, Zeitverzögerungen, um einen knappen Vorsprung über die Runden zu bringen, sollen entsprechend geahndet werden. Das wird die Bayern freuen, der Meister liebt je Tore in der Nachspielzeit.

Bibiana Steinhaus: Endlich ist sie im Oberhaus angekommen, die 38-jährige Hannoveranerin ist die erste Schiedsrichterin in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Ihr Aufstieg wurde von ihren Förderern und den Medien schon lange gefordert, jetzt haben die DFB-Herren am Schaltpult der Macht ein Einsehen gehabt. Es liegt an der Polizeibeamtin, mit guten Leistungen ihre Erstklassigkeit zu bestätigen. Ein Manko räumt sie selbst ein, „ich bin etwas zu langsam, das muss ich kompensieren“, dafür hat sie einen anderen Vorteil: Mit Charme kann sie mancher Diskussion die Brisanz nehmen. Wir wissen, an Durchsetzungsvermögen fehlt es ihr nicht. Dennoch: Meine Herren, geht pfleglich mit der Dame um!

Ansonsten bleibt nur eins: Hoffen wir auf eine schöne und spannende Saison.

222 Millionen Euro für Neymar: Ein Anschlag auf den Fußball!

Als der FC Barcelona die Ablösesumme für seinen neuen brasilianischen Star Neymar Junior auf 222 Millionen Euro festsetzte, da hatte der Verein dies als utopische Summe angesehen, die niemand jemals zahlen würde. Die Spanier selbst hatten etwa 95 Millionen Euro gezahlt, um ihre Mannschaft mit Messi, Suarez und Neymar quasi unschlagbar zu machen. Wie man sich doch täuschen kann. Barcelona war nicht unschlagbar und in den verrückten Fußball-Zeiten, in denen Ablösesummen buchstäblich explodieren und Fantasiesummen keine Grenzen gesetzt sind, da geht Neymar doch mit 222 Millionen Euro über den Ladentisch. Barcelona ist jetzt reich, doch reicher sind die Scheichs in Katar. Deshalb stürmt Neymar ab sofort für deren Klub Paris St. Germain.

Rund um den Rekordtransfer des Fußballs gibt es viele Ungereimtheiten und Kuriositäten und der Sport-Grantler wundert sich, wie brav die Medien seltsame Zahlungsmethoden ohne Aufklärung weitergeben. Lachhaft die Meldung, Neymar habe die Ablösesumme, weil es die Regeln so vorschreiben, selbst bezahlt. Vorher hat er einen Scheck aus Katar über die Summe erhalten, danach wurden seine Auftraggeber bei Barca vorstellig, der Verein hatte keine Chance, Neymar zu halten. Insgesamt soll sich der Deal für Neymar ja auf 500 bis 600 Millionen Euro ausweiten. Von einer „Antrittsprämie“ über 100 Millionen Euro ist die Rede, von 30 Millionen Jahresgehalt und 40 Millionen Prämie für den Vater. Neymar aber ist sich nicht zu blöd, davon zu reden, er „folge seinem Herzen“. Ach, er hat halt ein goldenes Herz.

Eine Schlagzeile spricht von der „teuersten Seifenoper des Weltfußballs“, doch was steckt dahinter, wie geht es weiter? Was dahinter steckt ist klar, Katars Scheichs buhlen um Aufmerksamkeit in der ganzen Welt, wollen aus dem Ölstaat für die Zukunft eine touristische Attraktion machen, um weiter Geld zu verdienen. Höhepunkt dieser Pläne ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2022, die mit viel Geld „erkauft“ wurde. Neymar soll wohl jetzt ein Gesicht der Werbekampagne werden, da passt ja die Höhe der Ablöse gut dazu. Fraglich ist, was die Scheichs noch planen. Katar steht ja unter Druck, weil die arabischen Nachbarstatten dem Emirat eine Unterstützung von Terroristen vorwerfen. Katar wehrt sich gegen diese Unterstellungen, gleichzeitig kann aber diese Fantasieablöse für Neymar als Anschlag auf den Fußball gewertet werden, der nämlich langsam aus allen Fugen gerät, wenn diesem Geld-Treiben kein Einhalt geboten wird. UEFA und FIFA scheinen ihr machtlos zu sein. Das Financial Fairplay sollte zwar die Geldflut stoppen, doch die Transferregel ist wirkungslos, Kritiker sagen sogar, sie ist kontraproduktiv.

