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Kategorie: Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga verkommt zur Krisen-Liga

Eigentlich gab es ja einen Hoffnungsschimmer: Mit Ach und Krach überstanden Borussia Dortmund und RB Leipzig die Zwischenrunde der Europa League und sind im Achtelfinale noch dabei. Dortmund gegen RB Salzburg mit guten Chancen auf ein Weiterkommen, bei RB Leipzig gegen Zenit St. Petersburg muss man wohl ein Fragezeichen setzen. Aber zusammen mit den Bayern und dem 5:0 gegen Besiktas Istanbul haben die Bundesliga-Klubs ein paar Punkte in der UEFA-Rangliste aufgeholt. Es ist doch noch nicht alles verloren.

Doch das Geschehen national sagt etwas anderes: Die Fußball-Bundesliga verkommt zur Krisen-Liga. Das Niveau sinkt, die meisten Vereine suchen ihr Heil nur noch in einem defensiven Konzept, die Fans randalieren und wollen ihre Wünsche durchdrücken, egal, was auf dem Rasen passiert. Vor allem verzeihen die Chaos-Fans, vornehmlich die Ultras, nicht, wenn der Verein sportlich in Schwierigkeiten gerät. Abstiegskampf ist in ihrem Weltbild nicht vorgesehen. Der Verein hat, verdammt noch mal, erfolgreich zu sein. Wenn Wunsch und Wirklichkeit auseinanderklaffen, dann randalieren sie auf der Tribüne, siehe Hamburger SV. Der einst stolze Weltklub versinkt im Chaos.

Aber manchmal hilft es nicht einmal, wenn im Verein erfolgreich gearbeitet wird. Martin Kind ist seit mehr als zwanzig Jahren Vorstand und Geldgeber bei Hannover 96. Er hat den Klub jahrelang in der Bundesliga gehalten, sogar in den Europacup geführt und den „Unfall“ Abstieg wieder repariert. Die Mannschaft behauptet sich als Neuling erfreulich gut im Mittelfeld, der Klassenerhalt ist nahe. Das muss ohne Anfeuerung von den Tribünen gehen, die Chaos-Fans boykottieren die Mannschaft und fordern „Kind muss weg“. Wie vage die Zukunft ohne Kind und seine Geldgeber aussehen würde, interessiert sie nicht. Sie haben ihr Feindbild, Verstand ist nicht gefragt. Kind steht bei ihnen auf der „Abschussliste“, weil er quasi über die 50+1-Relegung nach der absoluten Mach im Verein greift. Die Macht im Vereine wollen lieber die Chaos-Fans.

Schwache Leistungen auf dem Rasen, Trainerwechsel an der Tagesordnung, Chaos auf den Rängen – in der Bundesliga gab es schon bessere Zeiten. Da ist es gut, wenn ein Stern noch leuchtet, der FC Bayern München geht unbeirrt seinen Weg. Allerdings ist auch der Rekord-Meister nicht sorgenfrei. Die Zukunft erscheint ungewisser als gewünscht. Es gibt Probleme mit den Alten. Die Trainerfrage nach der Saison bleibt ungelöst, Nothelfer und Wunschkandidat Jupp Heynckes wehrt alle Fragen zu einem Weitermachen ab, der 72-jährige will nach dem Intermezzo wohl endgültig wieder zurück in den Ruhestand. Die Zukunft der Alten bei den Spielern ist ebenfalls noch ungelöst. Arjen Robben und Franck Ribery können sich eine Vertragsverlängerung gut vorstellen, allerdings können sie sich eine Altersteilzeit auf dem Rasen wohl weniger vorstellen, aber die ist unbedingt notwendig, um den jungen Nachfolgern Spielpraxis zu ermöglichen.

So sind die Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge besonders gefordert. Notfalls müssen sie auch das Vakuum füllen, das Jupp Heynckes hinterlässt, wenn sein Nachfolger weniger menschelt und auf die Befindlichkeit seines Personals weniger eingeht. Heynckes versucht zu moderieren, erklärt und beschwichtigt. Vorgänger Carlo Ancelotti hat dies wohl weniger getan und die Mannschaft verloren. Da haben die Bosse nicht gehandelt, sie müssen dies notfalls in der Zukunft besser machen.

Bayern München ist also auch nicht ohne Probleme, doch mit einem riesigen Vorsprung vorne dran, das zeigt, dass dahinter eine zu große Lücke klafft. Die anderen Klubs müssen wieder mehr Mut zur Offensive haben. Wer am Wochenende zur Bundesliga geht, will gute Spiele sehen und nicht nur Kampf und Krampf. Einziges Trostpflaster: Spannung ist garantiert, vor allem der Abstiegskampf wird uns bis zum Schluss fesseln, zumindest der Kampf gegen die Relegation. Zwei wegweisende Duelle stehen wieder an: Der HSV (Platz 17 und17 Punkte) kämpft (tut er das wirklich?) gegen Tabellennachbar Mainz 05 (Platz 16/24 Punkte) wohl schon um seine letzte Chance. Für Schlusslicht Köln (nach dem überraschenden 2:1-Sieg in Leipzig wie der HSV 17 Punkte) geht die Aufholjagd gegen Stuttgart weiter. Der VfB könnte im Kurs nach oben gestoppt werden. Auch bei den Stuttgartern zeigt sich, wie die Fans daneben liegen können. Trainer Tayfun Korkut wurde frostig empfangen, jetzt müsste er nach zehn Punkten in vier Spielen ohne Niederlage umjubelt werden. Doch die Zurückhaltung haben noch nicht alle abgelegt.

Hinweis: Ab sofort gibt es in der Regel jeden Montag an dieser Stelle einen Bundesliga-Kommentar. Eine Olympia-Bilanz folgt noch in dieser Woche.

Für den Fußball häufen sich die Probleme

Der Fußball ist es eigentlich gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Doch derzeit glänzen vor allem die Olympischen Winterspiele für den deutschen Sport golden. In diesem Schatten häufen sich aber für den Fußball die Probleme, so dass hier eine goldene Zukunft in Frage steht. Die Probleme mit den Fans sind bekannt und häufen sich von Zeit zu Zeit, aber es geht nicht nur um Pyrotechnik. Schwer zu schaffen machen die Ausschreitungen der Ultras, außerdem zeigen die Proteste um die Montag-Spiele, dass die Fans nicht mehr gewillt sind, alles hinzunehmen. Und schauen wir noch auf den lokalen Unmut bei schlechten Leistungen, da scheint es manchmal so, als ob die Fans am liebsten gleich die Macht übernehmen würden.

Gefahr droht aber dem bezahlten Fußball vor allem durch ein Urteil vom Oberverwaltungsgericht Bremen. Das Bundesland Bremen hat bekanntlich dem Bundesligisten Werder die Kosten für einen erhöhten Personaleinsatz der Polizei bei sogenannten Hochrisikospielen in Rechnung gestellt. Die erste Rechnung für das Spiel Werder – HSV am 19. April 2015 belief sich auf 415.000 Euro, inzwischen dürften durch weitere Rechnungen rund zwei Millionen Euro aufgelaufen sein. Die generelle Frage ist, muss der Staat ein Bundesligaspiel sichern oder nicht? Die Innenminister der Länder hatten einen Verzicht auf Gebühren besprochen, das mit Schulden kämpfende Land Bremen ist ausgeschert. In erster Instanz hatte Werder Bremen Recht bekommen, das Oberverwaltungsgericht entschied anders. Der Verein und der Dachverband DFL wollen Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig einlegen, was logisch ist.

