Der Sport – Grantler

Kommentare rund um Fußball und anderen Sport

Kategorie: Weltmeister

Eine WM ist eine WM – oder doch nicht?

Wenn eine Weltmeisterschaft (WM) auf dem Programm steht, dann erwarten Sportfans eigentlich, dass sich die besten Sportler der Welt im Kampf um den Titel messen. Aber weit gefehlt. Eine Weltmeisterschaft dient den meisten (ob es alle sind, weiß der Sport-Grantler nicht) Kontinentalverbänden unter anderem auch dazu, dass sich alle ihre nationalen Mitgliederverbände der ganzen Welt zeigen können. Also gilt nicht das sportliche Leistungsprinzip, sondern die Werbung. So ist eine WM zwar eine WM – aber eigentlich auch wieder nicht.

Bei den alpinen und nordischen Ski-Weltmeisterschaften in den letzten Tagen und Wochen sind die Exoten wieder aufgetaucht. Sportler, die teilweise sogar zum ersten Mal auf Skiern standen – aber bei einer Weltmeisterschaft starten dürfen. Ein Hohn! Die tollen Abfahrer versuchen im Schneepflug den Hang zu meistern, einfach lachhaft, da amüsieren wir uns schon auf den Pisten der Freizeitsportler. Ist das wirklich einer Weltmeisterschaft würdig? Machen solche linkischen Sport-Versuche den Spitzensport nicht unglaubwürdig? Beruhigend ist nur eines: Diese Athleten sind mit Sicherheit nicht gedopt.

Es wäre aber angebracht, dass bei den Verbänden ein Umdenken stattfindet. Um das Teilnehmerfeld zu begrenzen, dürfen meist nur vier Athleten von einer Nation starten, damit eben auch die Anfänger aus exotischen Ländern ihren Startplatz bekommen. Da kann es dann eben sein, dass Spitzenleute zu Hause bleiben müssen, weil es Nationen gibt, die mehr als vier Athleten haben, die um die Medaillen mitkämpfen können bzw. könnten. Der Weltmeister oder die Weltmeisterin darf sich freuen, weil gute Konkurrenten oder Konkurrentinnen notgedrungen zuschauen müssen. Manchmal ist es eben leichter, bei einer Weltmeisterschaft zu gewinnen als bei einem beliebigen Weltcuprennen. Ist das wirklich der Sinn einer Weltmeisterschaft?

Der Fußball trat in etwa auch in diese Fußstapfen. Die Aufblähung des Teilnehmerfeldes einer WM auf 48 Nationen diente ja vor allem dazu, dass möglichst viele Länder mitmachen können, denen dies bisher verwehrt wurde. „Wir haben mehr Nationen mit Interesse an der WM“, frohlockt FIFA-Präsident Infantino und übersieht (siehe frühere Kommentare), dass der sportliche Wert sinkt. Es ist doch traurig, dass die Fußball-Weltmeisterschaft künftig erst richtig beginnt, wenn es K.o.-Spiele gibt, wenn die besten Nationen dann wirklich unter sich sind. Wollte man das Niveau verbessern, wäre eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes die bessere Lösung. Doch dafür würde der Präsident keine Wahlstimmen bekommen. Der Sport ist ja nur Mittel zum Zweck.

So werden wir in allen oder zumindest vielen Sportarten weiter damit leben müssen, dass eine Weltmeisterschaft keine wirkliche Weltmeisterschaft ist. Dass es eine Bühne für Exoten gibt, passt besser zu den Olympischen Spielen, wo sie ja auch aufkreuzen. Dort aber gibt es bekanntlich das Motto „teilnehmen ist wichtiger als siegen“. Da passt es eigentlich, obwohl die Teilnahme allein den Spitzensportlern natürlich schon immer nicht genügt hat. Andererseits hat aber Olympia seinen besonderen Reiz für die Spitzensportler, weil dieses Fest nur alle vier Jahre stattfindet. Olympiasieger bleibt man ewig, Weltmeister ist man nur bis zur nächsten Weltmeisterschaft. Was zeigt: Weniger kann mehr sein. Nur: Funktionäre sehen das nicht so.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Rücktritt?