Der Emir von Katar, Scheich Tamin bin Hamad Al-Thani, Besitzer von Paris St. Germain, sieht den Verein als PR-Vehikel für sein Land und die WM 2022 und dazu gehören eben auch internationale Erfolge des Klubs. Die soll Neymar garantieren. Man mag ja dem Brasilianer zugute halten, dass er mit dem Wechsel nach Paris unabhängig vom Geld eher aus dem Schatten der Messi und Cristiano Ronaldo treten kann. Aber bisher hat er nicht den Nachweis erbracht, wirklich besser zu sein. So geht ihm vor allem der Ehrgeiz von Ronaldo vollkommen ab. Neymar glänzte eher neben als auf dem Spielfeld. Ob da die Hoffnungen von Klubpräsident Nasser al-Chelaifi in Erfüllung gehen, der mit Neymar auf Dauer sogar Geld verdienen will?

Man kann angesichts der Entwicklung wirklich von einem Anschlag auf den Fußball reden und muss sich als Fußball-Fan um die Zukunft sorgen. Der gemeine Fan wird die Preistreiberei nämlich nicht mehr hinnehmen, schon jetzt wird das Verhältnis der harten Fans zu den Spieler-Millionären immer aggressiver. Nur Erfolge garantieren Ruhe, bleiben die aus, so sind immer öfter Ausschreitungen die Folge, der Fußball wird leiden.

Alle Vereine in Europa müssen aber jetzt auch um ihre Stars bangen. Der FC Barcelona hat viel Geld und sucht Ersatz für Neymar. Zwei Franzosen dürften da in den Blickpunkt rücken, Monacos Kylian Mbappe, der nur die Kleinigkeit von 190 Millionen Euro kosten soll, und Dortmunds Shooting-Star Ousmane Dembele. Da reichen wahrscheinlich 100 Millionen, bei denen Dortmund als Aktiengesellschaft zu diesem Geschäft nicht Nein sagen kann. Es bleibt in den nächsten Tagen und Wochen wahrscheinlich unruhig, auch wenn die Saison beginnt.

Eines könnte allerdings auch passieren: Neymar verletzt sich schwer und fällt wochenlang aus. Die Gesichter der Scheichs möchten wir dann sehen!

„Königin“ Leichtathletik in Not

Zunächst feiert die Leichtathletik erst einmal Festtage. Vom 4. bis 13. August finden in London die Weltmeisterschaft statt, ein Fest der Leichtathletik, vor allem auch in Erinnerung an die Olympischen Sommerspiele 2012 in der englischen Metropole. Olympia ist jedes Mal ein Fest für die Leichtathletik, denn sie gilt nach wie vor als das „Herz der Spiele“, doch „Königin“ Leichtathletik ist Not. Dies weltweit, vor allem aber in Deutschland.

Bei Weltmeisterschaften werden meist neue Stars geboren oder Stars gekrönt, dieser Segen übertüncht die maroden Bruchstellen des Sports. In London wird der Wehmut besonders groß sein, weil mit dem Super-Sprinter Usain Bolt aus Jamaika der Star schlechthin sein letztes Rennen bestreiten wird. Auch Langstrecken-König Mo Farah will seine Karriere beenden. Beiden konnte nie etwas nachgewiesen werden, aber unterschwellig schwang bei allen großen Leistungen die Frage mit, „und das geht ohne Doping?“. Bolt blieb immer der Strahle- und Saubermann, auch wenn um ihn herum Mannschaftskameraden des Dopings überführt wurden.

Doping ist das eine Problem der internationalen Leichtathletik, Korruption das andere. Zwar werden jetzt die Gerichte über das Treiben des langjährigen IAAF-Präsidenten Lamine Diack entscheiden, doch die verbrecherischen Taten des Senegalesen, der von 1999 bis 2015 regiert und in die eigene Tasche und die seiner Familie und Freunde gewirtschaftet hat, wird noch lange Schatten auf den Sport werfen. Er brachte es tatsächlich fertig, Dopingsünder zu erpressen und gleichzeitig damit die Tür für Doping zu öffnen. Der neue Präsident, der einstige Mittelstrecken-Star Sebastian Coe, kämpft einen vergeblichen Kampf gegen das Doping-Unwesen, auch wenn die Fahnder vor allem mit nachträglichen Entdeckungen von Medaillengewinnern Olympischer Spiele Erfolge erzielen konnten. So stehen Nationen wie Russland und Kenia am Pranger. Mit dem Problem steht die Leichtathletik nicht allein, aber sie leidet.