Es ist eine brisante Frage, aber sollte das Urteil Bestand haben, hätte es auch Folgen für andere Veranstalter, denn wer gewinnorientiert arbeitet, soll auch die Kosten tragen. Das würde dann für Veranstaltungen aller Art gelten, für Shows genauso wie für Volksfeste. Beim Oktoberfest zum Beispiel machen die Wirte den großen Reibach. Der Fußball aber kann darauf verweisen, dass er im Stadion selbst für Ordnung sorgt. Für Ordnungshüter muss er hier bezahlen. Vor dem Stadion ist ein öffentlicher Raum und dafür ist dann der Staat, sprich die Polizei zuständig. DFB-Präsident Reinhard Grindel bringt es auf den Punkt: „Der Fußball ist nicht Störer, Störer sind Gewalttäter, die die Plattform Fußball ausnutzen.“ Ins gleiche Horn stößt natürlich DFL-Präsident Reinhard Rauball: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der Fußball für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit verantwortlich sein soll.“ Das sieht sogar Nordrhein-Westfalens Innenminister so: „Die Polizei ist für die Sicherheit und Ordnung zuständig – und damit auch im Umfeld von Fußballstadion.“

In der Tat wäre es zu einfach, den Bundesliga-Klubs, nur weil sie Millionen Euro Umsatz machen, den schwarzen Peter zuzuschieben. Sie haben die Fans nicht zu Krawallmachern erzogen, sondern die sind in ihrem Umfeld zu Gewalttätern geworden. Da müsste man andere verantwortlich machen, am Anfang der Liste stehen dann wohl die Eltern. Was würde passieren, wenn sich die Ultras-Horden nicht den Fußball, sondern sagen wir mal Parteitage für Randale aussuchen würden? Kämen dann Forderungen, dass die Parteien zahlen sollen?

Der Fußball als sportlicher Mittelpunkt in Deutschland zieht leider neben den sportlichen Fans auch den Abschaum am Rande der Gesellschaft an. Bundesweit gab es in der Saison 2016/17 laut kicker 109 Risikospiele, davon 24 in der Bundesliga, 34 in der 2. Liga und sogar 51 in der 3. Liga. Spannungen gibt es also überall. Und ist die 3. Liga gewinnorientiert? Die Vereine dort sind froh, wenn sie baldmöglichst aus der Liga kommen und ihre Schulden im Rahmen halten können. Sie sind also eher schuldenorientiert. Müssen sie dann zahlen? Das Ungleichgewicht wird deutlich, das Urteil entpuppt sich als seltsam, auch wenn es Fußball-Lästerer gibt, die schreien, „wer spielen will, muss zahlen“.

Die Bundesliga wird aber auch zum Problemfall was die Montagspiele angeht. Die Fans wollen eine Zerstückelung der Spieltage wie in Spanien, England und Italien nicht hinnehmen und wollen die Montagspiele wieder stoppen. Sie sehen den Montag als Affront, zumal zu Beginn der Arbeitswoche Spielbesuche erschwert werden. Zum Auftakt war der Protest beim Match Frankfurt – Leipzig deutlich, effektiv und zum Glück auch friedlich. So geht es also auch. Als nächstes steht die Partie Dortmund – Augsburg an und da will die berühmt-berüchtigte Südtribüne dem Spiel fernbleiben und protestieren. Es wird wohl kein Montagspiel ohne Störung und Protest ablaufen. Selbst wenn es hoffentlich immer friedlich bleibt, ist dies keine Reklame für die Bundesliga.

Die DFL argumentiert auch schwach. Dass damit die Starter in der Europa League entlastet werden sollen, ist an den Haaren herbeigezogen, denn ein Rhythmus Donnerstag-Sonntag- Donnerstag ist für einen Profi zu verkraften, da braucht es keine Verlegung auf den Montag, zumal sich am 12. März Bremen und Köln gegenüberstehen, die mit der Europa League nichts zu tun haben. Es ging allein um ein Entgegenkommen für den TV-Anbieter Eurosport für mehr Spiele. Selbst wenn die DFL abwiegelt, das Geld spiele keine Rolle, der Montag war ein „Zuckerl“ bei der Rechtevergabe.

Für eine goldene Zukunft muss der Fußball seine Probleme lösen, vor allem aber auch eine Lösung finden, wie die Fan-Kultur in Zukunft aussehen und in friedliche Kanäle geleitet werden kann.

Bayerns Angst vor der Zukunft

Das Jahr 2018 ging ja schon gut los – 3:1-Sieg in Leverkusen, dass in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen war, ebenso in den letzten zwölf Bundesliga-Spielen. Der FC Bayern München setzte also in der Fußball-Bundesliga gleich ein Zeichen für die Konkurrenz, Motto: Wir lassen nicht locker, der Titel gehört uns. Die Gegenwart schaut also unter Trainer Jupp Heynckes rosig aus, nachdem es im Herbst noch Turbulenzen gegeben hatte, die in der Ablösung von Trainer Carlo Ancelotti und seinem Team ihren Höhepunkt hatten. Die Zukunft sehen die Verantwortlichen des FC Bayern allerdings nicht so rosig, insgeheim geht im Verein sogar die Angst vor der Zukunft um.

Das berühmte „mia san mia“ wird zwar natürlich weiter zur Schau getragen, damit keiner glaubt, er könnte an der Spitzenstellung der Münchner kratzen, aber wie die Vormachtstellung im deutschen Fußball auch in der Zukunft erhalten werden kann, dafür gibt es noch keine gültige Antwort. Tatsache ist, dass die Protagonisten der letzten Jahre an ihre Altersgrenze stoßen, die einen auf dem Feld, die anderen im Vorstand. In Leverkusen stand die älteste Mannschaft der Bundesliga auf dem Feld – Zukunft sieht anders aus. Sinnbild dafür die in die Jahre gekommenen Flügelflitzer Arjen Robben (33 Jahre alt) und Franck Ribery (34). Deren Verträge laufen 2018 aus, verlängern oder nicht ist für beide Seiten, Spieler und Verein, jetzt die Frage. „Rib & Rob“ stehen für die erfolgreiche Bayern-Zeit, ihre Ablösung tut moralisch weh, ist sportlich auf Sicht aber notwendig, doch werden die Nachfolger auch ihre Klasse haben? Die besten Spieler landen bekanntlich inzwischen an den Geldquellen in England, Spanien oder Paris. Da dürfen die Bayern schon froh sein über einen Hoffnungsträger wie Kingsley Coman, aber ob Serge Gnabry, der im Sommer nach der Ausleihe in Hoffenheim in München landen soll, die Lücke dann schließen kann, ist schon fraglich. Robben und Ribery werden wohl notgedrungen noch bleiben, müssen vielleicht Abstriche in Einsatzzeiten hinnehmen (wenn sie denn überhaupt fit sind), doch Zukunft sieht anders aus.

