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Der FC Bayern im Meister-Rausch

Die Meisterschale ist wieder „dahoam“ – so sehen es zumindest die Münchner! Der FC Bayern ist wieder Deutscher Meister, feiert seinen 34. Titelgewinn und strotzt vor Selbstbewusstsein: Leverkusens „Diebstahl“, die Meisterschaft vor einem Jahr nach elfjähriger Regentschaft der Bayern soll nur eine Ausnahme gewesen sein. Eine Ausnahme war auch, dass die Münchner am Sonntag in einem Luxusrestaurant warteten, ob sie feiern können oder nicht. Erst zum vierten Mal wurden die Bayern quasi auf dem Sofa Meister. Mit Leverkusens 2:2 in Freiburg war der Titel unter Dach und Fach, brachen die Dämme, floss der Champagner. Am heftigsten feierte wohl Harry Kane, sein Meisterfluch ist beendet, endlich hielt der Engländer etwas in der Hand. Genau so ging es auch Landsmann Eric Dier, der ebenfalls noch nie Meister wurde, eine Premiere war ein Titel auch für Olise, Ito, Guerreiro und die Talente Pavlovic, Urbig und Peretz. Die Meisterschaft kam zum richtigen Zeitpunkt, zum 20-jährigen Bestehen der Allianz Arena, die ihre Anschrift jetzt am Franz-Beckenbauer-Platz hat.

Aus dem Feiern kamen die Münchner in den letzten Tagen nicht heraus, der FC Bayern ist quasi im Meister-Rausch, denn die Frauen holten bekanntlich ihren dritten Titel hintereinander bereits am vergangenen Wochenende und machten am Donnerstag mit einem 4:2-Sieg über Werder Bremen im DFB-Pokalfinale das Double perfekt. Dies gelang erstmals in der Vereinsgeschichte, da wurde ebenfalls kräftig gefeiert. Die nächste Sause dürfte dann auf dem Rathausbalkon der Stadt stattfinden. Für ein Triple sollen noch die Basketballer sorgen, die ebenfalls als Favorit auf den Titelgewinn gelten.

Aber zurück zu den Kompany-Schützlingen, die am Samstag nach dem Spiel gegen Gladbach (18.30 Uhr) die Meisterschale überreicht bekommen. Ein besonderer Augenblick nicht nur für Harry Kane, sondern vor allem auch für Thomas Müller, der sein letztes Heimspiel für die Bayern bestreiten wird. Mit jetzt 13 Titeln ist er der Rekordsieger (Manuel Neuer folgt mit 12, nur Bayern-Spieler stehen vorne dran, der erste Nicht-Bayer hat fünf Titel gewonnen).

Die Meisterschaft ist wohlverdient, schließlich stand der FC Bayern seit dem 3. Spieltag ohne Unterbrechung auf Platz 1. Das ist die beste Bilanz seit der Triple-Saison unter Jupp Heynckes 2013. Auch Pep Guardiola hat das nicht geschafft, der Coach, auf den Loblieder gesungen werden. Auf seinen Spuren wandelt Vincent Kompany. Der Belgier kam als Notlösung und erwies sich als Glücksgriff. Er brachte die Bayern wieder in die Spur und beruhigte das Umfeld. Nach 17 Jahren Bayern lobt Thomas Müller: „Ich denke, es ist eine Aufbruchsaison in die richtige Richtung,“ urteilt er und blickt zurück „so richtig hat seit Pep Guardiola keine Trainer-Kader-Mischung nachhaltig gepasst.“ Auch unter dem erfolgreichen Hansi Flick hätte es zwischen Trainer und Verantwortlichen gekriselt. Müllers Einschätzung: Mit Kompany könnte es passen wie mit Guardiola. Zur Erinnerung: Auch Pep hatte einen Makel, die Champions League gewann er mit den Bayern nicht.

Alles Sonnenschein ist beim Meister jedoch nicht, der Pokal soll endlich wieder einmal gewonnen werden und das große Ziel bleiben Erfolge in der Champions League. Da ist Sportvorstand Max Eberl gefordert, der immer wieder hinter vorgehaltener Hand in Frage gestellt wird. Es hapert bei Verstärkungen, es hapert aber auch bei finanziell notwendigen Verkäufen. Die teuren Vertragsverlängerungen einiger Stars sorgten eher für Tadel als für Lob. Jetzt ist auch der Verbleib von Sané unsicher, den Eberl schon vor der Unterschrift sah. Sané aber wechselte plötzlich den Berater, heißt wohl, neue Ziele. Sein Meisterstück könnte Eberl dann machen, wenn er Leverkusens Star Florian Wirtz nach München holt. Plötzlich ist auch Jonathan Tah wieder im Gespräch, der mit dem 2:2 in Freiburg sein erstes Saisontor erzielte und dafür sorgte, dass Bayer den Rekord der Münchner mit 33 ungeschlagenen Auswärtsspielen einstellen konnte.

Apropos Konkurrenz, hinter den beiden Spitzenteams bleibt es spannend. Dortmund hat sich mit sechs ungeschlagenen Spielen (davon fünf Siege) im Kampf um Europa wieder ins Gespräch gebracht, muss aber am Samstag nach Leverkusen und hat Kiel zu Gast. Frankfurt verpasste es mit dem 1:1 in Mainz die CL zu sichern, St. Pauli und der direkte Konkurrent Freiburg sind die letzten Gegner. Die Schwarzwälder verteidigen zäh Platz vier, haben gegen Kiel und die Eintracht alles selbst in der Hand. Auch Leipzig (gegen Bremen und Stuttgart) und Mainz (Bochum, Leverkusen) sind noch im Rennen, kämpfen vor allem aber um Europa League und Conference League. Bei Werder hadert man damit, sich selbst auf dem Weg nach Europa immer wieder ein Bein zu stellen, vielleicht klappt es aber noch gegen Leipzig und Heidenheim. Seltsames in Augsburg, den FCA verlässt zum Saisonende immer der Schwung, im letzten Jahr verlor nach dem erreichten Klassenerhalt die letzten fünf Spiele, jetzt sind nach dem blamablen 1:3 gegen Kiel (Hinspiel schon 1:5!) drei Spiele ohne Sieg. Kiel dagegen hofft nach drei ungeschlagenen Spielen, liegt nur noch einen Zähler hinter Heidenheim, das eine schwere Verletzung von Torhüter Kevin Müller verkraften muss. Nach einem Zusammenprall war er bewusstlos, der Schock bei den Fans war groß, er könnte bei einem Abstieg nicht größer sein. Sicher ist, Trainer Frank Schmidt würde bleiben, das ist auch in Bochum geregelt, bei einem Abstieg bleibt Dieter Hecking am Ruder und soll den Wiederaufstieg schaffen. Wolfsburg hat den Klassenerhalt sicher, Trainer Ralph Hasenhüttl wurde dennoch vorzeitig entlassen, die letzten Spiele coacht U19-Trainer Daniel Bauer an der Seitenlinie. Eine seltsame Entscheidung. Auf Trainersuche muss wohl auch Leverkusen gehen, ein Wechsel von Alonso zu Real Madrid wird immer wahrscheinlicher.

In Sachen Trainer sorgte auch die 2. Bundesliga wieder für Paukenschläge. Die Nerven liegen vor allem in Köln blank, obwohl der Verein auf Platz 2 auf Aufstiegskurs ist. Die letzten Ergebnisse gefielen den Bossen nicht, so musste Trainer Gerhard Struber gehen und mit ihm Sportvorstand Christian Keller, weil er an Struber festhalten wollte. Die Angst vor einem Scheitern soll jetzt ein alter Hase beseitigen, der 71-jährige Friedhelm Funkel, der zum dritten Mal in Köln anheuert und insgesamt schon sechs Aufstiege zu Wege brachte. 2003 hievte er auch den 1. FC nach oben!

Bayern-Frauen wollen eine Ära starten

Wer dominiert künftig den Frauen-Fußball in Deutschland? Das war die Streitfrage zwischen dem VfL Wolfsburg, der stärksten Mannschaft der letzten Jahre, und dem FC Bayern, der zuletzt dreimal Meister wurde, aber bis auf dieses Jahr im Pokal jeweils leer ausging. Jetzt setzten die Bayern-Mädchen mit dem Double ein Zeichen und sie wollen auch künftig dominieren, eine Erfolgsära starten. Das Double (zudem siegte Bayern auch im Supercup gegen Wolfsburg) war eigentlich eine besondere Leistung, weil das Team auch mit Verletzungspech zu kämpfen hatte. So fiel mit Neuzugang Lena Oberdorf, die wohl beste Verstärkung aus Wolfsburg, das ganze Jahr aus und ist quasi ein Neuzugang für die nächste Saison. Lange Zeit fehlte auch Mittelfeld-As Stanway, Torhüterin Grohs musste zudem wegen eines Tumors im Kopf pausieren, wobei die 21-jährige Ena Mahmutovic als Vertreterin bestätigte, das sie wohl das größte Torwarttalent in Deutschland ist.