Die Probleme gehen auch nicht aus. So sorgte erst kürzlich eine Studie für Aufsehen, dass Frauen mit hohem Testosteronspiegel im Vorteil sind. Der Weltverband selbst gab zusammen mit der Welt-Anti-Doping-Agentur die Studie in Auftrag. Ergebnis: Vor allem über 400 und 800 Meter, 400 m Hürden sowie im Hammerwurf und Stabhochsprung haben Frauen mit einem hohen Testosteronspiegel einen Wettbewerbsvorteil. Sind die Zeiten der Olympiasiegerin Caster Semenya aus Südafrika bald vorbei, der man ja männliche Attribute nachsagt? Ein neues Feld also im Kampf um Gerechtigkeit, ein neues Problem für die Leichtathletik.

Dabei dürfen ja die Athleten froh sein, wenn sie noch Stadien finden, in denen sie ihrem Sport nachgehen können. Gut, die kleinen Stadien werden nicht aussterben, aber die Austragungsorte für publikumsträchtige Veranstaltungen wie die Weltmeisterschaft werden immer weniger, „König“ Fußball bringt die „Königin“ Leichtathletik nämlich in Not. Der Fußball will keine Laufbahnen mehr um den gepflegten Rasen, weil die Zuschauer zu weit weg sitzen. So verschwand in Deutschland zum Beispiel im einstigen Neckarstadion in Stuttgart die Laufbahn. Dort feierte die Leichtathletik bei der WM 1993 einst ihr größtes Fest mit einem Rekord von 585.000 Zuschauern. Die heutige Mercedes-Benz-Arena ist ein reines Fußball-Stadion. Das will Bundesligist Hertha BSC auch aus dem Olympiastadion in Berlin machen oder eben einen Neubau eines Fußball-Stadions. Die Leichtathletik allein kann aber eine Arena wie das Olympiastadion nicht auslasten. München behilft sich im Olympiastadion von 1972, dem wohl immer noch schönstem Stadion der Welt, mit Pop-Konzerten und anderen Veranstaltungen. Fünf Jahre lang gab es statt dem Rasen eine Betonfläche für Autorennen! Und – welcher Schock – auch der traditionsreiche Letzigrund in Zürich könnte dem Fußball geopfert werden, die Fußballer fordern „weg mit der Laufbahn“.

Keine Stadien mehr, keine Stars – die Leichtathletik mutiert von der „Königin“ zum „Bettler“. In Deutschland ist der Stolz Olympias fast nur noch ein Nischensport, kein Publikumsmagnet mehr, auch weil die großen Stars früherer Zeiten fehlen. Eine handvoll Medaillen, größer sind die Zielsetzungen für die WM nicht. Für Schlagzeilen sorgten zuletzt allein die Diskus-Brüder Harting, wo Robert reihenweise Medaillen holte, Christoph als Olympiasieger in Rio aber vor allem als Hampelmann bei der Siegerehrung auffiel. Hoffnungsträger ist auch Speerwerfer Thomas Röhler, ebenfalls Olympiasieger 2016. Aber er gehört eher zu den stillen Stars. Die Zeiten eines Armin Hary, Manfred Germar, Martin Lauer oder einer Heide Rosendahl oder Ulrike Meyfarth sind vorbei, den Mädchen Konstanze Klosterhalfen auf den Mittelstrecken und der Sprinterin Gina Lückenkemper wird zugetraut, der Leichtathletik wieder ein Gesicht zu geben. Immerhin übertragen ARD und ZDF ausführlich und im Abendprogramm über die Wettbewerbe in London. Für ein paar Tage wird die Leichtathletik im Mittelpunkt stehen, ob das der Start in eine bessere Zukunft sein kann, ist aber fraglich – national als auch international.

Glückliche Formel 1: Nörgler Vettel gegen Lebemann Hamilton

2017 – welch ein Jahr! Genau das hatte sich die Formel 1 gewünscht, endlich wieder Spannung an der Spitze. Ferrari kann Mercedes wirklich herausfordern. Bei Halbzeit, nach zehn von 20 Rennen, führt Mercedes zwar erneut in der Konstrukteurs-Wertung (330 Punkte, Ferrari 275, Red Bull 174), aber in der Fahrer-Wertung hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel mit 177 Punkten noch einen Zähler Vorsprung vor Lewis Hamilton (Mercedes). Das Duell des Deutschen mit dem Engländer elektrisiert endlich wieder einmal die Formel-1-Fans. Hier der Nörgler Vettel, der sich oft benachteiligt sieht, dort der Lebemann Hamilton, der den Sport nicht so ernst zu nehmen scheint. Allerdings sprechen die Ergebnisse eine andere Sprache.