Die meisten Verträge des Bayern-Kaders haben noch lange Laufzeiten, meist mindestens bis 2021, so dass aktuell keine Sorgen bestehen. Außer den üblichen im Geschäft, dass nämlich Spieler wie Torjäger Robert Lewandowski trotz Vertrags dem Ruf des Geldes erliegen könnten und die Bayern bei unmoralischen Angeboten eben doch schwach werden. Es bleiben Fragezeichen.

Unsicherheit herrscht vor allem in der Trainerfrage und dabei gibt es die größte Unsicherheit, sogar Angst vor der Zukunft. Die Bosse Rummenigge und Hoeneß wünschten sich am meisten, dass der 72-jährige Altmeister Jupp Heynckes, nachdem er schon seinen Ruhestand unterbrochen hat und offensichtlich Spaß an der erfolgreichen Arbeit hat, seine Tätigkeit noch ein Jahr fortsetzt. Dass würde dem Verein Luft verschaffen und ein Jahr später womöglich eine bessere Kandidatenliste der Nachfolger möglich machen. Gesucht wird ja ganz einfach ein Klon von Jupp Heynckes. Dies ist der derzeit einzige Kandidat Thomas Tuchel (vorher Dortmund) zweifellos nicht. Ein deutschsprachiger Trainer soll es wohl sein, da böten sich 2019 u. a. Julian Nagelsmann (Hoffenheim), Ralph Hasenhüttl (Leipzig), Jürgen Klopp (Liverpool) oder sogar Niko Kovac (Frankfurt) an. Deren Verträge laufen da aus oder beinhalten Ablösemöglichkeiten. Im Sommer 2018 sieht es anders aus.

Gedanken müssen sich die Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß aber auch über ihre eigenen Nachfolger machen. Rummenigge, seit 1991 im Vorstand, seit 2002 Vorsitzender des Aufsichtsrats, ist 62 Jahre alt, Vereinsvorsitzender Uli Hoeneß, seit 1979 der Motor der erfolgreichen Bayern-Jahre, befindet sich im Rentenalter. Mit 66 Jahren geht das Leben zwar erst los, sang einst Udo Jürgens, was die Bayern angeht, da befindet sich Uli Hoeneß wohl eher in der Endphase seines Schaffens. Die Bayern sind sein Lebenswerk, das hat er immer betont. Jetzt muss er bald die Weichen stellen, damit sein Lebenswerk auch erfolgreich fortbesteht. Da herrscht große Unsicherheit, das ist zu spüren. Da gibt es auch ein bisschen Angst vor der Zukunft, deshalb wollen alle auch die Erfolge der Gegenwart besonders genießen und hoffen noch einmal auf einen großen Triumph wie 2013 das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Titel in der Champions League. Es könnte der letzte Triumph für Rummenigge und Hoeneß sein.

Der FC Bayern München am Scheideweg

Der Verein ist ein Markenzeichen, das selbstbewusste „mia san mia“ ist legendär, in Fußball-Deutschland hält der FC Bayern München fast alle Rekorde, seit fünf Jahren dominiert er in die Bundesliga, seine Titelsammlung ist national unerreicht: 27 Meisterschaften, 18 Pokalsiege, je 6 Siege im Supercup und Ligapokal, dazu international Champions-League-Sieger (2001, 2013), davor Europapokalsieger der Landesmeister (1974, 1975 und 1976 das Triple), Europapokalsieger der Pokalsieger (1967), UEFA-Pokalsieger (1996), Weltpokalsieger (1976, 2001), Klub-Weltmeister (2013) und UEFA-Superpokalsieger (2013). Kein Wunder, dass Bayern München auch auf Europas Bühne Spitze ist und in einem Atemzug mit den englischen und spanischen Spitzenteams genannt wird. Doch jetzt ist der Wurm drin, das Ende der glorreichen Jahre droht – wenn nicht die Wende gelingt. Auf jeden Fall steht der FC Bayern München am Scheideweg.

Als der Deutsche Rekordmeister 2013 unter Jupp Heynckes das begehrte Triple holte, als der Traum vom Sieg in der Champions League in einem deutschen Finale gegen Borussia Dortmund wahr wurde (dazu national Meisterschaft und Pokalsieg), da schien eine glorreiche Zeit für die nächsten Jahre möglich, zumal der Spanier Pep Guardiola als Nachfolger von Heynckes gewonnen werden konnte, damals allgemein als bester Trainer der Welt bezeichnet, nachdem er mit dem FC Barcelona erfolgreich war und „Zauber-Fußball“ bot. So sollte er in München weitermachen, allerdings gelang der große Wurf in der Champions League nicht. Immerhin dominierte Pep mit seinem Team den nationalen Fußball und die Bayern spielten in dieser Phase ihren schönsten Fußball. Den Drei-Jahres-Vertrag wollte der Spanier am Ende nicht verlängern und die Münchner holten sich einen Mann, der offensichtlich weiß, wie man die Champions League gewinnt: Den Italiener Carlo Ancelotti.

Diese Verpflichtung war allerdings ein großes Missverständnis. Der Italiener und sein Trainer-Team konnten die erfolgreiche Arbeit von Guardiola nicht fortsetzen, ganz im Gegenteil, es gab keine positive, sondern eine negative Entwicklung. Ein Jahr lang profitierten Mannschaft und Ancelotti noch von der Arbeit Guardiolas, dann ging es abwärts. Die Politik der langen Leine war verfehlt, die Italiener bildeten offenbar ein eigenes Grüppchen, der Zusammenhalt im Team bröckelte, die Vereinsspitze schaute zu. Die Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß müssen eingestehen, dass sie den schleichenden Niedergang der Mannschaft nicht rechtzeitig aufgehalten haben, dass sie die Stimmen der Führungsspieler ignoriert haben. Wenn sich schon Spieler über ein zu lasches Training beschweren und geheimes Sondertraining betreiben, dann sagt das alles über den Trainer. Das Ende von Carlo Ancelotti nach der 0:3-Niederlage in Paris und dem Debakel einer provokanten Aufstellung, als er die Routiniers brüskierte, kam zu spät. Schon im Sommer hätten Rummenigge und Co. die Reißleine ziehen müssen.

Jetzt hechelt der ruhmreiche FC Bayern sowohl in Deutschland als auch in Europa hinterher. Nach sieben Spielen in der Bundesliga fünf Punkte Abstand zum starken Tabellenführer Borussia Dortmund sind happig und rekordverdächtig. In der Champions League wurde mit der hohen Niederlage in Paris fast schon der Gruppensieg verspielt, im Zweikampf mit Celtic Glasgow geht es um Platz zwei und das Weiterkommen. Dann drohen in der nächsten Runde wieder ein übermächtiger Gegner (Gruppensieger) und das vorzeitige Ausscheiden. Der Traum vom Gewinn der Champions League ist ganz weit weg, zumal Europas Spitzenklubs dank der Oligarchen aus Russland und der Scheichs vor allem aus Katar (Paris) mit Geld um sich schmeißen und eklatant aufrüsten. Da können bodenständige Klubs aus Deutschland nicht mehr mithalten. Spitze in Europa? Das könnte auch für den FC Bayern bald Vergangenheit sein.