Die letzten erfolgreichen Jahre trugen die Handschrift von Trainer Alexander Straus, der jetzt nach drei Jahren den Verein verlassen wird und am Sonntag (14.00 Uhr) gegen Essen sein Abschiedsspiel bestreitet. Schon beim Pokalsieg in Köln mit drei Toren von Lea Schüller kamen dem Norweger die Tränen. „Die Erwartungen an uns waren enorm, ich bin erleichtert, weil ich wirklich müde bin. Wir haben es geschafft, Bayern München an die Spitze in Deutschland zu bringen. Das war die große Aufgabe als ich kam.“ Für ihn geht es jetzt in den USA in Los Angeles weiter.

Wer sein Nachfolger wird, steht noch in den Sternen, doch die Aufgabe bleibt groß genug. Wie bei den Männern wollen auch die Frauen auf internationaler Bühne erfolgreich sein, sprich, der Sieg in der Champions League ist das große Ziel, dazu soll es noch Verstärkungen im Sommer geben.

Am letzten Bundesliga-Spieltag der Saison ist nur noch eine Frage offen, nämlich wer Zweiter wird. Die Vizemeisterschaft bedeutet die direkte Qualifikation für die CL, der Dritte muss in eine Entscheidungsrunde. Beste Chancen hat Wolfsburg, das einen Punkt vor Frankfurt liegt, allerdings mit Leverkusen (Vierter) eine schwere Aufgabe hat. Die Frankfurterinnen wollen in Leipzig siegen und sind zuversichtlich: „Wir geben die Hoffnung nicht auf.“

Da stimmt etwas nicht im deutschen Fußball

Die Schlagzeilen gehören natürlich dem Oberhaus, der Bundesliga. Dort spielen die Stars, sind die Stadien voll, geht es um das große Geld. Doch damit die Spitze Werbung für den Fußball betreiben kann, muss es auch darunter stimmen, vor allem an der Basis. Aber in den letzten Tagen wurde im Schatten des Kampfes um die deutsche Meisterschaft wieder einmal deutlich, dass es darunter hapert. Was die Basis angeht, ist es erschreckend, dass es bei den Jugendlichen Nachwuchsprobleme gibt, vor allem bei den Mädchen. Die Jugend wird heute anderweitig abgelenkt, doch insgesamt muss der DFB mehr Führung zeigen. Denn es stimmt etwas nicht im deutschen Fußball.

Das größte Sorgenkind ist wohl die Regionalliga. Die wurde auf gleich fünf Gruppen erweitert, aber es gibt nur vier Aufsteiger, Entscheidungsspiele sind notwendig und das sorgt seit Jahren für Ärger. Der Stein des Weisen ist noch nicht gefunden. Aus fünf Ligen mach vier, wäre die beste Lösung, doch die Regionalverbände können sich nicht einigen. Für viele Vereine ist die Regionalliga ein reiner Überlebenskampf und besonders gebeutelt wird in diesem Jahr die Regionalliga West. Türkspor Dortmund hatte sich bereits aus dem Spielbetrieb verabschiedet, jetzt hat sich auch der KFC Uerdingen zurückgezogen und der 1. FC Düren will nach einem Insolvenzverfahren ebenfalls vorzeitig aufgeben. Chaos pur also.

Auch die Moral bleibt beim Kampf um Erfolg und Geld auf der Strecke. Negativbeispiel in den letzten Tagen die 2. Bundesliga. Es hagelte eine Flut von Trainer-Entlassungen, die es so noch nie gab. Es werden teilweise unrealistische Ziele angepeilt, wenn der ersehnte Erfolg ausbleibt, muss der Trainer gehen. Fünf Entlassungen gab es bisher in der Bundesliga, über ein Dutzend in der Liga darunter, Verträge sind praktisch ein Nichts, unbeschränkt wird geheuert und gefeuert. Den Anfang der Entlassungen in der letzten Woche machte ausgerechnet Markus Anfang in Kaiserslautern. Sie trauten dem Coach den Aufstieg nicht mehr zu. Wenig später wurde das Ende von Trainer Kees van Wonderen zum Saisonende auf Schalke verkündet. Da wollte sich auch Hannover nicht lumpen lassen, Aus für Andre Breitenreiter, er war nur kurz da, folgte Stefan Leitl, der inzwischen Hertha BSC Berlin trainiert. Wer kommt da noch mit? Den Schlusspunkt setzte am Sonntag Preußen Münster, dass sich von Sascha Hildmann trennte. Dabei spielte der in Münster eine besondere Rolle, startete 2020 und führte die Preußen von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga, das Traumziel des Vereins nach 33 Jahren Absenz! Mit Hildmann ging der Held der Fans. Doch Meriten von früher zählen nicht. „Wir setzen auf neue Kräfte im Schlussspurt“ heißt es vom Verein. Münster liegt auf Platz 17, einem direkten Abstiegsplatz, punktgleich mit Ulm auf dem angestrebten Relegationsplatz. Da liegen scheinbar die Nerven blank, Ulm hatte den Trainer auch schon gewechselt. Thomas Wörle war ebenfalls Aufstiegsheld.

Zu den Trainer-Diskussionen der vergangenen Woche passte dann auch Meldung, dass Sandro Wagner die Nationalmannschaft im Sommer nach dem Finale in der Nations League verlassen wird. Eigentlich wollte er bis zur Weltmeisterschaft 2026 bleiben, aber jetzt reizt ihn offensichtlich eine Chefrolle bei einem Verein, allerdings muss er dafür erst seine Trainerausbildung komplett beenden. Interessenten gibt es genügend, Wagner, der in seiner Rolle hinter Julian Nagelsmann vor allem von den Spielern gelobt wird, kann sich quasi den Verein aussuchen. Auch in der Bundesliga werden im Sommer Plätze frei, Leipzig, Wolfsburg und Hoffenheim stehen zur Debatte und auch Leverkusen könnte sich hier einreihen, wenn Real Madrid mit der Alonso-Verpflichtung ernst macht. Angeblich hat Wagner auch ein Faible für England.

Keine Angst um seinen Platz muss Frank Schmidt in Heidenheim haben. Er bleibt wohl der „ewige“ Schmidt an der Ostalb, nach 15 Jahren gelang der Aufstieg in die Bundesliga, die mit einem sensationellen 8. Platz in der ersten Saison endete, aber Boss Holger Sanwald bleibt realistisch: „Wir kämpfen mit Kiel und Bochum um die Relegation“, hatte er schon vor der Saison prophezeit und lässt keine Zweifel am Trainer zu: „Genauso ist es gekommen“.

Die Keller-Meisterschaft

Ja, wir haben die Keller-Meisterschaft beim Kampf um Ab- und Aufstieg. Ziel ist kein Titel, sondern der Relegationsplatz, den derzeit Heidenheim inne hat. Ein spätes Traumtor in Stuttgart und der 1:0-Sieg könnten die entscheidenden Punkte sein. In der Nachspielzeit sicherte sich auch Kiel den 4:3-Sieg gegen Gladbach und stürzte damit Bochum ans Tabellenende, das über ein 1:1 gegen Union nicht hinauskam. Jetzt gibt es ein Endspiel am Freitag in Heidenheim. Zumindest für Bochum, eine Niederlage würde den Abstieg bedeuten, bei dann sieben Punkten Rückstand zum FCH. Verliert Kiel zudem in Augsburg könnte Heidenheim sein Ziel praktisch erreicht haben. Den Klassenerhalt bedeutet das freilich noch nicht, der Dritte der 2. Bundesliga ist nicht zu unterschätzen. Sicher dürfen sich auch Hoffenheim und St. Pauli mit 30 Punkten noch nicht sein.

Bezeichnend, dass das zweite Duell Bochum gegen Union wie das erste Spiel mit 1:1 endete. Damals kam es bekanntlich durch einen Feuerzeugwurf kurz vor Schluss zu einem Skandal. Nach einer langen Unterbrechung gab es einen Nichtangriffspakt, nachdem VfL-Torhüter Drewes verletzt vom Platz musste. Später entschied das Sportgericht auf einen 2:0-Sieg für Bochum. Gegen dieses Urteil ging Union durch alle Instanzen vor, das Ständige Schiedsgericht entschied nun, dass das 2:0 so gewertet bleibt, es wertet den Nichtangriffspakt als Spielabbruch. Union hat sich inzwischen gerettet und will das Urteil akzeptieren.