 

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hat mit seinem Rücktritt unmittelbar nach dem Gewinn des Titels alle überrascht, natürlich auch den Sport-Grantler. Danach wurde heftig diskutiert, ob ein Sportler mit 31 Jahren zurücktreten kann, ja manche Leute fragten sogar, ob einer da überhaupt zurücktreten darf. Au dem Höhepunkt seiner Karriere! Nico Rosberg hat es getan und zunächst einmal scheint er mit seiner Entscheidung glücklich zu sein. Doch wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen Rücktritt?

Um es kurz zu machen: Den richtigen Zeitpunkt gibt es im Prinzip nicht. Der richtige Zeitpunkt kann erst in der Zukunft bestätigt werden, wenn der Blick in die Vergangenheit geht. So wird sich auch der Formel-1-Weltmeister sicherlich noch öfters fragen, ob er nicht doch noch seiner Rennsportkarriere hätte einige Jahre hinzufügen sollen. Aber es scheint, als wäre der Entschluss des Rücktritts beim gebürtigen Wiesbadener kein spontaner gewesen, sondern er hat wohl mit seiner Frau Vivian Vor- und Nachteile und das Leben in der Zukunft ausdiskutiert. Da Familie, dort Rennsportkarriere, da das Glück der Siege, dort die Strapazen und der Ärger eines Spitzensportlers, der mit Stress und Niederlagen nicht leben will. Es schaut so aus, als hätte Nico Rosberg die richtige Entscheidung getroffen.

Nico Rosberg liegt auf einer Ebene mit der Biathletin Magdalena Neuner, die 2012 im Alter von nur 25 Jahren dem Spitzensport ade gesagt hat. Sie überraschte damit ähnlich wie Rosberg und gab ganz klar der Familie den Vorzug, heute ist sie zweifache Mutter. Im Sport hatte sie alles erreicht, war Doppel-Olympiasiegerin, gewann 34 Rennen, war dreimal Weltcup-Gesamtsiegerin, mit 12x Gold bei Weltmeisterschaften Rekordsiegerin, dreimal Sportlerin des Jahres in Deutschland. Was sollte noch kommen?

Viele Sportler haben den richtigen Zeitpunkt des Rücktritts verpasst. Alternde Boxer haben Schatten über ihre Karriere gelegt, weil sie im Alter plötzlich zu Prügelknaben mutierten. Leichtathleten, die statt vorneweg nur noch hinterher liefen, Schwimmer, denen man es nach Siegen später nur noch als Leistung ansah, dass sie nicht ertrunken sind. Fußballer, die nicht mehr auf dem Feld standen und eine Mannschaft führten, sondern nur noch auf der Ersatzbank versauerten. Viele Sportler (das gilt immer für Frauen und Männer) haben allerdings nicht für die Zeit nach ihrer Karriere vorgesorgt, bei vielen hat der Außenstehende den Eindruck, dass sie nichts anderes haben als den Sport und diesen dann notfalls eben bis zum bitteren Ende ausführen. Wer vom Held zur Witzfigur wird, der hat den richtigen Zeitpunkt seines Rücktritts wohl verpasst.

Wohl dem, der seine Karriere und seinen Rücktritt so planen kann wie der frühere Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Philipp Lahm. Auf dem Höhepunkt seiner internationalen Karriere trat er 2014 nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft aus der Nationalmannschaft zurück. Jetzt hat er für 2018 auch seinen Abschied vom Leistungssport angekündigt, wird er den Vertrag bei Bayern München nicht mehr verlängern und seine Karriere als Fußballer endgültig beenden. Lahm ist im „Nebenberuf“ schon Unternehmer und ihm winkt auch eine Funktionärskarriere in seinem Stammverein. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat Lahm bereits als künftigen Sportdirektor im Visier. Besser kann ein Übergang von der sportlichen zur nachsportlichen Leben nicht sein. Wohl dem, der den richtigen Zeitpunkt für seinen Rücktritt vom Leistungssport erkennt.

Es könnte sein, dass Nico Rosberg alles richtig gemacht hat. Warum soll er sich mit Lewis Hamilton, den Rennwagen und der Formel 1 noch herumärgern. Sein Lebensziel war es, Weltmeister zu werden. Ziel erreicht.