Das Problem: Können die Münchner sportlich mit den Spaniern, Engländern und eben Paris nicht mithalten, werden sie nicht nur keine Stars bekommen (weil die Bayern keine 100 Millionen Euro und mehr zahlen wollen bzw. können), sondern auch aufstrebende Talente werden sich andere Vereine suchen, damit sie schneller an die Spitze und an die Geldtöpfe kommen. Dies könnte eine Kettenreaktion auslösen und den Niedergang des stolzen Vereins bedeuten.

Wie dies aufzuhalten ist? Mit einem starken Trainer und einer erfolgreichen Mannschaft. Noch haben die Bayern ein Team, das durchaus in der Lage ist, mit Real Madrid, Barcelona, Paris oder den Klubs aus England mitzuhalten. Dann muss aber teamintern und sportlich alles stimmen. Insofern wird der nächste Trainer auch die Zukunft des Vereins bestimmen, weil auch der Umbruch einer alternden Mannschaft zu bewältigen ist. Eine Herkulesaufgabe. Gerade jetzt können sich die Bayern den Trainer aber nicht aussuchen, sondern müssen nehmen, was auf dem Markt ist. Kein Wunder, dass Dortmunds Ex-Coach Thomas Tuchel als Favorit auf die Ancelotti-Nachfolger genannt wird, nur er ist von den bekannten Trainern frei. Zukunfts-Hoffnungen wie Julian Nagelsmann in Hoffenheim stehen unter Vertrag. Ein Problem, das die Bayern-Bosse im Sommer hätten leichter lösen können. Jetzt müssen sie hoffen, dass sie mit dem neuen Trainer den Abwärtstrend stoppen können und der Weg wieder nach oben zeigt, in die Spitze Deutschlands und Europas. Noch ist die Saison jung, noch ist einiges zu reparieren.

Vergessen werden darf allerdings nicht, dass mit Kapitän Manuel Neuer die Mannschaftsstütze in den entscheidenden Spielen fehlt und jetzt mit Franck Ribery eine weitere Führungsfigur ausfällt. Gerade die Sicherheit, die der beste Torhüter der Welt, Neuer, ausstrahlt, fehlte dem Team bei den letzten Pleiten. Eine verzwickte Situation.

Champions League: Zwiespalt zwischen Kommerz, Posten und Sport

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Die neue Saison der Champions League im Fußball beginnt erst am 12. September, die Weichen dazu wurden am Donnerstag in Monaco gestellt. Kritiker sagen, „das Spannendste an der Champions League ist die Auslosung“. Spannend war sie in der Tat, aber sie offenbarte auch den Zwiespalt, in dem der Fußball steckt.

Da der Kommerz, die Champions League wurde gerade für die großen Klubs fast zur Gelddruckmaschine. Dort das Buhlen um die Stimmen der kleineren Verbände, die manchem UEFA-Funktionär erst den begehrten Posten sichern. Der Sport ist dabei nur das Schlusslicht, er ist das Mittel zum Zweck, dass er überhaupt nur die Fans in die Stadion lockt und zur Attraktivität für die Sponsoren wird, das wird als gegeben angesehen. Motto: Der Sport ist ja da, das andere müssen wir uns sichern.

Die Lostöpfe der Champions League wurden vor einiger Zeit geändert. Früher ging es in erster Linie nach Leistung, die besten Vereine kamen in Lostopf 1, der UEFA-Klubkoeffizient war die Basis. Doch die Top-Funktionäre bei FIFA und UEFA sehen sich auch als Anwalt der kleineren Verbände, weil sie so leicht Stimmen für ihre Wiederwahl gewinnen können. Nur aus diesem Grund geriet der Sport in den Hintergrund. Nun liegen nicht mehr die Kugeln der besten Vereine in Lostopf 1, sondern der Titelverteidiger (Real Madrid war in Spanien auch Meister) und die der Meister der sieben nachfolgenden Verbände der UEFA-Fünfjahreswertung. Dadurch schafften es auch Benfica Lissabon, AS Monaco, Spartak Moskau und Schachtar Donezk in Topf 1. Die Ironie dabei, die insgesamt stärksten Mannschaften tummelten sich in Topf 2! Das ist fast schon eine Art Wettbewerbsverzerrung!

Das der Sport hier nicht im Vordergrund steht, wird dadurch deutlich, dass Moskau nur in Topf 4 zu finden wäre, Monaco und Donezk in Topf 3. So sah Topf 1aus: Real Madrid, Bayern München, FC Chelsea, Juventus Turin, Benfica Lissabon, AS Monaco, Spartak Moskau, Schachtor Donezk. So Topf 2: FC Barcelona, Atletico Madrid, Paris St. Germain, Borussia Dortmund, FC Sevilla, Manchester City, FC Porto, Manchester United als EL-Sieger. So wäre es sportlich richtig gewesen nach der Klubwertung: Topf 1 Real Madrid, Bayern, Barcelona, Atletico Madrid, Juventus, Paris, Dortmund, Sevilla. Topf 2: Benfica, Manchester City, Chelsea, FC Porto, Manchester United, SSC Neapel, Donezk, Tottenham Hotspur. Die Diskrepanz wird deutlich!

Am Los-Glück oder Los-Pech hängt es, ob die Gruppenphase wirklich attraktiv wird oder ob es stimmt, dass die Auslosung der spannendste Teil des Wettbewerbes ist. Die jetzige Aufteilung lässt es auf jeden Fall eher zu, dass auf der einen Seite Hammer-Gruppen entstehen, auf der anderen Seite relativ uninteressante Gruppen, wie diesmal zum Beispiel mit der Gruppe G mit Monaco, Porto, Besiktas Istanbul und RB Leipzig. Das ist gewollt: Eine Chance den Außenseitern! Die Hammer-Gruppe schlechthin ist die Gruppe H mit Real Madrid, Borussia Dortmund, Tottenham Hotspur und dem armen Klub Apoel Nikosia.

Aber kassieren dürfen sie alle, im Marktpool für die Champions League befinden sich 507 Millionen Euro, allein das Startgeld beträgt 15,7 Millionen Euro, ein Verein wie der FC Bayern München rechnet insgesamt mit rund 50 Millionen Einnahmen. Angesichts solcher Zahlen gerät der Sport halt in den Hintergrund. Hauptsache die Kasse stimmt und die Posten werden an die richtigen Leute vergeben, die viel sagen, wenig tun und am liebsten kassieren.

Gefahr!!! Der Fußball wird erpresst!

Gemein hin heißt es, wer attraktiv und interessant ist, hat Probleme, Freunde und Schmarotzer zu unterscheiden. Wer zudem noch viel Geld hat, der zieht die dunklen Gestalten an wie die Motten das Licht. Zweifellos ist der Fußball attraktiv, vor allem ist er in aller Welt beliebt und entsprechend im Gespräch. Immer mehr werden aber die dunklen Seiten des Geschäfts Profi-Fußball deutlich und es tun sich neue Gefahren auf: Der Fußball wird erpresst!