Harry Kane und die Meisterschaft

In der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga steht der Kampf um Europa im Mittelpunkt und sorgt bei Vereinen und Spielern einerseits für Nervenkitzel, andererseits für schwere Beine. Reihenweise lassen die Klubs Punkte liegen, als wenn keiner nach Europa wollte, dabei wollen sie doch angeblich alle. Wer also siegt, gewinnt doppelt. Frankfurt darf nach dem 4:0 über Leipzig für die Champions League planen, Leipzig ist dagegen dabei, alles zu verspielen. Gewinner waren auch Freiburg mit dem 1:0 in Wolfsburg, bedeutet Platz mit 51 Punkten vor Leipzig (49). Einen Sprung nach vorn machte auch Dortmund, mit einem glücklichen 3:2 bei Hoffenheim, aber am Ende ist das egal. Plötzlich fehlen nur noch drei Zähler zur CL. Alles ist möglich.

Erschreckend dagegen negative Serien von Europa-Kandidaten. Mainz war lange Zeit die Überraschungsmannschaft schlechthin, zuletzt blieb man sechs Spiele ohne Sieg. Auch Gladbach ist der Faden gerissen, vier Spiele ohne Sieg, übertroffen werden beide von Wolfsburg mit sieben Spielen ohne Sieg, dabei hatte man große Ziele. Stuttgart ist froh, dass das Pokalfinale in Berlin stattfindet, also auswärts. Da rechnet man sich gegen Bielefeld was aus und wäre in der Europa League. Im eigenen Stadion kassierte der VfB beim 0:1 gegen Heidenheim dagegen die sechste Niederlage in Folge. Kann das wirklich sein?

Aber was soll Harry Kane sagen? Der Engländer hat noch nie einen Titel gewonnen, jetzt kann sein Traum Wirklichkeit werden, den Bayern fehlt noch ein Unentschieden am Samstag in Leipzig. Aber: Harry Kane ist nicht dabei, er muss eine dumme Gelbsperre absitzen. Doch er darf sich schon als richtiger Meister fühlen, schließlich ist er als Torschützenkönig ein wichtiger Baustein. Oder die Bayern verschieben die Feier mit einer Niederlage, dann kommt Gladbach nach München. Harry Kane könnte dann vielleicht mit einem Tor feiern. Gefeiert hat Thomas Müller: Er kam in den Schlussminuten beim 3:0 gegen Mainz aufs Feld und feierte damit sein 500. Spiel in der Bundesliga, wohlgemerkt alle für die Bayern. Diese Zahl übertreffen nur drei Spieler: Rekordmann Karl-Heinz Körbel (602 für Frankfurt), Manfred Kaltz (581 für den HSV) und Michael Lameck (518 für Bochum). Wirklich schade, dass er geht bzw. gehen muss.

Der Traum vom Rekord

Gefeiert haben auch die Frauen des FC Bayern, mit einem 3:1-Sieg gegen Freiburg sicherten sie sich vorzeitig die deutsche Meisterschaft, die siebte insgesamt und die dritte am Stück. Jetzt wollen sie noch einen neuen Vereinsrekord aufstellen, nämlich erstmals das Double holen. in Sachen Pokalsieg stand zuletzt immer Seriensieger Wolfsburg im Weg, jetzt heißt der Gegner Werder Bremen, Siebter der Bundesliga. Deshalb haben die Bayern-Mädchen auch mit der Handbremse gefeiert, damit sie am Donnerstag beim Endspiel in Köln (16.00Uhr/ARD) auch fit sind. Das Stadion ist bereits ausverkauft. Frauen-Fußball hat an Bedeutung gewonnen.

Das merkte auch Union Berlin. Die Frauen schafften gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg den Aufstieg in die Bundesliga, für sie eine Premiere. Die Vorfreude in Berlin auf die Bundesliga ist groß, Union hatte zuletzt einen Zuschauerschnitt von 5500 Fans! Auch der Dritte kann übrigens aufsteigen, das ist im Moment der HSV mit vier Punkten Vorsprung vor Meppen. Dagegen steht Turbine Potsdam als einziger Absteiger der Bundesliga, die ja auf 14 Vereine aufgestockt wird, fest. Von der Bundesliga träumen sie auch in Dortmund und auf Schalke. Noch kämpfen sie aber in der Westfalenliga um den Aufstieg in die Regionalliga. Das Derby sahen 10.000 Zuschauer in Dortmund und dabei einen 2:1-Sieg, was die Tabellenführung bedeutet. Beide waren vorher punktgleich und unternehmen alles, um langfristig in der Bundesliga zu landen.

Bundesliga-Lust nach Europa-Frust

Das Ausscheiden in den europäischen Wettbewerben ist abgehakt, die deutschen Bundesligisten konzentrieren sich auf das nationale Geschehen und kämpfen darum, im nächsten Jahr wieder auf Europas Bühnen mitmischen zu können. Auffallend: Nach dem Ausscheiden folgten Siege bzw. Punktgewinne, also Bundesliga-Lust nach dem Europa-Frust. Aber leider kommt man an einem Urteil nicht vorbei: Stark in der Bundesliga, schwach auf dem internationalen Parkett (zu diesem Thema der nächste Blog: „Ist die Bundesliga international nur noch zweitklassig?“).

Lust und Frust vor allem bei Bayern München und Borussia Dortmund, die im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden sind. Für die Bayern war Inter Mailand zu stark, der 1. FC Heidenheim wiederum zu schwach. Das Team von der Ostalb wurde buchstäblich an die Wand gespielt, FCH-Trainer Frank Schmidt urteilte resigniert nach dem 0:4 „Wir :hatten keine Chance“. So bekam der junge Neuer-Vertreter Jonas Urbig ein besonderes Geschenk: Sein erstes Zu-Null-Spiel! Der Meistertitel bedeutet für München jetzt mehr als nur das tägliche Brot, die Saison wird diesmal nicht ohne Silberware beendet. Es kann fast nichts mehr passieren, nachdem sich Titelverteidiger Bayer Leverkusen einen Ausrutscher bei St. Pauli (1:1) leistete, bedeutet acht Punkte Rückstand. „Da haben wir fast keine Chance mehr, aber wir werden alles versuchen,“ sagt Bayer-Trainer Xabi Alonso pflichtgemäß. Die Entscheidung könnte schon am Samstag fallen, wenn die Bayern Mainz schlagen und Leverkusen gegen die Remis-Könige aus Augsburg wieder nicht gewinnt. Mit dem Ausscheiden in der CL gegen München haben die Alonso-Schützlinge auch ihr Gewinner-Gen verloren. Das Restprogramm spricht für den Tabellenführer: Mainz (H), Leipzig (A), Gladbach (H), Hoffenheim (A) sind die Gegner, eine um 29 Tore bessere Tordifferenz bedeutet zudem quasi einen Zähler mehr. Und Leverkusen kann auch noch Federn lassen gegen Augsburg (H), Freiburg (A), Dortmund (H) und Mainz (A).

In München fällt auf, dass nach dem Ausscheiden in der Champions League Trainer Vincent Kompany in keinster Weise in der Kritik stand. Das war bei seinen Vorgängern Thomas Tuchel, Niko Kovac, Carlo Ancelotti und Julian Nagelsmann noch anders. Offensichtlich der wesentliche Unterschied: Kompany verliert die Kabine nicht, die Mannschaft steht hinter ihm. „Er ist intelligent, einfallsreich und hat es geschafft, dass die Unruhe im Verein nicht in die Kabine dringt. Er stellt sich immer vor seine Spieler,“ lobte Joshua Kimmich, in Heidenheim Kapitän. Jetzt träumen zumindest schon die Fans von der Feier auf dem Marienplatz, was auch Thomas Müller gefallen wird, der dann (neben einem Abschiedsspiel) einen schönen Abschied hätte. Feiern werden vor allem auch die Engländer Harry Kane und Eric Dier, beide früher zusammen bei Tottenham und noch ohne Titel. Vor allem Kane ging vor allem zu den Bayern, weil er es für sicher hielt, dort was Glänzendes zu gewinnen!

