Große Momente 2025 und ein Super-Sportjahr 2026

von knospepeter

Der Jahreswechsel ist immer die Zeit, zurückzuschauen, aber auch vorauszuschauen. Das ist privat so, beruflich, aber natürlich auch im Sport. Nicht an alles kann oder muss man sich erinnern, einige Highlights aber bleiben natürlich im Gedächtnis. Gleichzeitig schaut man beim Jahreswechsel voraus, was wird das neue Jahr bringen? Was den Sport angeht, wird es ein tolles Jahr, alle vier Jahre gibt es ein Super-Sportjahr mit Olympischen Winterspielen und der Fußball-Weltmeisterschaft. Hier ein kleiner Rückblick auf die großen Momente 2025 und ein Ausblick auf 2026.

Wenn man die großen Sieger 2025 sucht, dann hilft ein Blick auf die Wahl der Sportler des Jahres, die Gewinner haben Großartiges geleistet. So die Biathletin Franziska Preuß, deren Karriere immer wieder durch Erkrankungen beeinträchtigt wurde, die aber 2025 ihren Höhepunkt erlebte und erstmals Weltcupsiegerin wurde. Zehnkämpfer Leo Neugebauer musste bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio beim abschließenden 1500-m-Lauf die letzten Kraftreserven für seinen ersten WM-Titel mobilisieren, kraftlos saß er danach sogar im Rollstuhl. Er war Deutschlands einziger Weltmeister. Die Basketball-Nationalmannschaft setzte ihre Erfolgsserie fort, der Weltmeister wurde auch Europameister, das war noch spektakulärer als der Titel der Hockey-Nationalmannschaft.

Besondere Titelgewinne gab es auch im nationalen Mannschaftssport. Nun werden viele sagen, eine Meisterschaft ist für Bayern München nichts Außergewöhnliches, eher Gewohnheitssache, wenn man zum 34. Mal vorne lag. Aber nach elf Siegen in Folge wurden die Münchner 2024 von Bayer Leverkusen entthront, da war die „Wiedergutmachung“ schon etwas anderes. Einer feierte dabei seine erste Meisterschaft, nach der er buchstäblich lechzte: Englands Superstar Harry Kane, der mit Tottenham nichts gewinnen konnte und extra zu den Bayern wechselte, weil die als Seriensieger bekannt sind. Doch in seinem ersten Jahr in München ging er leer aus, umso mehr feierte er 2025 und das soll sich im nächsten Jahr fortsetzen. Ihren ersten Titel holten auch die Füchse Berlin im Handball und feierten entsprechend, in einem anderen Wettbewerb mussten sie dem SC Magdeburg den Vortritt lassen, der im Finale der Champions League gegen die Füchse gewann. Wie eine Meisterschaft feierte der Hamburger SV seine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Sieben Jahre des Wartens hatten endlich ihr Ende, das war fast schon mehr als ein Titelgewinn. Das Ziel für 2026 ist klar, da muss der Klassenerhalt gelingen. Ein sofortiger Wiederabstieg wäre fast eine Katastrophe.

Es geht aber nicht nur um Titelgewinne, es tat sich auch sonst Bemerkenswertes. Bei drei Fußball-Stars kam immer der Name Bayern München ins Gespräch. Natürlich bei Thomas Müller, der am 10. Mai seinen Abschied von den Bayern nahm, wo er keinen Vertrag mehr bekam. Nach dem 355. Heimspiel seiner Karriere wurde er von den Fans gefeiert und ebenso wenig später, als er in Vancouver auftauchte. In Kanada bei den Whitecaps will er noch ein bisschen mitmischen und führte den neuen Verein gleich wieder zu Titeln. Hier der Abgang, dort gelangen den Bayern die Neueinkäufe nicht. Sie bemühten sich sowohl um Florian Wirtz, als auch um Nick Woltemade, doch jeweils war die Premiere League attraktiver. Liverpool und Newcastle United legten 150 bzw. 75 Millionen Euro hin, die die Bayern nicht zahlen wollten. Wirtz wird wohl manchmal gezweifelt haben, ob sein Schritt richtig war (erzielte am Wochenende sein erster Tor!), Woltemade war gleich mittendrin und nicht nur dabei.