Zuletzt war es so, dass vor allem der üppige Geldfluss für Verstimmungen sorgte. Die Fernsehgelder explodierten und sorgten zum Beispiel dafür, dass die Premiere League in England als Schlaraffenland angesehen wird. Oligarchen aus Russland und Scheichs aus Arabien entdeckten den Fußball als ihr Spielzeug und brachten das System mit unanständigen Angeboten für Gehälter und Ablösesummen zum Wanken. Höhepunkt aktuell der Transfer über 222 Millionen des brasilianischen Stars Neymar von Barcelona nach Paris. Diese Geschäfte sorgen dafür, dass die Kluft zwischen Vereinen und Fans immer größer wird. Doch dabei bleibt es nicht.

Nehmen wir die Bundesliga, das liebste Kind der Deutschen. Der Fußball dominiert alle anderen Sportarten. Doch jetzt treten Erpresser auf den Plan.

Da sind zum einen die Ultras, der harte Kern der Fans. Sie sehen sich als Teil des Fußballs und wollen mitbestimmen. Sie sorgen für Stimmung in den Stadien, beeindrucken mit kreativen Choreografien und leiten daraus ein Mitspracherecht ab. In manchen Vereinen greifen sie gar nach der Macht. Ein Teil der Ultras schreckt auch vor Gewalt nicht zurück und droht Vereinen und Funktionären damit, dass die Gewalt eskalieren könnte (was sie zum Teil auch schon tut), um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die vernünftigen Fans kommen gegen die Chaoten, die mit einem echten Fan nichts zu tun haben, nicht an. Angeblich ist schon ein Zusammenschluss der Ultras im Gange, die mit Gewalt den Fußball quasi aus den Angeln heben wollen. Ist also die Zeit bald vorbei, da der Fußball ein Vergnügen für die ganze Familie war?

Als Gegenmittel gibt es nur eins, zurück zum Ursprung. Verzicht auf die Show auf den Rängen, weniger Stimmung, dafür mehr Sicherheit. Die Ultras feiern sich auf den Rängen ja zum Teil nur selbst, das Spiel ist fast egal, nur Tore werden bejubelt. Und wenn die Spieler nicht funktionieren wie sie wollen, sprich verlieren, dann gibt es auch ihnen gegenüber ein drohendes Imponier- und Machtgehabe. Das ist nichts anderes als Erpressung. Sie wollen ihr Vergnügen (dazu gehören Siege), aber nicht die Arbeit, damit der Spielbetrieb überhaupt läuft. Die anderen sollen organisieren – nach ihren Vorgaben offensichtlich.

Die Spieler selbst aber greifen auch zum Mittel der Erpressung. Der Franzose Dembele bei Borussia Dortmund ist nicht der erste Spieler, der seinem Verein das Messer auf die Brust setzt und seine Freigabe für einen neuen Verein u. a. mit einem Trainingsstreik einfordert. Motto: Der Vertrag ist mir egal, wenn ich wechseln will, dann interessiert mich der nicht. Wehe, der Verein würde sich nicht an die Vertragsinhalte halten! So aber wird der Verein erpresst, was will er mit einem Spieler, der seine Leistung nicht mehr bringt. Da sind Verträge Schall und Rauch.

Eine andere Art der Erpressung gibt es beim Hamburger SV. Der Verein kämpft Jahr für Jahr gegen den Abstieg, blieb als Dino der Bundesliga bisher erhalten, bekommt seine Probleme mit der Mannschaft aber nicht in den Griff. Hauptursache des Dilemmas: Aus zurückliegenden besseren Jahren haben einige Spieler besonders gut dotierte Verträge, die jetzt zum Bremsklotz werden. Der Verein will die Spieler Holtby, Lasogga und Hunt gern transferieren, doch die Spieler wollen nicht oder nur, wenn der neue Verein die lukrativen Verträge übernimmt. Kein Wunder also, dass sich kein Interessent findet. Und so werden die Spieler zu Erpressern, sie kassieren gutes Geld für schlechte Leistung. Hier werden die Verträge keineswegs zu Schall und Rauch.

Wir sehen, die Probleme des Fußballs sind vielfältig, zumal ja die bekannten und alten Probleme der internationalen Verbände und Funktionäre auch noch nicht gänzlich geklärt sind wie Korruption, persönliche Bereichung und andere Sachen, die vor verschiedenen Gerichten geklärt werden. Es ist fast ein Wunder, dass der Fußball überall auf der Welt noch so beliebt ist und die Fans viel Geld ausgeben, um ihre Bewunderung für ihren Verein auszudrücken. Ein Ende dieses Lebens in Luxus ist für den Fußball auf der ganzen Welt aber in Sicht. Auch Erpressungen könnten dazu führen: Alles auf Anfang, zurück zu den Wurzeln. Der Fußball als einfaches Spiel, nicht als das große Geschäft, nicht als Vehikel zur Geldvermehrung.

Die neuen Trends in der Bundesliga

Der „große Fußball“ nimmt uns ab sofort wieder gefangen, die besten Ligen Europas starten wieder mit ihren Punktrunden. Überall diskutieren die Fans, wie ihre Liga denn im Vergleich zu den anderen einzustufen ist, im Prinzip gibt da die UEFA-Rangliste die Antwort: Spanien vor Deutschland, England, Italien und Frankreich. Die Begeisterung ist überall hoch, die meisten Zuschauer kommen allerdings in der Bundesliga und sie spielt auch in den modernsten Stadien. Vorteil Bundesliga also. Doch was sind eigentlich die neuen Trends für die neue Saison? Hier der Versuch einer Antwort:

Videobeweis: Deutschland hat sich gleich vorgedrängt, um den Videobeweis im Punktspielbetrieb zu testen. Was beim Confed-Cup teilweise ein Ärgernis war, soll im Alltag die Ungerechtigkeiten minimieren, der DFB hat dazu wochenlange Schulungen und Tests durchgeführt. Doch die Fans können beruhigt sein, die Diskussionen um strittige Szenen sterben nicht aus, ein bisschen mehr Gerechtigkeit sollte es aber schon bringen. Beim Supercup verlief der Test trotz kleiner Panne erfolgreich, der Videobeweis bestätigte, es war nicht Bayern-Dusel beim 2:1 in Dortmund, sondern richtige Schiedsrichter-Entscheidungen.

Fernsehen: Die TV-Landschaft ändert sich und die Bundesliga-Zuschauer müssen sich an Änderungen und neue Sender gewöhnen. Auf Einzelheiten kann hier verzichtet werden, die Medien sind voll von Übersichten und Fernsehplänen. „Alle Spiele, alle Tore“ bei Sky gibt es nicht mehr, der harte Fan muss auch den Eurosport-Player abonnieren und auf das Internet ausweichen. Was bleibt, sind die ARD-Sportschau und das ZDF-Sportstudio am Samstag, mit Zusammenfassungen sowie die Berichte von den Sonntagspielen in den Dritten Programmen der ARD. Zerstückelt wird der Spielplan, weil auch am Sonntag um 13.30 Uhr und Montag je fünfmal gespielt wird, wegen der Belastung der Klubs im Europapokal. Ach, die armen Profis, an die armen Fans denkt keiner.