Bei Titelverteidiger Bayer Leverkusen ist es mit der Ruhe vorbei. In der letzten Saison noch ungeschlagen und auf Wolke sieben, gibt es jetzt immer mehr Unruhe. Es geht um die Zukunft, bleiben Trainer Alonso und Talent Florian Wirtz? Klub-Chef Fernando Carro hat Alonso ein Ultimatum gesetzt: „Wir können nicht bis zum Saisonende auf seine Entscheidung warten.“ Immer mehr kommt Real Madrid ins Gespräch, dort fehlte zuletzt der Erfolg und es wird gemunkelt, dass Carlo Ancelotti noch vor Saisonschluss hinwerfen könnte. Kandidat Nummer 1 Xabi Alonso, der will abwarten, was passiert. Um Wirtz buhlen neben Real auch Pep Guardiola für Manchester City und die Bayern sind immer im Gespräch.

Bundesliga-Lust ist vor allem auch bei Borussia Dortmund zu spüren. Das Ausscheiden in der CL war ja sogar mit einem Erfolgserlebnis verbunden, der 3:1-Sieg gegen den FC Barcelona machte Mut, half zwar nach dem 0:4 im Hinspiel nicht mehr, aber immerhin war es Barcas erste Niederlage in diesem Jahr. Und Dortmund will in der Bundesliga weiter auf dieser Welle reiten, das zeigte sich schon beim 3:2-Sieg gegen Gladbach. So zog Dortmund, vier Spiele ungeschlagen, am Namensvetter (drei Spiele ohne Sieg) in der Tabelle vorbei und im Kampf um Platz vier für die Champions League hat sich die Situation verbessert, da die Konkurrenz größtenteils Federn lassen musste. So schaffte Leipzig keinen Heimsieg gegen Schlusslicht Kiel. Frankfurt festigte trotz eines 0:0 in Augsburg damit Rang drei, aber von der Eintracht (52 Punkte) bis zum FCA auf Platz 10 (43) reichen die Kandidaten für einen Platz für Europa, den im Moment nach Leipzig (49) noch Freiburg (49) für Europa League und Mainz (47/für Conference League, auch in der Krise, fünf Spiele ohne Sieg) einnehmen.

Da kann ein Blick aufs Restprogramm nicht schaden: Frankfurt: Leipzig (H), Mainz (A), St. Pauli (H), Freiburg (A). – Leipzig: Frankfurt (A), München (H), Bremen (A), Stuttgart (H). – Freiburg: Wolfsburg (A), Leverkusen (H), Kiel (A), Frankfurt (H). – Mainz: München (A), Frankfurt (H), Bochum (A), Leverkusen (H). – Dortmund: Hoffenheim (A), Wolfsburg (H), Leverkusen (A), Kiel (H). – Bremen: St. Pauli (H), Union (A), Leipzig (H), Heidenheim (A). – Gladbach: Kiel (A), Hoffenheim (H), München (A), Wolfsburg (H). Augsburg: Leverkusen (A), Kiel (H), Stuttgart (A), Union (H).

Man sieht, es gibt noch viele direkte Duelle, Dortmund könnte mit das leichteste Restprogramm haben. Die Hoffnung auf einen CL-Platz lebt. Bei den Vereinen, die nicht direkt zum Favoritenkreis gehören, wird auf Understatement gemacht, so in Augsburg, da heißt es „wir denken nur von Spiel zu Spiel.“ Anders wiederum in Stuttgart, der VfB ist zurückgefallen, er muss sich auf das Pokalfinale am 24. Mai gegen Bielefeld konzentrieren, was bei einem Sieg wiederum die Tür zur Europa League öffnet.

Was noch am Rande geschah: Einen Bundesliga-Rekord gab es beim 4:4 zwischen Union Berlin und Stuttgart, das Ergebnis stand schon zur Halbzeit fest, acht Tore in der ersten Hälfte gab es noch nie! Und das im 100. BL-Heimspiel von Union. Außerdem wurde damit der Klassenerhalt sichergestellt. Bemerkenswertes auch in Freiburg. Nicht der 3:2-Sieg gegen Hoffenheim, sondern dass 5442 Fans im Rahmen einer Spendenaktion mit dem Fahrrad zum Spiel kamen!

Apropos Hoffenheim: Da gerät Trainer Christian Ilzer immer mehr in die Schusslinie, seine Zeit wird wohl nach der Saison abgelaufen sein. Noch ist der Klassenerhalt nicht perfekt. Der VfL Wolfsburg muss nicht mehr zittern, aber Platz 12 ist nicht das, was man sich in der VW-Stadt vorgestellt hat und deshalb dürfte auch dort am Saisonende für Trainer Ralph Hasenhüttl Schluss sein. Anders bei Schlusslicht Kiel, da hat man den Vertrag mit Aufstiegscoach Rapp verlängert.

Straus legt ein Ei ins Osternest

Das war ein Paukenschlag, als Trainer Alexander Straus verkündete, dass er Bayern München am Saisonende verlassen werde. Straus legte dem Verein ein Ei ist Osternest. Der 49-jährige Norweger coachte drei Jahre lang die Bayern-Frauen und führte sie jeweils zur Meisterschaft, die auch diesmal fast sicher ist. Als krönender Abschluss könnte es mit einem Pokalsieg das Double werden. Straus zieht es nach Amerika, wo er den Angel City FC in Los Angeles übernehmen wird.

Damit sind beide Bundesliga-Spitzenteams auf Trainersuche, denn bekanntlich hat beim VfL Wolfsburg Tommy Stroot das Ruder bereits aus der Hand gegeben. Als sein möglicher Nachfolger galt Stephan Lerch, der auch sein Vorgänger war, doch jetzt wird er auch bei den Bayern gehandelt. In München im Gespräch ist auch Andries Jonker, derzeit Nationaltrainer der Niederlande. Jonker kennt die Bayern, war er doch von 2009 bis 2011 Co-Trainer bei den Männern und sogar nach der Beurlaubung von Louis van Gaal einige Monate lang Cheftrainer.

Zunächst wollen die Bayern-Mädchen aber die Meisterschaft wirklich unter Dach und Fach bringen. Das könnte am Sonntag (14.00 Uhr) gegen den Fünften SC Freiburg gelingen. Doch die Freiburgerinnen bereiteten den Bayern oft Probleme, im Hinspiel gab es ein 2:2. Das würde noch nicht reichen, um den Titel sicher zu haben. Wolfsburg erwartet am Montag (18.00 Uhr) Hoffenheim.

Ist die Bundesliga international bald nur noch zweitklassig?

Das ist ein Schock für die Fußball-Bundesliga: Bayern München raus, Borussia Dortmund raus, Eintracht Frankfurt raus – das Halbfinale der europäischen Wettbewerbe findet ohne deutsche Beteiligung statt (wahrscheinlich wird nicht einmal ein Schiedsrichter nominiert!). So eine katastrophale Bilanz hat es zuletzt vor vier Jahren gegeben, insgesamt sogar nur dreimal (nach 2020/21 zuvor 2016/17 und 2004/05). Mit acht Vereinen war die Bundesliga in den drei Wettbewerben angetreten, keiner kam bis zum Halbfinale durch. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr stand Dortmund noch im CL-Finale (0:2 gegen Real Madrid), Bayern im Halbfinale und Leverkusen im EL-Finale (0:3 gegen Atalanta Bergamo). Die Brust war breit.

Vor der Saison war man in der Bundesliga noch stolz, denn gleich fünf Teams durften in der Champions League antreten, zwei in der Europa League und der Achte, Heidenheim, zudem in der Conference League. Aber schon in der Liga-Phase gab es Enttäuschungen. In der Champions League schieden der VfB Stuttgart und RB Leipzig (32./nur ein Sieg) sang- und klanglos aus, München und Dortmund mussten in die Play-Offs (kamen beide immerhin weiter) und nur Leverkusen schaffte es als Sechster direkt ins Achtelfinale. Dort freilich das Pech, dass Bayern und Bayer aufeinander trafen, in diesem Vergleich zeigten die Münchner ihre wohl beste Saisonleistung. Dortmund schaltete Lille aus, doch im Viertelfinale war für beide Bundesligisten Schluss. Die Bayern haderten beim 1:2 und 2:2 gegen Inter Mailand mit dem Verletzungspech, erlaubten sich allerdings auf dem internationalen Parkett auch unverzeihliche Fehler. Dortmund geriet mit 0:4 in Barcelona unter die Räder, schaffte aber im Rückspiel mit einem 3:1-Sieg (Barcas erste Niederlage 2025) ein Stück Wiedergutmachung.