Angie Kerber und die Schatten der Nummer 1

 

Deutschland hat wieder eine Nummer 1 im Tennis! Angelique Kerber verlor zwar das WTA-Finale in Singapur weil sie mit ihren Kräften am Ende war, aber sie darf als Nummer 1 im Damen-Tennis überwintern. „Das ist ein Wahnsinn“, sagt die Kielerin über 2016, als bei ihr gewissermaßen alle Knoten platzten. Sie verbesserte ihr Spiel, zeigte plötzlich Nervenstärke und legte noch mehr Kampfkraft in die Waagschale. Das Jahr 2016 war wirklich der Wahnsinn: Sieg bei den Australian Open im Januar, Sieg bei den US Open im Oktober, dazu im Finale von Wimbledon und bei den Olympischen Spielen. Schade, der WTA-Titel, die inoffizielle Weltmeisterschaft, wäre die Krönung gewesen. Wieder einmal Steffi Graf war es, die den Titel als letzte Deutsche genau vor 20 Jahren, 1996, gewann.

Der Schatten von Steffi Graf ist es auch, der Angie Kerber auf ihrem Weg begleitet. Bei jedem Sieg wird davon gesprochen, wann Steffi Graf hier auch gewonnen hat und wie viel mehr das Golden-Girl der 80er- und 90er-Jahre erreicht hat. Der Deutsche Tennis-Bund hofft seitdem auf eine neue Steffi Graf und hat jetzt Angie Kerber, die aber ihre Wurzeln nach Polen pflegt und inzwischen auch wieder in Polen wohnt. Die Herzen der Deutschen hat sie noch nicht erreicht, was auch die Einschaltquoten im Fernsehen beweisen. ARD und ZDF erinnerten sich daran, dass sie vor Jahren einen Shitstorm überstehen mussten, weil sie nicht fähig waren, die deutsche Spielerin Sabine Liesicki in ihrem Wimbledon-Finale zu zeigen. Das sollte ihnen bei Kerber nicht passieren, doch die Tennis-Fans dankten es ihnen nicht. Die Millionengrenze wurde erst beim WTA-Finale am Sonntag überschritten, aber 1,63 Millionen Zuschauer (immerhin 11,7 Prozent der eingeschalteten Geräte) waren nicht die Welt. Das beweist, der DTB muss auf einen neuen Tennis-Boom weiter warten. Aber Angelique Kerber darf man das nicht anlasten.

Wir sollten nicht vergessen, dass die heute 28jährige vor fünf Jahren bereits vor dem Aus ihrer Karriere stand. Sie scheiterte frühzeitig bei einem Turnier nach dem anderen und wollte den Tennisschläger schon in die Ecke werfen. Dann kam sie bei den US Open als Weltrangliste-92. sensationell ins Halbfinale – der Wendepunkt. 2012 stieß Kerber bis auf Rang fünf der Weltrangliste vor, gewann in Paris und Kopenhagen ihre ersten WTA-Titel, besiegte sogar einmal Serena Williams. Auch 2013 und 2014 beendete sie unter den Top Ten und gewann 2015 vier Titel, kam bei den Grand-Slam-Turnieren aber nie über die dritte Runde hinaus.

Nichts deutete darauf hin, dass 2016 das Jahr der Angelique Kerber werden würde. Sie erlebte ihre ersten Glücksmomente bei den Australien Open, als sie im Finale sensationell Serena Williams mit 6:4, 3:6, 6:4 bezwang. „Jetzt weiß ich, dass ich alle schlagen kann“, holte Kerber eine Menge Selbstvertrauen aus diesem Erfolg. Selbstbewusstsein wurde eine ihrer Stärken, auch wenn sie das Wimbledon-Finale gegen Serena Williams verlor. Bei den US Open wurde Kerber dann die Nummer 1 der Welt, aber eine, die mit Schatten leben muss. Da ist nämlich nicht nur der Schatten von Steffi Graf, sondern auch der von Serena Williams, die den Aufstieg der Deutschen dadurch begünstigte, dass sie zum Jahresende hin von einer Schulterverletzung geplagt bzw. außer Gefecht gesetzt wurde. Serena ist eigentlich die natürliche Nummer 1.