Leihspieler: Vom Fernsehen zum Sport. Oder doch nicht? Beim verstärkten Trend der Leihspieler geht es nämlich eigentlich ums Geld. Siehe Neymar, die Ablösesummen explodieren, kleinere Vereine können sich manche Spieler gar nicht mehr leisten. Zum Glück haben die Schwergewichte unter den Klubs im Kader keinen Platz mehr für alle Spieler, zumal Talente frühzeitig gekauft werden, um sie der Konkurrenz weg zu schnappen. Überzählige Spieler brauchen Spielpraxis (da geht es dann doch um den Sport), kleinere Vereine brauchen Spieler, die sie günstig bekommen und schulen sollen. Klingt doch wunderbar. Doch wer zu viel auf Leihspieler setzt, muss jedes Jahr eine neue Mannschaft aufbauen.

Erpressung: Bleiben wir bei den Spielern, die einen neuen „Sport“ entdeckt haben: Erpressung. So neu ist das nicht, scheint aber jetzt ein Trend zu sein. Sie sind mit ihrem alten Verein unzufrieden und wollen an neue Fleischtöpfe. Bestes Beispiel der Franzose Dembele in Dortmund, er will nach Barcelona als Neymar-Ersatz, aber die Borussia verlangt zu viel Geld, als schwänzte er das Training und machte damit deutlich: Meine Zeit bei Euch ist beendet. Ingolstadt suspendierte Tisserand und Hadergjonaj, sie haben zwar Vertrag, wollen aber weg und mit dem Bundesliga-Absteiger nichts mehr zu tun haben, obwohl sie ihre Verträge erst kürzlich verlängert haben. Anstand und Moral haben wohl im Profi-Fußball nichts mehr verloren. Geld regiert die Welt, Wechsel werden mit Erpressung erzwungen.

Junge Trainer: Die Trainer brauchen sich um das schmutzige Profi-Geschäft nicht zu kümmern, sondern um die Spieler, die ihnen der Verein zur Verfügung stellt. Der neue Trend bei den Vereinen: Die alten Namen sind out, junge, unverbrauchte Trainer sind in, weil sie wohl meist auch einen besseren Draht zu den Spielern haben. Doch Erfolge sind damit nicht garantiert. Ein Julian Nagelsmann, der Hoffenheim nach oben brachte und als Vorbild gilt, lässt sich nicht beliebig oft kopieren.

Vielsprachige Trainer: Der Trend zu jungen Trainern wird mit dem Trend zu mehrsprachigen Trainern ergänzt. Ein Beispiel hier der 31jährige Domenico Tedesco, der jetzt Schalke 04 wieder nach oben bringen soll. Zuschauer kommen sich im Training wie in einem Fremdsprachenkurs vor, der Deutsch-Italiener parliert in fünf Sprachen. Das kommt bei dem heutigen Multi-Kulti in den Mannschaften an, der Trainer kann mühelos ohne Dolmetscher mit allen kommunizieren und seine Gedanken an den Mann bringen. Die Vielsprachigkeit ist aber keine Privileg der jungen Trainer, der Italiener Carlo Ancelotti spricht auch spanisch und englisch und sein deutsch wird immer besser. Auch Trainer müssen sich also umstellen.

Dreierkette: Apropos Trainer, eine der spannenden Fragen vor der neuen Saison ist Frage nach der Taktik, nach dem System. Viele sagen ja, „das System ist egal, Hauptsache wir gewinnen“. Aber es zeichnet sich schon der neue Trend ab, dass die „Dreierkette“ immer Freunde gewinnt, weil dadurch mehr Überzahl im Mittelfeld geschaffen werden kann. Andererseits gibt es auch den verstärkten Trend, das System im Spiel je nach Gegebenheit zu variieren. Vielseitigkeit ist auch ein neuer Trend.

Nachspielzeit: Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die Spiele länger dauern. Die Schiedsrichter sind angewiesen, die Nachspielzeit nicht zu knapp zu bemessen, Zeitverzögerungen, um einen knappen Vorsprung über die Runden zu bringen, sollen entsprechend geahndet werden. Das wird die Bayern freuen, der Meister liebt je Tore in der Nachspielzeit.

Bibiana Steinhaus: Endlich ist sie im Oberhaus angekommen, die 38-jährige Hannoveranerin ist die erste Schiedsrichterin in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Ihr Aufstieg wurde von ihren Förderern und den Medien schon lange gefordert, jetzt haben die DFB-Herren am Schaltpult der Macht ein Einsehen gehabt. Es liegt an der Polizeibeamtin, mit guten Leistungen ihre Erstklassigkeit zu bestätigen. Ein Manko räumt sie selbst ein, „ich bin etwas zu langsam, das muss ich kompensieren“, dafür hat sie einen anderen Vorteil: Mit Charme kann sie mancher Diskussion die Brisanz nehmen. Wir wissen, an Durchsetzungsvermögen fehlt es ihr nicht. Dennoch: Meine Herren, geht pfleglich mit der Dame um!

Ansonsten bleibt nur eins: Hoffen wir auf eine schöne und spannende Saison.

Der Fußball und die Probleme der Gesellschaft

Die Bilder der vergangenen Woche, die man vom deutschen Fußball sah, waren erschreckend. Chaoten reagierten in den Stadien ihren Frust über Niederlagen und Abstiege ihrer Mannschaften mit Gewalt ab. Leidtragende waren in erster Linie die Ordner der Vereine und die Polizei, die teilweise in Hundertschaften aufmarschieren mussten, Leidtragender war aber auch der Fußball, der von manchen Kritikern als Verursacher der Gewalt hingestellt wird. Doch das falsch. Der Fußball muss diesbezüglich die Probleme der Gesellschaft ausbaden.

Die Bundesliga hat nicht allein mit diesen Probleme zu kämpfen. England hat sie gehabt, Italien kämpft einen verzweifelten Kampf vor allem gegen Rechtsradikale und Schmähungen von den Tribünen aus, in Polen und Russland gehören Krawalle fast zum normalen Spielbetrieb, „Kampfbrigaden“ aus Russland haben schon die Fußball-Welt erschüttert. In Deutschland hieß es bisher immer, „wir haben die Probleme der Hooligans und Chaoten im Griff“, doch die Vorkommnisse der letzten Wochen beweisen das Gegenteil. Platzsturm in Braunschweig, Attacken von den Rängen aus mit dem Werfen von Sitzschalen und Stangen auf das Feld in München, Aufmarsch der „Fans“ von Dynamo Dresden in Kampfkleidung mit einer „Kriegserklärung“ gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Karlsruhe, Randale und tätliche Angriffe in Dortmund gegen Anhänger von RB Leipzig schon vor dem Stadion. Nur ein Teil, denn die Liste des Horrors ist lang – zu lang.