In der Europa League überzeugte Eintracht Frankfurt, die alte Europapokal-Euphorie wurde wieder spürbar, aber dennoch war ebenfalls im Viertelfinale Endstation. Das 1:1 bei Tottenham weckte noch Hoffnungen, doch im Rückspiel waren die Frankfurter unglücklich, die Verletzung von Mario Götze verunsicherte das Team und ein dummer Elfmeter brachte mit dem 0:1 das Aus. Hoffenheim war bereits in der Liga-Phase ausgeschieden. Kein Glanzstück also. Die Newcomer aus Heidenheim zeigten dagegen bewundernswerte Leistungen auf ihrem ungewohnten Terrain, blieben lange Zeit sogar ungeschlagen, feierten das Gastspiel von Weltklub Chelsea London in ihrem kleinen Städtchen an der Ostalb und schieden erst im Achtelfinale unglücklich gegen Kopenhagen aus. Ihr Europa-Abenteuer bezahlen aber mit dem Abstiegskampf in diesem Jahr.

Jetzt also das Halbfinale ohne deutsche Beteiligung. Das dürfte sich langfristig auf die Reputation der Bundesliga auswirken, schließlich zählt sich die Liga selbst zur Spitze in Europa, konnte das diesmal aber nicht bestätigen. Droht also bald die Zweitklassigkeit? Bei der Auslandsvermarktung könnte dies in nächster Zeit spürbar werden. Immerhin ist Platz vier in der UEFA-Rangliste durch die Erfolge in der Vergangenheit vorerst nicht gefährdet, bedeutet vier Plätze in der Champions League, aber von fünf Teilnehmern darf man vorerst nicht mehr träumen. Dagegen zeigte sich die Premier League wieder einmal als Spitzenliga, brachte vier Vereine in die Halbfinals, Spanien ist mit drei vertreten, Italien immer noch mit zwei. Dazu kommt Paris in der CL, Djurgarden IF aus Schweden schaffte es ins Halbfinale der Conference League, die Sensation aber war FK Bodö/Glimt aus Norwegen, das in der EL bis ins Halbfinale vordrang. Das schaffte noch nie ein norwegischer Verein. Glimt ist ein kleines Städtchen mit 50.000 Einwohner nördlich des Polarkreises und schaltete im Viertelfinale Lazio Rom aus. Die Sensation gelang schon in Rom mit einem 2:0-Sieg. Die Nordländer liefen bei warmen Temperaturen offensichtlich heiß.

Die deutschen Klubs sind für den Rest der Saison also nur Zuschauer, umso heftiger werden die Plätze für die europäischen Wettbewerbe in den letzten Spielen umkämpft sein. Bayern und Dortmund bekommen die neue Klub-Weltmeisterschaft in den USA im Sommer als zusätzliche Aufgabe und könnten da den Ruf der Bundesliga wieder ein bisschen aufpolieren.

Das sind die Halbfinals in Europa: Champions League (29./30. April, 6./7,. Mai): FC Arsenal – Paris St. Germain, FC Barcelona – Inter Mailand. Europa League (1./8. Mai): Tottenham – Bodö/Glimt, Bilbao/Manchester United. Conference League (1./8. Mai): Betis Sevilla – AC Florenz, Chelsea London – Djurgardens IF.

Bundesliga: Im Titelkampf geht es um Geld und Wirtz

Ja, will denn keiner Meister werden? Mit sechs Punkten Vorsprung gehen die Bayern weiterhin in die letzten fünf Spiele der Saison, es hätten acht sein können, aus Bayer-Sicht aber auch nur vier. Weil aber beide Kontrahenten den Schneckengang einlegten, sowohl gegen Dortmund beim 2:2 als auch gegen Union Berlin beim blassen 0:0 nur ein Unentschieden erreichten, bleibt alles wie es war. Aber die Spiele standen gar nicht im Mittelpunkt, man hat das Gefühl, im Titelkampf geht es statt um Punkte um Geld und die Zukunft von Florian Wirtz.

Bayers Superstar feierte gegen die Berliner sein Comeback nach einer Verletzungspause, konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben. Was seine Zukunft angeht, bleibt er immer im Gespräch. Angeblich sind inzwischen 250 Millionen Euro für einen Wechsel aufgerufen. Da tönt es aus München, „so viel Geld haben wir nicht“. Bisher war das Festgeldkonto der Bayern legendär, jetzt bremste ausgerechnet Ehrenpräsident Uli Hoeneß: „Der FC Bayern muss ganz klar sparen. Von unserem Festgeldkonto ist nicht mehr viel da“, sagte er in einem Interview und schob nach, „wenn wir 50 Millionen brauchen, müssen wir in die Kreditabteilung einer Bank“. Bayern und die Kreditabteilung, früher ein Horrorszenario. War das nur eine Hoeneß-Plauderei für die Schlagzeilen? Boss Jan-Christian Dreesen sieht das Festgeldkonto noch gut gefüllt: „Es ist noch genug drauf, für wen es auch immer reichen mag.“ Der Mann sollte sich auskennen, schließlich führte er die Kreditabteilung einer Bank. Außerdem: In Champions League und bei der Klub-WM winken den Bayern jeweils über 100 Millionen Euro Einnahmen!

Nur, für wen braucht es Geld? Natürlich ist wieder Florian Wirtz im Gespräch mit den üblichen Spekulationen.Jede Woche wird neu aufgekocht in der Gerüchteküche mit Blick auf Real Madrid und Bayern. Real droht das Aus in der Champions League, da droht auch das Aus für Trainer Carlo Ancelotti, dem sowieso Amtsmüdigkeit nachgesagt wird. Der Nachfolger natürlich Xabi Alonso, der Wirtz mitbringt. Oder doch nicht? Will Wirtz lieber nach München, die Eltern, die den Sohn beraten, sollen schon öfters bei einem Herrn am Tegernsee zum Essen eingeladen worden sein. Dort wohnt Uli Hoeneß… Der wiederum meint, dass das Festgeldkonto durch die teuren Vertragsverlängerungen von Musiala, Kimmich und Davies geplündert wurde. Sportvorstand Max Eberl sprach aber auch wieder in Rätseln, als er zur Nichtverlängerung des Vertrags von Thomas Müller orakelte: „Das passt nicht ins Konzept, was wir im Sommer vorhaben.“ Wirtz statt Müller?

Im Moment ist Müller kür die Bayern noch unverzichtbar, das zeigte sich sowohl beim 1:2 gegen Inter Mailand als auch beim 2:2 gegen Dortmund. Gegen Inter saß er zunächst auf der Bank, kam spät, schoss aber sofort das Tor zum 1:1. Er wurde vom Publikum gefeiert und es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Allerdings sorgte Trainer Vincent Kompany für ein seltsames Kunststück: Er wechselte gleichzeitig den Erfolg (Tor Müller), als auch die Niederlage ein (Fehler Boey beim 1:2)! Gegen Dortmund durfte Müller von Anfang an ran und zeigte seinen Wert, für die Tore sorgten aber wieder Einwechselspieler: Ausgerechnet Guerreiro (gegen Inter schwach) und Serge Gnabry. der lang Vergessene, der vor dem Tor zum 2:1 durch Dortmunds Abwehr tanzte. Da kommt schon wieder ein Rätsel auf Max Eberl zu: Die Bayern zögern, ob sie die Verträge mit Sané und Gnaby verlängern sollen. Beide waren lange Zeit nicht in Bestform, trumpfen aber plötzlich auf. Was tun? Ein ähnliches Problem hat auch Werder Bremen. Dort soll Oliver Burke gehen, doch jetzt darf er spielen und schießt entscheidende Tore, wie beim Sieg in Stuttgart.

Übrigens gibt es in der Bundesliga nicht nur an der Spitze ein Schneckenrennen, dahinter ist die Situation unklar, einmal sind die einen in Form, dann wieder die anderen, Konstanz fehlt. Eigentlich wollen doch alle nach Europa, aber nicht alle zeigen es. Von der Champiions League träumen darf Eintracht Frankfurt, dass in der Europa League beim 1:1 bei Tottenham überzeugte und mit einem 3:0 gegen Heidenheim Rang drei in der Bundesliga festigte. Dahinter taucht wieder Leipzig auf, ein 3:2-Sieg in Wolfsburg sorgte für einen Sprung nach oben. 48 Punkte bedeuten Rang vier, dahinter kämpfen aber mit Mainz (46), Freiburg (45), Gladbach (44), Dortmund, Bremen, Augsburg (alle 42!) und Stuttgart (40) mindestens sieben Klubs um drei Plätze in CL und EL. Dabei hat der VfB mit einem Sieg im Pokalfinale noch einen Notausgang nach Europa.