Viele Sportler haben ihre Karriere beendet und wir werden sie vermissen, Timo Boll, das Tischtennis-Ass zum Beispiel oder Tennis-Weltstar Rafael Nadal. Andere Sportler vermissen wir, weil sie von uns gegangen sind. Besonders schmerzhaft, wenn der Tod im jungen Alter zuschlägt, so verunglückte die Ex-Biathletin Laura Dahlmeier mit 31 Jahren beim Klettern in Pakistan am 6096 m hohen Laila Peak. Die Berge waren ihre Liebe, das Klettern ihre Leidenschaft. Besonders tragisch auch der Tod von Portugals Nationalspieler Diogo Jota (28) vom FC Liverpool, der bei einem Autounfall zusammen mit seinem Bruder André starb. Gestorben sind auch ehemalige Sportgrößen wie George Foreman (76), Nikola Pilic (86), Werner Lorant (76), Hulk Hogan (71) oder Jochen Mass (78).

2026 hat viele Höhepunkte

Keine traurigen Gedanken mehr, freuen wir uns auf viele Höhepunkte im neuen Jahr. Das verbindende Element ist immer die Vierschanzentournee, die am Montag in Oberstdorf beginnt (siehe der nächste Blog „Das Warten auf den idealen Sprung“) und im neuen Jahr in Bischofshofen endet. Im Mittelpunkt dürfte im Januar aber die Handball-Europameisterschaft der Männer in Dänemark, Schweden und Norwegen vom 15. Januar bis 1. Februar stehen. Deutschland träumt vom Finale. Oberstdorf sieht vom 22. bis 25. Januar zudem die Skiflug-WM.

Im Februar schaut natürlich alles auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo in Italien (6. – 22.2.). Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass auch die deutschen Athleten von Medaillen träumen dürfen, vor allem im Eiskanal bei Bob und Rodeln. Im März beginnt die neue Saison der Formel 1 (8.3. in Melbourne), die besonders zu werden verspricht, weil ein neues technisches Reglement fast alles auf Null stellt. Im April horchen erstmals auch die Golfer auf, die Saison der großen Turniere beginnt am 9. 4. in Augusta (USA). Der Mai ist der Monat der Fußball-Finals (die Bundesliga endet, Pokalendspiele der Männer und Frauen, am 30.5. Finale Champions League). Auch nach Olympia lassen sich die Eishockey-Cracks ihre WM nicht nehmen, vom 15. – 31. 5. werden sie in der Schweiz aber ein bisschen schwitzen müssen.

Im Juni geht es fast nur um Fußball, die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada steht an (11. 6. – 19.7.). Hoffentlich wird das Turnier angenehmer als die WM-Auslosung mit dem narzistischen Gehabe von US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino ein Tiefpunkt des Sportjahres 2025. Während die Fußball-WM läuft, startet Wimbledon, das Mekka des Tennis (29.6. – 12.7.) und steigen die Rad-Asse auf ihre Rennräder für die Tour de France (4. – 26..7.). Im August wird die Leichtathletik-EM in Birmingham die Fans begeistern (10. – 16.8.) und bei der WM der Rhythmischen Gymnastik in Frankfurt (12. – 16.8.) träumt Darja Varfolomeev wieder von einem Medaillensegen für Deutschland, im Vorjahr holte sie fünf Titel!. Nicht vergessen: Die Fußball-Bundesliga startet auch wieder (28.8.).

Langsam geht es wieder auf den Winter zu, aber im September gibt es zum Beispiel noch die Basketball-EM der Frauen in Berlin (4.-13.9.) oder die Straßen-WM der Radler in Montreal (20. -27.9.). Im Oktober schauen viele nicht nach Schnee, sondern in die Wärme, zum Ironman im Triathlon auf Hawaii (10.10.). Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Die alpine Skisaison beginnt traditionell Ende Oktober auf dem Gletscher in Sölden, im November geht es in Skandinavien und Nordamerika weiter. Biathlon beginnt Ende November oder Anfang Dezember, der ewige Ablauf eines Sportjahres.

Freuen wir uns also auf das Sportjahr 2026, auf den großen Sport mit viel Spaß und Spannung, mit Siegen und Niederlagen und hoffen wir, dass wir von großen Skandalen verschont bleiben. Nur fairer Sport macht wirklich Spaß!

Viel Spaß und alles Gute für 2026 wünscht der Sport-Grantler seinen Leserinnen und Lesern wo auch immer sie auf der ganzen Welt wohnen!