Der Fußball leidet, ein Zuschauer-Rückgang wird folgen, weil sich zum Beispiel Familien in diesem Umfeld nicht mehr sicher fühlen. Dazu kommt, dass Großereignisse auch im Sport verstärkt ins Blickfeld der Krake Terror rücken. Und die komplette Sicherheit gibt es nicht, unverständlich, dass zum Beispiel immer noch verbotene Pyrotechnik in die Stadien geschmuggelt werden kann. Sind es demnächst Bomben? Ob jemand Unbeteiligter Schaden nimmt, ist diesen Chaoten egal. Sie wollen bewusst gegen Verbote verstoßen. Ein Experte für Fan-Projekte erläutert in einem Interview aber ganz klar: „Ich erkenne kein fußballspezifisches Problem, sondern generell ein gesellschaftliches. Der schwindende Respekt gegenüber Mitmenschen ist eine bedauernswerte Entwicklung, die ich leider auch in anderen Bereichen des Lebens zunehmend registriere.“

Fast ein Hohn ist es, das zur gleichen Zeit darüber diskutiert wird, ob der Fußball nicht für die Einsätze der Polizei zahlen muss. Das Land Bremen hat eine Vereinbarung zwischen Liga und den Bundesländern ignoriert und die Polizei-Einsätze in Rechnung gestellt. Dies wurde zwar in erster Instanz vor Gericht zurückgewiesen, aber vor allem wegen formeller Fehler. Viele Kritiker sehen aber nur das Geld, das im Fußball verdient und umgesetzt wird, aber nicht, dass Polizei-Einsätze grundsätzlich eine Pflicht des Staates sind. Für den öffentlichen Raum ist nur die Polizei als Gesetzhüter verantwortlich. Im Zuge der Gerechtigkeit müssten künftig alle Veranstalter für die Polizei zahlen. Aber nicht sie – oder eben der Fußball – sind Schuld an den Auswüchsen, sondern die Gesellschaft, in der eine gewisse Verrohung immer weiter fortschreitet. Was ja auch nicht verwunderlich ist, wenn sich schon Staatsoberhäupter als Pöpler gefallen.

Was den deutschen Fußball angeht, so muss der Verband die Relegationsspiele überdenken. Gerade diese Endspiele um Auf- und Abstieg beinhalten ein hohes Konfliktpotential. Die Emotionen sind in diesen Spielen besonders stark. Mit einem ausschließlich direkten Auf- und Abstieg könnten sich DFL und DFB viel Ärger ersparen. Eine Änderung diesbezüglich wäre keineswegs ein Einknicken vor den Chaoten. Außerdem sind harte Strafen gegen diese Chaoten in den Fußballstadien angebracht. Aber auch hier kann der Fußball nur zum Teil tätig werden.

Was bedenklich stimmt, ist die Tatsache, dass in vielen Vereinen die sogenannten „Ultras“, die harten Fans, die für Stimmung in den Stadien sorgen, aber für sich auch einen Teil der Macht reklamieren, tatsächlich eine gewisse Macht erreicht haben und die Vorstände unter Druck setzen. Hier müssen die Vorstände eine Grenze ziehen und notfalls auf Stimmung verzichten. Wie in England könnte man mit der Abschaffung der Stehplätze die Grenze deutlich machen. Weniger Begeisterung bedeutet in diesem Fall auch weniger Krawall. Der Fußball darf nicht den Ultras gehören! Und dann würden sich die Spieler auf dem Feld vielleicht auch nicht mehr so sehr genötigt sehen, den Torjubel teilweise aufreizend und den Gegner missachtend auszudehnen. Auch dies heizt die (negative) Stimmung an.

Trotz allem: Fußballstadien können keine Insel der Glücksseligkeit werden, wenn die Menschheit generell verroht.

Bundesliga-Drama auf den Fußball-Bühnen Europas

Auf den Theaterbühnen der Welt wird rezitiert, gesungen, gelacht, geweint, geschimpft, gelogen, betrogen, ja sogar gemordet (natürlich nicht wirklich, sonst gingen den Bühnen ja die Schauspieler aus). All dies zum Vergnügen des Publikums, das, je nach Qualität der Aufführung, begeistert ist oder auch mal buht. Besonders beliebt sind die Dramen, erregende Schauspiele mit einem traurigen Geschehen.

All das, was die Bühnen der Welt ausmacht, erlebte die Bundesliga auf den Fußball-Bühnen Europas. Ja, es wurde sogar versucht, wirklich zu morden. Der Anschlag eines habgierigen Deutsch-Russen auf Borussia Dortmund muss Verständnis dafür wecken, dass die Westfalen im Vergleich mit dem AC Monaco nicht ihre beste Leistung bringen konnten. Es war fast schon ein unmenschlicher Akt, dass die Spieler einen Tag nach dem Attentat wieder auf dem Platz stehen mussten und innerhalb einer Woche drei Spiele bestreiten mussten. Vielleicht war dies sogar gut für die Angst-Aufarbeitung, aber die sportliche Leistung musste leiden. Dennoch: Unter dem Strich bleibt das Bundesliga-Drama mit dem Ausscheiden aller deutschen Klubs in der Champions- und Europa League jeweils im Viertelfinale, wobei nicht nur Dortmund, sondern auch Bayern München und Schalke 04 nicht ohne Drama von der Bühne abtraten. Es war insgesamt ein trauriges Geschehen.

Die Bundesliga hat in diesen Wochen an Reputation verloren. Erstmals seit 2009 gibt es keinen deutscher Vertreter im Halbfinale der Champions League. Die Bayern waren zuletzt fünfmal hintereinander im Halbfinale, 2013 der Glanzpunkt mit einem deutschen Finale und dem glorreichen Triple der Bayern. Heute: Ein Drama. Die Bundesliga behält in der Europa-Rangliste zwar Platz zwei hinter den erfolgreichen Spaniern, aber die Tendenz ist fallend. Dies bestätigt auch der Blick auf die Bundesliga-Saison 2016/17, wo die Top-Klubs allesamt Schwächen zeigen, ganz im Gegensatz zu den Ligen in Spanien, England, Frankreich und Italien. Klar, die Öffentlichkeit liebt Überraschungen von Underdogs wie im Vorjahr von Leicester City in England, aber sie sollten nicht einhergehen mit einem Leistungsabfall der Großen. Das ist in Deutschland so mit Ausnahme von Bayern München.

Ob die Emporkömmlinge von RB Leipzig und der TSG Hoffenheim im nächsten Jahr auf Europas Bühnen für Furore sorgen können, ist noch höchst zweifelhaft. Sie bringen zwar viel Schwung ins Geschehen, aber Bundesliga und die Champions League mit ausgefuchsten Teams und Trainern sind zwei Paar Stiefel. Da sind schon Zweifel angebracht, andererseits gibt es vielleicht große Überraschungen in den Schauspielen. Es muss nicht unbedingt ein Drama sein. Andererseits: Deutsche und Engländer müssten sich mal Gedanken machen, was die Spanier haben, was sie nicht haben. Die spanische Dominanz auf Europas Bühnen ist schon auffällig. Das kann doch nicht daran liegen, dass die Spanier die Dramen lieben?