Umso spannender wird das Jahr 2017 werden. Angelique Kerber muss ihre Erfolge bestätigen, um auch die Punkte in der Weltrangliste zu verteidigen. Das wird schwer genug. Die Verfolgerinnen sind nicht weit weg, Serena Williams will wieder den Thron besteigen, wird aber ihrem Alter und einer hohen Verletzungsanfälligkeit Tribut zollen müssen. Dazu kommt die gesperrte Maria Scharapowa wieder zurück, das Glamourgirl will beweisen, dass sie nichts verlernt hat. Die Polin Agnieszka Radwanska und vor allem die Slowakin Dominika Cibulkowa werden der Deutschen das Leben schwer machen. Cibulkowa wirkte im WTA-Finale wie gedopt, war aufgeputscht und hielt Hände und Füße keine Sekunde ruhig. Das Powerpaket beweist, dass Kerber in punkto Fitness den Gegnerinnen nicht unbedingt überlegen ist.

Angelique Kerber will und muss die Herausforderung annehmen, sie will und muss ihr Spiel aber auch weiter verbessern. Die „Alte Dame“ des Tennis, Martina Navratilova, rät Kerber dazu, ihr Spiel noch aggressiver zu gestalten und mehr Volleys einzustreuen, nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Das hat auch Kerber erkannt, die gesteht, „ich muss sehen, dass ich meine Spiele früher beenden kann“. Das heißt, sie muss Kräfte sparen. 2016 war auch in diesem Punkt der Wahnsinn: Sie hat mit 81 Spielen mehr als alle anderen bestritten, nur 18 davon hat sie verloren.

Jetzt wird die Kielerin erst einmal den verdienten Urlaub machen, sich erholen und sicherlich im Dezember 2016 mit dem Titel als „Sportlerin des Jahres“ abschließen. 2017 muss sie neben Können auch Nervenstärke zeigen, denn als Nummer 1 ist sie die Gejagte. Aber sie sagt mit einem Lächeln: „Es ist schön, die Nummer 1 zu sein.“ Beginnen wird sie das neue Jahr Anfang Januar in Brisbane. Vielleicht gibt es dann 2017 doch noch so etwas wie einen kleinen Tennis-Boom in Deutschland.

EM-Qualifikation: Probleme für den Weltmeister und andere Favoriten

Wie heißt es so schein im Fußball: Es gibt keine Kleinen mehr. Na gut, die ganz Kleinen können die ganz Großen mal ärgern, aber auf Dauer doch nicht wirklich Paroli bieten. Die nicht ganz so Kleinen, die aber begehren in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft auf. Sie sorgen bisher dafür, dass selbst der Weltmeister und andere Favoriten so ihre Schwierigkeiten bekommen.

Erstmals in der neuen Saison steht wieder eine „Woche des Fußballs“ an. So nennen die Erfinder ihren Spielplan, der auseinandergezogen wurde, aber eigentlich auch für einen Spannungsverlust sorgt. Von Donnerstag, 3. September, bis Dienstag, 8. September, ziehen sich jetzt zahlreiche Qualifikationsspiele hin. Kompakte Spieltage mit allen Gruppen waren dem Sport-Grantler lieber. Spannend wird es dennoch, denn jetzt gelten keine Ausreden mehr, gibt es kein Pardon, jetzt tritt der Ernstfall ein im Kampf um die EM-Plätze. Als die Entscheidung fiel, dass erstmals 24 Nationen am Endturnier teilnehmen dürfen (bisher 16), da galt dies als Spannungstöter, weil die sogenannten Großen in der Qualifikation vor einem Spaziergang stehen würden. Doch dem ist nicht. Bisher haben allein England und die Slowakei (!) mit jeweils sechs Siegen die volle Punktzahl erreicht.

So sieht es in den Gruppen aus und manche Favoriten sind zum Siegen verdammt.