Bayerns Hoffnung: Es ist erst Halbzeit

In dieser Woche steht aber erst wieder einmal Europa im Mittelpunkt. Frankfurt hat (siehe oben), die beste Ausgangsposition, um das EL-Halbfinale zu erreichen. Dortmund kämpft dagegen vor allem um die Ehre, denn die 0:4-Pleite in Barcelona war für den guten Ruf abträglich. Wie befürchtet brachte das Sturm-Trio Lamina Yamal, Lewandowski und Raphinha die Borussia-Abwehr gehörig durcheinander. Die Bayern dagegen haben noch Hoffnung, machen sich damit Mut, dass im Vergleich mit Inter erst „Halbzeit“ sei und vertrauen darauf, dass sie in der zweiten Halbzeit oft Spiele gedreht haben. Zu dem Duell gibt es eine interessante Statistik: Die Bayern gewannen bisher alle drei CL-Spiele in Mailand, zuletzt 2022 mit 2:0. Das aber war auch die letzte Heimniederlage von Inter, das seitdem in der Champions League 17 Heimsiege zu Buche stehen hat. Da haben beide Teams einen Mutmacher… Mit Barcelona, Paris St. Germain (3:1 gegen Aston Villa) und Inter können drei Meister im Halbfinale vertreten sein, fast eine echte Champions League also. Außenseiter wäre nur Arsenal London, das ein 3:0-Polster gegen Real hat, aber Madrid zeigte schon tolle Aufholjagden.

Bayern-Frauen können fast feiern

Die Männer des FC Bayern haben gerade Probleme mit dem Tore schießen, die Frauen zeigen ihnen, was Effektivität bedeutet. Beim 3:0-Sieg in Frankfurt waren ungefähr drei Chancen auch drei Tore durch Schüller, Bühl und Harder. Vor 30500 Zuschauern im Deutsche-Bank-Park konnten die Eintracht-Mädchen ihre Chance nicht nutzen, dem Tabellenführer die Meisterschaft noch streitig zu machen. Nachdem auch Wolfsburg beim 1:1 in Freiburg patzte, haben die Bayern-Frauen drei Spieltage vor Saisonschluss acht Punkte Vorsprung vor Wolfsburg. Frankfurt liegt einen weiteren Zähler zurück, der Halbzeitmeister muss jetzt um Platz zwei und die direkte Qualifikation für die Champions League kämpfen. Gegen die Bayern konnten einige Ausfälle nicht verkraftet werden.

In München kann fast gefeiert werden, Freiburg, Jena und Essen sind die letzten Gegner, zuerst gibt es an Ostern allerdings eine Pause. Gewinnen die Bayern-Mädchen gegen Freiburg könnten sie in einer Woche zwei Titel feiern, die zweite Möglichkeit gibt es am 1. Mai im Pokalfinale in Köln gegen Werder Bremen. Die Münchnerinnen wollen dem Gegner keine Chance lassen. Trainer Alexander Straus nach dem 3:0-Sieg: „Wir haben die Erfahrung, wie man Spiele gewinnt.“ Für Torjägerin Lea Schüller war „alles perfekt“. Durch das Ausscheiden im Viertelfinale der Champions League wird es trotzdem keine perfekte Saison. Aber ein guter Trost wäre es, wenn die Frauen mit den Männern am Marienplatz in München die Meisterschaft feiern könnten. Kommt darauf an, ob Kane und Co. von den Frauen in Sachen Effizienz lernen…

Großer Masters-Abschied von Bernhard Langer

Die Golfer spielen in Deutschland oft unter dem Radar der Öffentlichkeit, dabei können sie mit einem Athleten aufwarten, der international eine Reputation und Beliebtheit aufweist, wie kaum ein anderer Sportler oder Sportlerin hierzulande. Der Augsburger Bernhard Langer war einst die erste Nummer 1 der Weltrangliste und zweifacher Master-Sieger in Augusta. 40 Jahre nach seinem ersten Erfolg feierte der inzwischen 67-Jährige seinen Abschied vom Masters. Um einen Schlag verpasste er den Cut für das Wochenende, obwohl er fast sein bestes Golf spielte. Die Zuschauer feierten ihn mit Standing Ovations, Spieler und Veranstalter ehrten ihn am Schluss mit besonderen Überraschungen. Sohn Jason stand als Caddie an der Seite des Vaters, aber nicht nur die ganze Familie war an seinem Ehrentag da, sondern Bekannte und Freunde aus der ganzen Welt. Ein Abschied vom Golf war es für Langer noch nicht, auf der Champions Tour der über 50-Jährigen will er noch ein bisschen mitmischen. Hier brach er fast alle Rekorde.

Noch einer feierte ausgiebig: Für Roy McIllroy ging ein Traum in Erfüllung, er gewann nach 14 Anläufen erstmals das Masters, im Stechen gegen Justin Rose. Damit hat der Nordire den Grand Slam perfekt, er hat jetzt alle Major-Turniere gewonnen. Belohnt wurde das mit 4,2 Millionen Dollar Preisgeld.

Dortmund lacht wieder, Bayern hadert, Bayer hofft

Die entscheidenden Wochen im Profi-Fußball haben es in sich, sie beherrschen die Schlagzeilen. Das Geschehen auf dem grünen Rasen ist eigentlich interessant genug, doch wurde es in den letzten Tagen durch zwei Abschiedsmeldungen in den Schatten gestellt. Vor allem die Nachricht, dass die Karriere von Thomas Müller nach dieser Saison in München endet, überraschte. Da war die Meldung, dass Mats Hummels seine Karriere im Sommer beendet, nicht mehr so der Knüller. Er hatte in Rom noch einmal ein Auslandserlebnis, aber eigentlich war seine Karriere nach dem Abschied aus Dortmund vorbei.

Anders sieht es in München aus. Bei den Bayern wird gehadert, nicht nur, weil sie den Abschied der Vereins-Legende nicht sauber hingekriegt haben, sondern auch, weil Verletzungen die gesteckten Ziele in den wichtigsten Spielen des Jahres gefährden. Nachdem sich Jamal Musiala beim 3:1-Sieg in Augsburg einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zuzog und vielleicht sogar bis Saisonende ausfällt, ist vor allem einer gefordert: Thomas Müller. Bei dem Hickhack um seine Vertragsverlängerung machte vor allem einer eine schlechte Figur: Sportvorstand Max Eberl. Er wurde zwar gelobt, dass er die Verträge von Davies, Musiala und Kimmich verlängern konnte, doch für Müller war offensichtlich kein Geld mehr da. Aber anstatt in Ruhe zu verhandeln und mit einem Ergebnis gemeinsam an die Öffentlichkeit zu gehen, wurde ein Ende in Würde verspielt. Das war von den Bayern-Verantwortlichen nicht meisterlich.

Ob es die Spieler besser machen? Trainer Vincent Kompany muss nach den Ausfällen von Neuer, Davies, Upamecano, Coman, Pavlovic und Musiala buchstäblich mit dem letzten Aufgebot antreten, an Rotation ist nicht mehr zu denken, in Mittelfeld und Abwehr geht die Not um. So bangt Torjäger Harry Kane um sein großes Ziel, endlich einmal einen Pokal zu gewinnen. Auch um ihn hatten die Bayern Angst, aber ein geschwollener Knöchel zwingt ihn nicht zur Pause. Geschehen ist das beim 3:1 in Augsburg bei einer entscheidenden Szene. Beim Stand von 1:1 grätschte FCA-Abwehrmann Zesiger von hinten, um Kane zu stoppen, traf zwar den Ball, aber auch Kane – von hinten! Schiedsrichter Dr. Jöllenbeck zückte Gelb, was Gelb-Rot bedeutete, nachdem Zesiger schon verwarnt war. Aus dem Freistoß entstand das 2:1 (durch Kane!). Die Augsburger schimpften hinterher, dabei war Gelb durchaus korrekt, keine Rede war allerdings davon, dass der Schiedsrichter Elfmeter für Bayern hätte geben müssen, als Gouweleeuw Kane im Strafraum foulte. So endete die Augsburger Erfolgsserie von elf ungeschlagenen Spielen und die Bayern bleiben auf Meisterkurs.