Nun, die deutschen Entschuldigungen für die schlechten Aufführungen wecken Verständnis. Dortmund litt unter dem Anschlag, München litt unter einem schwachen Schiedsrichter. „Die Schiedsrichter sollten nicht die Pokale verteilen“ hatte der Sport-Grantler am 4. April geschrieben, als wenn er es geahnt hätte. Der Ungar Viktor Kassai hievte Real Madrid mit anerkannten Abseitstoren ins Halbfinale, von einem „Unparteiischen“ zu sprechen, verbietet sich. Fünf zu zwei lauteten seine Fehlentscheidungen zu Gunsten von Real, aber sieben folgenschwere Fehler in einem Spiel dürfen einem internationalen Top-Schiedsrichter nicht passieren. Das reicht normal für eine ganze Saison. Kassai muss mehrere Lehrgänge absolvieren oder aus dem Verkehr gezogen werden.

Auch Schalke 04 wollte in der Europa League nicht ohne Drama ausscheiden, 120 Minuten wirkten wie ein Abbild der Saison, einen ständiges Auf und Ab. Nach einer 3:0-Führung war das 0:2 aus dem Hinspiel gegen Ajax Amsterdam umgekehrt worden, doch dann Fehler und der Gegner traf sogar in Unterzahl.

Die Deutschen also im Halbfinale nur Zuschauer, die Fernsehsender werden sich fragen, für was sie viel Geld bezahlt haben und es leichter verschmerzen, wenn sie bei der neuen Vergabe der Fernsehrechte leer ausgehen. Für die deutschen Fans könnte das zu einem neuen Drama führen. Und was die Zukunft von Bayern München angeht, schließlich gilt der Meister als einer der drei besten Klubs in Europa, da muss man schauen, was kommt. Aber das ist ein eigenes Thema. Hauptsache die Zukunft wird nicht zum Drama.

DFB-Pokal: Die Amateure kämpfen um ihr Fest

Es ist wieder so weit, am Dienstag/Mittwoch (7./8. Februar) befindet sich die Fußballgemeinde in Deutschland wieder im Pokalfieber. In allen Nationen hat der Pokal seinen besonderen Reiz, weil der Vergleich zwischen den großen und kleinen Vereinen nicht alltäglich ist und wenn dann auch noch David gegen Goliath siegt, ist die Begeisterung besonders groß. Vor allem für die Amateur-Klubs ist es ein Feiertag, wenn einmal ein Bundesligist bei ihnen auftaucht. Doch das Fest der Amateure ist in Gefahr.

Immer wieder wird gerade von den großen Klubs eine Pokalreform ins Gespräch gebracht. Früher gab es ja sogar noch Hin- und Rückspiele, die vor allem aus zwei Gründen in Deutschland richtigerweise abgeschafft wurden (in anderen Ländern gibt es sie noch): Einmal schmälert das die Chance der kleineren Klubs, andererseits muss für die international tätigen Vereine ein weiterer Termin im sowieso schon prall gefüllten Kalender untergebracht werden. Die jetzige Regelung könnte eigentlich Bestand haben, mit 64 Vereinen in der ersten Runde, die zuletzt jeweils quasi als Saisonstart vor dem ersten Bundesliga-Spieltag ausgetragen wurde. Wenn, ja wenn nicht dieser frühe Start der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ein Dorn im Auge wäre. Sie würde ihre Klubs lieber vermehrt zu PR-Zwecken ins Ausland schicken. Ein Spiel in Peking bringe mehr als ein Spiel in Walldorf.

DFL-Boss Christian Seifert geht fast perfide vor, wenn er betont, dass die Bundesliga keineswegs die kleinen Klubs vor den Kopf stoßen will und ein Freilos für international spielende Klubs gefordert wird. Er könnte sich statt 64 sogar 128 oder 256 Vereine im DFB-Pokal vorstellen, so dass mehr Klubs vom Geldsegen DFB-Pokal profitieren könnten, aber er verschweigt geflissentlich, dass in diesen ersten Runden die Amateure eben unter sich wären. Zwangsläufig findet die Auswahl schon vorher auf Landesebene statt, ehe sich eben die Landesbesten für die erste Runde auf Bundesebene qualifizieren von dem Festtag träumen dürfen, weil eben richtigerweise die Amateure in allen Runden Heimrecht genießen. Dann muss die Glücksfee eben ein gutes Händchen haben, damit auch wirklich ein Bundesligist kommt und kein Zweitligist. Sonst fällt das Fest natürlich ein wenig kleiner aus.

An diesem Grundprinzip darf nicht gerüttelt werden, wenn in diesem Jahr über die neue Vereinbarung zwischen DFL und DFB um die Zukunft des Pokals verhandelt wird. Die Amateure gehen sogar noch weiter und setzen den Profi-Fußball unter Druck. So hat sich eine Aktionsgemeinschaft „Rettet die Amateurvereine“ gebildet, die mehr Geld vom Profi-Fußball fordert. Initiator ist der frühere Vorsitzende der SpVgg Unterhaching, Engelbert Kupka, der fordert: „Nach dem großartigen Fernsehvertrag der DFL muss mehr Geld an die Amateur fließen.“ Im Grundlagenvertrag, der bis 2023 läuft, sind drei Prozent festgeschrieben, die Aktionsgemeinschaft fordert zehn Prozent der 1,5 Milliarden, also statt 45 Millionen gleich 150 Millionen – dreimal so viel. Diese Probleme sehen die Klubs: Die Amateurvereine sind vielfach am Ende, die Zuschauer fehlen und damit Einnahmen, die Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern wird immer schwieriger, Vereine müssen aufgeben, Spielgemeinschaften allein sind nicht die Rettung. Angeblich mussten bereits 16.000 Mannschaften aufgeben.

Aber die Bundesliga schaut nicht nach unten, sondern über die Grenzen Deutschlands hinaus. Allerdings sollte sie nie vergessen, dass „König Fußball“ Probleme bekommen wird, wenn die Basis weg bricht. Da darf dann nicht auch noch das Fest der Amateure in Frage gestellt werden, denn das ist ebenfalls eine dringend notwendige PR-Arbeit an der Basis. Es ist sicherlich richtig, die Fans in China, Japan oder Amerika für die Bundesliga zu interessieren, aber das darf erst an zweiter Stelle stehen.

Übrigens: In der ersten Runde des Pokals 2016/2017 sind sechs Bundesligisten ausgeschieden, Jetzt im Achtelfinale sind noch neun Bundesligisten vertreten mit drei direkten Duellen (Dortmund – Hertha BSC Berlin, Hamburg – Köln, Bayern München – Wolfsburg), während Astoria Walldorf der letzte Vertreter der kleinen Klubs ist, aber immerhin in der Regionalliga spielt. Zweitligist Arminia Bielefeld ist der Gegner, nachdem Astoria bisher Zweitligist Bochum und Bundesligist Darmstadt ausgeschaltet hatte. Jetzt träumt der Regionalligist vom nächsten Coup. So soll es bleiben: Festtage der Amateure im DFB-Pokal.