Aber angesichts dieser Duelle, zumal sich auch Red Bull immer wieder mal in den Vordergrund drängt, ist die Formel 1 aus ihrem Dornröschenschlaf wieder erwacht. Es ist auch wieder Leben in der Bude, wenn auch nicht immer im Sinne des Sports, wie Vettels Rammstoss in Baku gegen Konkurrent Hamilton. Der Deutsche hätte viel gravierender bestraft werden müssen als mit einer Verwarnung. Ein Punktabzug wäre gerechter gewesen, hätte aber der Spannung geschadet. Da geht offensichtlich das Geschäft vor den Sport. Zum Sport gehören allerdings auch Reifenplatzer und da war Ferrari in Silverstone im Pech. Vettel fiel auf Rang sieben zurück und büßte gegenüber Sieger Hamilton seinen einst komfortablen Vorsprung fast gänzlich ein. Und nörgelte: „Geht es bei den Reifen mit rechten Dingen zu?“ Man wird ja noch mal fragen dürfen… Beim angeblichen Frühstart von Mercedes-Pilot Bottas in Spielberg vergaloppierte er sich allerdings in der Kritik, schließlich lieferten die TV-Bilder den Beweis, dass der Finne einfach nur schnell und glücklich reagiert hatte. Vettel schießt auf der Strecke und verbal gerne einmal über das Ziel hinaus. So wird er in den Herzen der Fans nicht zum Nachfolger von Formel-1-Ikone Michael Schumacher.

Da setzt Hamilton ganz anders in Szene, der Engländer ist dabei, in den nächsten Rennen einen der legendären Rekorde von Schumacher zu brechen. Er steht bei 67 Pole Positions, Schumacher liegt mit 68 vorn, einst dachte man für die Ewigkeit. Dafür waren dann Mercedes und Hamilton in den letzten Jahren einfach zu stark. Ferrari brauchte zu lange, um den Stuttgarter Paroli zu bieten und seinem einstigen Star den Rekord zu retten.

Die Formel 1 aber schaut nicht nur in eine glückliche Zukunft, sondern hat auch schon wieder Sorgenfalten. Grund dafür ist ein neuer Kopfschutz an den Autos, der die Piloten bei Überschlägen und herumfliegenden Gegenständen (das können sogar Reifen sein) schützen soll. Seltsam, dass sich der Weltverband FIA gegen die Teams, die es ja eigentlich betrifft, durchsetzte und die Einwände ignorierte. Der Schutzbügel sieht wie ein Heiligenschein aus und wird dementsprechend auch „Halo“ (englisch für Heiligenschein) genannt. Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda bringt die Kritik auf den Punkt: „Es ist grundfalsch, diesen Cockpit-Schutz einzuführen. Wir haben neue Autos gebaut, die für den Fan und für den Fahrer wieder attraktiver sind, und jetzt setzt man denen ein Stahlgerüst drauf. Die Autos sind mittlerweile so sicher und das Restrisiko so klein, dass diese Entscheidung nicht gut ist für die Formel 1. Es ist eine Überreaktion.“

Das meint der Sport-Grantler zu „Halo“: Einst liebten die Fans beim Rennsport vor allem den Nervenkitzel. Was ist davon geblieben? Natürlich wollen wir keine Toten mehr sehen, aber ein „Sicherheitskasten“ gehören nicht zum Rennsport!

Die Probleme gehen bei der Formel 1 nicht aus. So hoffen die Fans, dass die Spannung bleibt, zwischen Nörgler Vettel und Lebemann Hamilton, zwischen den roten Ferraris und den Silberpfeilen, am Besten bis zum letzten Rennen am 26. November in Abu Dhabi.