Aber in den nächsten Tagen kommt es dicke: Die Aufgaben heißen der Reihe nach Inter Mailand, Dortmund, Mailand und zum Schluss Heidenheim. Zunächst steht die Champions League im Vordergrund und Inter Mailand ist im Viertelfinale keineswegs ein leichtes Los. Der Tabellenführer der Serie A ließ zwar in Parma beim 2:2 Federn, schonte sich aber zu sehr nach einer 2:0-Führung. Eher zählt, dass Inter die CL-Ligarunde als Vierter mit 19 Punkten und 11:1 Toren (!) abschloss, es gilt also ein Bollwerk zu überwinden. Achtung: In K.o.-Spielen gegen Bayern war Inter jeweils besser, besonders bitter für die Bayern die 0:2-Niederlage 2020 im CL-Finale! Andererseits schauen die Bayern auf ihre gute Gesamtbilanz: In neun Spielen gegen Inter gab es fünf Siege, seit 22 Heimspielen sind sie in der CL ungeschlagen und stehen zum 23. Mal in Viertelfinale, ein Rekord. Doch die Gegenwart schaut eben nicht rosarot aus, vor allem das Mailänder Angriffsduo Marcus Thuram und Lautaro Martinez befindet sich in Torlaune – und das gegen eine anfällige Bayern-Abwehr. Inter träumt vom Triple, ist in allen Wettbewerben noch dabei, muss mit Dumfries, Zielinski und Taremi aber auch auf Nationalspieler verzichten.Ein Duell also mit vielen Unwägbarkeiten. Ausgerechnet Thomas Müller lässt verkünden: „Was nur zählt, ist das Finale dahoam am 31. Mai.“

Der Bundesliga-Terminkalender hat wieder eine Besonderheit auf Lager, dass sich mit Bayern und Dortmund am Samstag ausgerechnet die beiden CL-Teams quasi im Zwischenspiel gegenüberstehen. Dafür holte sich die Borussia zuletzt den richtigen Schwung, beendete das Auf und Ab mit zwei Siegen gegen Mainz und in Freiburg. Jetzt wird in Dortmund wieder gelacht und Trainer Niko Kovac sieht gelassen den großen Aufgaben gegen zweimal FC Barcelona und in München entgegen. Seine Kader-Möglichkeiten haben sich verbessert, mit dem 21-jährigen Chukwuemeka (ausgeliehen von Chelsea London) kam ein vielversprechendes Talent hinzu. Mit Barcelona mit Ex-Bundestrainer Hansi Flick als Steuermann kommt natürlich ein anderes Kaliber auf die Borussia zu. Barca blieb 22 Spiele in diesem Jahr ungeschlagen, führt die Tabelle in Spanien an und hat mit Lamine Yamal, Lewandowski und Raphinha ein Angriffstrio, das fast seinesgleichen sucht. Ob sich am Ende die Dortmunder wirklich auf „Lewa“ als Rückkehrer freuen? Die Borussia hat die CL ja doppelt im Visier, denn in der Bundesliga wurde der Kampf um Platz vier noch nicht aufgegeben. Da wird auch München doppelt wichtig und am Ende steht die Aufgabe gegen den Mitkonkurrent Gladbach. Im CL-Viertelfinale stehen sich außerdem FC Arsenal und Real Madrid sowie Paris St. Germain und Aston Villa gegenüber.

Dortmund lacht, Bayern hadert – und Titelverteidiger Bayer Leverkusen hofft wieder. Sechs Punkte Rückstand auf die Bayern? Na, und? Dabei sah es vor ein paar Tagen ganz anders aus. Die peinliche 1:2-Pokalniederlage in Bielefeld schien das Ende der Erfolgsära Xabi Alonso einzuläuten. Ist er doch kein Wundermann? Das glückliche 1:0 beim Abstiegskandidaten Heidenheim änderte viel. Ein Treffer in der Nachspielzeit, erfolgreiche Joker, so wurden Erinnerungen ans erfolgreiche Vorjahr wach. Aufgeben gilt nicht. Leverkusen hat aber unter der Woche Pause, erwartet am Samstag Union Berlin, wird vorlegen und warten, wie sich die Bayern gegen Dortmund schlagen.

Im Pokal war der VfB Stuttgart glücklicher, er beendete eine Reihe von schwachen Leistungen mit einem 3:1 gegen Leipzig und sieht das Finale am 24. Mai gegen den Drittligisten Bielefeld als gutes Omen. 1997 holte der VfB letztmals den Pokal und siegte gegen den Drittligisten Cottbus! Trainer war damals Jogi Löw. Bielefeld darf aber stolz sein, ist doch die Arminia erst der vierte Drittligist in einem Finale.

Schottland kein Gradmesser für die Frauen

Bundestrainer Christian Wück wollte nicht gleich wieder kritisieren. „Wir haben zu Null gespielt, es war ein ansprechender Auftritt bei schlechten Platzverhältnissen,“ war er mit seinen Mädels nach dem 4:0-Sieg in Dundee gegen Schottland in der Nations League durchaus zufrieden. Allerdings: Schottland war kein Gradmesser, in Sachen Spielkontrolle und Fehlerquote ist noch Luft nach oben, ein ernsthafter Test für die EM im Juli war es nicht. Der folgt noch gegen die Niederlande und Österreich. Im Rückspiel gegen Schottland am Dienstag (17.45 Uhr/ARD) in Wolfsburg wird Wück vor allem eine weitere Steigerung sehen wollen.

Für den Paukenschlag im Frauen-Fußball sorgte Wolfsburgs Trainer Tommy Stroot, der am Dienstag völlig überraschend seinen sofortigen Rücktritt beim VfL bekannt gab. „Ich habe in den vergangenen Wochen gemerkt, dass ich nicht mehr die Energie in mir spüre, die es braucht, meinen eigenen Ansprüchen und denen des Vereins gerecht zu werden.“ Der Zeitpunkt ist seltsam, 2024 wollte der Trainer schon einmal gehen, verlängerte seinen Vertrag dann aber bis 2027. Offensichtlich war er mit den Zukunftsplanungen des VfL nicht zufrieden, das Verhältnis zum Team soll auch Risse gehabt haben. Erfolgreich war Stroot, der 2021 von Twente Enschede kam, er wurde 2022 Meister und gewann dreimal den DFB-Pokal. Als Nachfolger werden Theresa Merk, deren Vertrag in Freiburg ausläuft, und Stephan Lerch gehandelt. Lerch war Vorgänger von Stroot in Wolfsburg, sein Vertrag als Sportlicher Leiter in Hoffenheim läuft aus, er möchte wieder als Trainer arbeiten. Von 2017 bis 2021 gewann er dreimal die Meisterschaft und viermal den Pokal mit Wolfsburg. In diesem Jahr wird der VfL eher leer ausgehen, ist im Pokal ausgeschieden und liegt in der Meisterschaft sechs Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. In der Bundesliga steht am Samstag das Duell der Spitzenteams im Mittelpunkt, der Zweite Eintracht Frankfurt erwartet die Bayern-Mädels und will den Abstand von sechs Punkten verkürzen (Samstag, 14.00 Uhr).

Der Pokal als letzte Titel-Chance

Der VfB Stuttgart und RB Leipzig stehen sich am Mittwoch (20.45 Uhr) im Halbfinale des DFB-Pokals gegenüber. Sie haben dabei eines gemeinsam: Für beide ist es die letzte Titel-Chance, aber auch die große Gelegenheit, die Aussicht auf internationale Spiele aufrecht zu erhalten. In der Bundesliga haben sie ähnliche Sorgen. Stuttgart als Vizemeister des Vorjahres findet sich derzeit nach der 0:1-Niederlage in Frankfurt und sechs Spielen ohne Sieg sogar nur auf Platz 10 wieder, mit sechs Punkten Abstand zum internationalen Geschäft. Auf Platz 6 rangiert ausgerechnet Leipzig. Mit ihren Platzierungen sind beide Klubs nicht zufrieden. Die Reaktion darauf war aber gegensätzlich: Stuttgart verlängerte den Vertrag mit Trainer Sebastian Hoeneß vorzeitig um ein Jahr bis 2028, Leipzig hat sich am Sonntag von Trainer Marco Rose getrennt. Die Leistungen des Teams waren in den letzten Wochen einfach zu schlecht, die Teilnahme an der Champions League ist in Gefahr. Zeit zum Handeln, der letzte Rettungsversuch.

Die Konstellation bei RB ist ja eine Besondere, vor allem mit Jürgen Klopp als globalen Fußballchef. Seine früheren Getreuen Zsolt Löw und Peter Krawietz hat er an seine Seite geholt und deshalb jetzt Nothelfer parat. Löw, von 2015 bis 2018 bei RB Co-Trainer von Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick, wird bis zum Saisonende der Chef, Krawietz, jahrelang Co-Trainer von Klopp, steht ihm zur Seite. Im Sommer wird ein Rose-Nachfolger gesucht, Hoeneß stand auf der Liste ganz oben, kann aber jetzt gestrichen werden. Er wird am Mittwoch besonderen Ehrgeiz haben, aber eine zusätzliche Motivation haben beide Mannschaften gar nicht nötig. Das Finale am 24. Mai in Berlin winkt und damit der Griff nach den Geldtöpfen. Ein Pokalsieg gelang dem VfB zuletzt 1997, RB schaffte 2022 und 2023 das Double und wurde im letzten Jahr von Bayer Leverkusen abgelöst.