Gruppe A: Island (15 Punkte) führt vor Tschechien (13) und den Niederlanden (10). Bei den Holländern gab „Bondscoach“ Guus Hiddink auf, er brachte den „Oranje“ kein Glück. Gegen Island muss jetzt gewonnen werden und auch am Sonntag in der Türkei. Auch Tschechien erwarten die Niederländer noch zu Hause.

Gruppe B: Wales (14) führt vor dem Favoriten Belgien (11) und Zypern sowie Israel (je 9). Auch Bosnien-Herzegowina (8) hat noch Chancen. Wales ist die Überraschung, hier kann noch alles passieren.

Gruppe C: Die Slowakei (18) marschiert und profitiert vom 2:1-Überraschungssieg über Spanien (15). Das Rückspiel steht gleich für Samstag auf dem Plan, der Titelverteidiger muss aufpassen, dass er nichts Straucheln gerät.

Gruppe D: Natürlich war der Weltmeister der große Favorit, aber nach dem Titelgewinn in Brasilien fand Deutschland nicht in die Spur. Jetzt stehen die entscheidenden Spiele gleich zum Start der heißen Phase an. Am Freitag erwartet Deutschland (13) Tabellenführer Polen (14) und muss am Montag zum Dritten, Schottland (11). Bundestrainer Joachim Löw verspricht zwei Siege, die Spieler sind zuversichtlich („Wir werden uns durchsetzen“), doch die Realität sieht bisher anders aus. Löw muss seine Schützlinge sofort in Form bringen, bangt aber noch um Spielmacher Mesut Özil. Der Weltmeister nicht bei der Europameisterschaft dabei, das kann sich keiner vorstellen. Die Spieler sollten den Fokus nicht auf das Endturnier richten („Wir wollen Europameister werden“), sondern erst einmal die Qualifikation bestehen. Vorteil: Wenn es darauf ankam, war Deutschland immer stark.

Gruppe E: England (18) im Aufwind und klarer Tabellenführer, die Schweiz (12) ist erster Verfolger und muss sich Slowenien (9) vom Leib halten. Eine Vorentscheidung kann dabei im direkten Duell am Samstag fallen.

Gruppe F: Eine Gruppe ohne Favoriten, Rumänien (14) führt vor Nordirland (13) und Ungarn (11). Für die Ungarn, deren bisheriger Trainer Pal Dardai nun ganz Hertha BSC Berlin dient, steht das entscheidende Wochenende an: Rumänien und Nordirland sind die Gegner. Zwei Niederlagen würden das Aus bedeuten.

Gruppe G: Österreich (16) ist das Überraschungsteam und führt die Tabellen vor Schweden (12) an. Mehr hatte man von Russland (8) erwartet, wo Trainer Fabio Capello gehen musste. Ob da noch einmal die Wende gelingt?

Gruppe H: Kroatien (14) liegt vor dem Favoriten Italien (12) und Norwegen (10). Also auch hier ein Dreikampf um zwei Plätze. Das entscheidende Spiel könnte am letzten Spieltag sein, wenn Italien am 13. Oktober Norwegen erwartet.

Gruppe I: Portugal (12) führt in der Fünfer-Gruppe, aber Albanien hat Dänemark (beide 10) geschockt. Am Samstag steht das direkte Duell an (Hinspiel in Albanien 1:1).

Für die Europameisterschaft qualifizieren sich jeweils die Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie der beste Gruppendritte. Die anderen Dritten ermitteln in Play-Offs mit Hin- und Rückspiel im November die vier weiteren EM-Teilnehmer, nur Gastgeber Frankreich ist direkt qualifiziert. Am 12. Dezember werden in Paris die sechs Vorrundengruppen der EM ausgelost, am 10. Juni 2016 bestreitet Frankreich im „Stade de France“ in Saint-Denis das Eröffnungsspiel. Dort findet am 10. Juli auch das Finale statt. Gespielt wird außerdem in Lens, Saint-Etienne, Toulouse und Marseille sowie in Bordeaux, Decines-Charpieu (bei Lyon), Nizza und Villeneuve-d’Ascq (bei Lille), wo jeweils neue Stadien gebaut wurden.

So gibt es bei den Sportfans in aller Welt sicherlich eine gewisse Vorfreude auf 2016 mit den Höhepunkten Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele in Rio de Janeiro im August.