DFB und VW: Gleich und gleich gesellt sich gern

Insider munkelten bereits, dass die Ehe zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und Mercedes-Benz nach 45 Jahren geschieden wird. Jetzt ist es Tatsache, Volkswagen löst Mercedes als Generalsponsor des DFB zum 1. Januar 2019 ab, der Vertrag läuft bis zum 31. Juli 2024. Mal sehen, ob sich das sportlich auswirkt, wenn die Fußball-Nationalmannschaft unter keinem guten Stern mehr steht…

Eigentlich hat es niemand für möglich gehalten, dass die Ehe zwischen DFB und Mercedes jemals geschieden wird. Freilich gab es auch viel Kritik an den bisherigen Verträgen, denn eine transparente Ausschreibung hat es mehrheitlich nicht gegeben. Die gute und passende Verbindung sollte einfach aufrecht erhalten bleiben, zumal der Stuttgarter Konzern sicherlich nicht schlecht zahlte. Keiner der Partner hatten einen Grund zur Klage, Deutschlands Automarke Nummer 1 und Deutschlands Sport Nummer 1, das war einfach eine passende und erfolgreiche Verbindung.

Von einer „passenden Verbindung“ spricht jetzt auch VW. „Volkswagen und der Volkssport Nummer 1, das ist eine gelungene Partnerschaft“, heißt es aus Wolfsburg. Der DFB und VW sind ja auch bereits Partner und VW hat seinen Fuß überhaupt schon dick im Fußball, ist nämlich Sponsor des DFB-Pokals bis 2022 und der VfL Wolfsburg in der Bundesliga ist eine 100prozentige VW-Tochter. Nur, es passt auch einiges nicht.

Zur neuen Verbindung zwischen DFB und VW könnte man auch sagen „Gleich und gleich gesellt sich gern“, wie es im Volksmund heißt. Der Autokonzern schlägt sich seit einigen Monaten mit einem Betrugsskandal herum, doch von einer offenen Aufklärung kann nicht die Rede sein, eher versucht der Konzern mit Milliardenzahlungen den wahren Hintergrund im Geheimen zu halten. Ähnliches lässt sich ja leider auch vom DFB berichten, der die Affäre um die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland bisher noch nicht vollends aufgeklärt hat. Vielleicht hat man so zu einer Zusammenarbeit gefunden, gemeinsame Vertuschung, gemeinsame Schadensbegrenzung. Früher hieß es, DFB und Mercedes stehen beide für Seriosität und Qualität, heute ist man da vorsichtiger, denn auch Mercedes hat mit einem Abgasskandal Probleme.

Erstaunlich ist, dass Volkswagen eine sicherlich nicht ganz billige Partnerschaft eingeht (über Zahlen wird geschwiegen), weil zuletzt immer von einem Sparprogramm die Rede war, weil die Milliarden an Strafzahlungen irgendwo halt wieder hereingeholt werden müssen. Andererseits kann einer der größten Autokonzerne der Welt natürlich nicht auf Werbung verzichten und da ist der Fußball zweifellos weltweit das beste Aushängeschild. Der DFB wiederum lässt sich vom Wechsel vom Nobelkonzern Mercedes zu „Volkswagen“ wohl davon leiten, dass der Verband eben mehr volkstümlich erscheinen will. Was schwierig wird, denn geht es um Fußball, ist durch das Profi-Geschäft auch sehr viel von Geld die Rede.

Ab 2019 wird der Mercedes-Stern im Hintergrund fehlen und durch das langweilige „VW“ ersetzt werden. 2018 bei der Weltmeisterschaft in Russland steht die Nationalmannschaft noch unter einem „guten Stern“ und außerdem gehen die Sterne auf dem Trikot nicht verloren. Die vier Sterne stehen für vier WM-Titel des amtierenden Weltmeisters nicht für irgendwelche Nobelkarossen von Mercedes!

Strafe muss sein! Im Sport nicht immer!

„Der Sport hat seine eigenen Gesetze“ heißt es oft bei strittigen Entscheidungen. Manchmal werden dann auch allgemeine Lebensregeln außer Kraft gesetzt, zum Beispiel die Weisheit „Strafe muss sein“. Die gilt zwar auch im Profisport, aber eben nicht immer. Drei Beispiele, die in der letzten Zeit zu Diskussionen in der Öffentlichkeit führten.

Nummer 1 die Attacke von Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton in der Formel 1. Der Deutsche wurde zum Rächer, als ihn Konkurrent Lewis Hamilton vermeintlich widerrechtlich ausbremste, was für ihn eben nur in der Wahrnehmung galt, aber nicht wirklich so war. Vettel ließ seinem Wutausbruch freien Lauf, die Vernunft hatte Pause und zudem ignorierte er die Regeln und fuhr Hamilton als Revanche seitlich ins Auto. Eine Aktion, die im Rennsport überhaupt nicht geht, wo es immer wieder Todesopfer zu beklagen gibt und sich Fahrer und Verbände Gedanken machen, wie die Sicherheit erhöht werden kann. All diese Bemühungen konterkarierte Vettel. Seine Strafe: Zehn Sekunden „Nachsitzen“, eine Wartezeit, die nicht ausreichen kann, um sein Mütchen zu kühlen. Weil Konkurrent Hamilton dann auch noch technische Probleme hatte, wurde „Rambo“ Vettel zum punktemäßigen Gewinner des Laufs in Baku. Der Weltverband beschäftigte sich zwar im Nachhinein noch einmal mit dem Vorfall, beließ es aber nach einer Entschuldigung von Vettel bei einer Verwarnung. Hier wurde die Weisheit „Strafe muss sein“ außer Kraft gesetzt, Vettel hätte zumindest die WM-Punkte für diesen Lauf verlieren müssen oder eine Sperre für wenigstens ein Rennen zur Abkühlung gebraucht. Den Gerüchten sind Tür und Tor geöffnet, profitierte Vettel davon, dass sein Rennstall Ferrari oft Sonderbehandlungen erhält oder von der Nähe des FIA-Präsidenten Jean Todt zu Ferrari? Vettels Vorbild Michael Schumacher hat für einen ähnlichen Rammstoß mal alle WM-Punkte einer Saison verloren. Noch Fragen?

Nummer 2 im Finale des Fußball-Confed-Cup in Russland. Deutschland brachte den selbsternannten Favoriten Chile zur Verzweiflung und der Ehrgeiz der Südamerikaner wurde ebenso wie die Ungeduld immer größer. Da schlägt man schon mal über die Stränge, Gonzalo Jara tat dies eine halbe Stunde vor Schluss mit einem Rammstoss mit dem Ellenbogen in das Gesicht des Deutschen Timo Werner. Bilder zeigen, wie sich dessen Gesicht verformte. Die Fernsehbilder sprachen eine deutliche Sprache. Nicht für Schiedsrichter Mazic. Der Serbe konnte auf den Videobeweis zurückgreifen und griff dann mit seiner Karte daneben, nachdem er die Tätlichkeit zuvor sogar ignoriert hatte: Gelb statt Rot. Die Weisheit „Strafe muss sein“ wurde also auch hier außer Kraft gesetzt, ein Sträfchen statt Strafe. Immerhin siegte ja Deutschland dennoch mit 1:0. Ein bisschen Gerechtigkeit.

Nummer 3 betrifft den Radsport, nach dem Motto, die Tour de France muss doch dabei sein. Aber gerade dort, wo in Sachen Doping lange Zeit viel zu wachsweich gehandelt wurde und auch heute noch die Augen gerne verschlossen werden, wurde als Zeichen „wir wollen Gerechtigkeit“ hart durchgegriffen. Für viele, selbst für die Konkurrenten, zu hart. Weltmeister Peter Sagan fuhr im Zielsprint die Ellenbogen aus, brachte Mitstreiter Mark Cavendish zu Fall und kassierte die härteste Strafe, die es nur geben kann: Ausschluss von der Tour de France. Im Radsport wird immer hart gesprintet, sind Stürze im Gewühl des Zielsprints fast schon an der Tagesordnung, da hat die Tour-Leitung über das Ziel hinausgeschossen. Das Zeichen für die Öffentlichkeit, „schaut, wir greifen durch“ war daneben, denn im führenden Team Sky, das die Tour bisher dominiert und dies wahrscheinlich bis zum Schluss in Paris auch weiter tun wird, fahren die Doping-Verdächtigungen weiter mit. Gültige Antworten auf die Anschuldigungen hat es bisher nicht gegeben, sondern nur Ausflüchte. „Strafe muss sein“, aber nicht für den Falschen.

So zeigt sich wieder einmal, dass wir im Spitzensport die Gerechtigkeit leider viel zu selten finden. Im Vordergrund steht das Geschäft und es herrscht eben oft auch trotz aller Regeln die Willkür, dass gerecht ist, was dem Geschäft dient. Ein Wunder, dass der Profisport weltweit noch so viele Anhänger hat. Zugegeben: Auch der Sport-Grantler ist einer