Für den Titelverteidiger gilt eigentlich ähnliches. Gut, die Champions League hat Bayer sicher, aber der erste Titel wurde in der CL gegen die Bayern verspielt und ob in der Bundesliga der Rückstand von sechs Punkten gegen die Münchner aufgeholt werden kann, ist möglich, aber fraglich. Eine erfolgreiche Titelverteidigung im Pokal wäre ein Trost. Der Weg dahin über den Drittligisten Arminia Bielefeld (Dienstag Gastgeber) scheint vorgezeichnet, doch Achtung: Die Arminia entpuppte sich als Bundesliga-Rausschmeißer. Bielefeld könnte der vierte Drittligist in einem Finale werden. Im letzten Jahr hatte Leverkusen beim 1:0-Sieg gegen den Zweitligisten Kaiserslautern auch einige Probleme. Immerhin wahrte Bayer mit einem 3:1 gegen das ähnlich widerspenstige Bochum die Bundesliga-Chance, legte also eine gute Generalprobe hin, während Bielefeld beim 2:2 gegen Hannover II patzte und auf Platz 4 außerhalb der Aufstiegsmöglichkeiten liegt. Zumindest finanziell hat sich der Pokal für den Drittligisten gelohnt, über drei Millionen Euro sind ein warmer Regen für die Klubkasse. Leverkusen muss allerdings auch der Unruhe trotzen, die Zukunft von Trainer Xabi Alonso bleibt offen. Der Spanier wehrt ab, „ich habe einen Vertrag bis 2026“, doch Real Madrid lauert als neuer Verein immer im Hintergrund. Dort hat Carlo Ancelotti zwar auch einen Vertrag bis 2026, aber vielleicht will er im Sommer schon Nationaltrainer Brasiliens werden!

Die Bayern in Not

Bei Bayern München sind noch zwei Titelchancen in Takt, aber die Verunsicherung nach einer Verletzungsserie ist zu spüren, die Bayern in Not, vom „mia san mia“ kann keine Rede sein. Im Pokal kam ja gegen Leverkusen das vorzeitige Aus, der 20fache Rekord-Pokalsieger gewann ausgerechnet zuletzt 2020 diese Trophäe. Umso wichtiger, dass wenigstens ein Titel gewonnen wird und das „Finale dahoam“ möchte man in der Champions League auch erreichen. Doch wie, die Voraussetzungen haben sich rapide verschlechtert. Alphonso Davies und Dayot Upamecano, die beiden schnellsten Leute der Abwehr, kamen mit Verletzungen von den Länderspielreisen zurück, Flitzer Davies fällt mit einem Kreuzbandriss rund ein halbes Jahr aus, aber auch Upamecano, zuletzt der Halt in der Abwehr, ist frühestens zum Saisonende wieder dabei. Schon beim mühsamen 3:2 gegen den Abstiegskandidaten St. Pauli zeigte sich, dass den Bayern die Sicherheit fehlt und dann hat sich auch noch der Japaner Ito, der als Ersatz für beide Ausfälle galt, ebenfalls verletzt. Der dritte Mittelfußbruch seit er im Sommer letzten Jahres in München ist! Mehr Pech geht fast gar nicht

Als wäre das nicht genug, gibt es rund ums Team erneute Unruhe. Diesmal steht die Vereinsikone Thomas Müller im Mittelpunkt. Wie Medien berichten, soll er keinen neuen Vertrag mehr als Spieler bei den Bayern bekommen, aber für andere Aufgaben auf jeden Fall im Verein bleiben. Wie das „Radio Müller“ selbst sieht, ist unbekannt, diesbezüglich war er noch nicht auf Sendung. Die Bayern müssen offensichtlich sparen, ein Minus droht zum Saisonende, da will man wohl das zweistellige Millionen-Gehalt vom Thomas einsparen, der 17 Jahre lang im Verein ist.

Am Freitag wartet die nächste heikle Aufgabe für die Bayern beim Derby in Augsburg. Der FCA ist die Mannschaft der Stunde, wurde in zuletzt elf Spielen nicht geschlagen und stellt in der Rückrunde die beste Abwehr aller Spitzenligen Europa. So blieb Torhüter Finn Dahmen 683 Minuten ohne Gegentor, ausgerechnet ein falscher Hand-Elfmeter von Schiedsrichter Tobias Reichel, den Hoffenheims Kramaric zum 1:1 frech nutzte, machte ihm diese Serie kaputt. Der Tabellenführer muss also wieder ein dickes Brot bohren, in Augsburg tat er sich sowieso meist schwer.

Aufbäumen im Abstiegskampf, am Tabellenende befindet sich der 1. FC Heidenheim auf dem Marsch nach oben. Dem 3:1 gegen Kiel ließ die Mannen von Frank Schmidt mit einem 1:0 in Wolfsburg gleich einen zweiten Sieg nach einer langen erfolglosen Zeit folgen. Das richtige Geschenk für den Trainer in seinem 700. Spiel mit Heidenheim! Der Lohn: Der Verein marschierte vom letzten Platz auf den Relegationsrang 16, mit jetzt zwei Punkten Vorsprung vor Bochum und nur noch drei zum rettenden 15. Rang, den St. Pauli einnimmt. Der Marsch wieder aber kaum weitergehen, am Samstag kommt Leverkusen, aber auch Bochum und St. Pauli haben mit Stuttgart bzw. Gladbach hochkarätige Gegner.

Wohin führt der Weg des Frauen-Fußballs?

Zwei konträre Tatsachen, die bezeichnend sind: Auf der einen Seite vor einer Woche der neue Zuschauerrekord im deutschen Frauen-Fußball mit 57000 beim Pokalspiel in Hamburg, auf der anderen Seite das schon blamable Aus der beiden Spitzenteams in der Champions League. Sowohl Meister Bayern als auch Dauer-Pokalsieger machten keinen Stich gegen Olympique Lyon bzw. FC Barcelona. Die Bayern hielten nach dem 0:2 zu Hause beim 1:4 wenigstens eine Halbzeit mit, Wolfsburg ging gegen Barca mit 1:4 und 1:6 unter. Früher dominierten die deutschen Klubs den internationalen Wettbewerb, jetzt sind sie weit von der Spitze entfernt. Den Bayern mag als Entschuldigung dienen, dass mit den Dauerverletzten Oberdorf, Naschenweng und Stanway sowie kurzfristig Kapitän Viggosdottir vier defensivstarke Spielerinnen fehlten.

Sorgen um die internationale Stärke macht sich auch Bundestrainer Christian Wück. Er beklagt mangelnde Qualität in der Abwehr und ist für die kommende Europameisterschaft in der Schweiz gar nicht mehr so zuversichtlich gestimmt. Jetzt stehen zwei Spiele in der Nations League gegen Schottland an, da gilt es am Freitag in Dundee und am 8. April in Wolfsburg gegen einen eher zweitklassige Gegner ein wenig Zuversicht zu tanken. Wück hat sich inzwischen auf Ann-Katrin Berger als Nummer 1 im Tor festgelegt, in der Abwehr und auf den Außenbahnen testet er aber weiter. So holt er Paulina Krumbiegel (Turin) und Sydney Lohmann (Bayern) zurück und lud das 20-jährige Talent Franziska Kett, bei Bayern eher offensiv gesehen, als defensive Außenspielerin ein. Der Trainer gesteht: „Ich dachte, wir sind schon weiter.“ Da fragt man sich schon, wohin der Weg des Frauen-Fußballs führt, der Aufschwung der letzten Jahren weicht offensichtlich einer gewisser Stagnation.

In der Bundesliga haben die international gebeutelten Klubs immerhin wieder Erfolgserlebnisse gehabt, die Bayern festigten die Spitze mit einem Sieg gegen Leverkusen, Wolfsburg gab sich gegen Essen keine Blöße. Nach der Länderspielpause steht dann das Spitzenspiel der Bayern bei Verfolger Eintracht Frankfurt an.

Konstanz fehlt: Die zwei Gesichter der Nagelsmänner

Eigentlich können die Fußballfans mit dem Ergebnis, das am Ende erzielt worden ist, zufrieden sein: Deutschland hat sich nämlich für die Endrunde der Nations League qualifiziert und ist vom 4. bis 8. Juni in Stuttgart und München Gastgeber. Das Weiterkommen mit dem 2:1-Sieg in Mailand und dem 3:3 von Dortmund gegen Italien zeigte allerdings die zwei Gesichter der Nagelsmänner. Seit acht Spielen ist die Nationalmannschaft zwar ungeschlagen, aber die Konstanz fehlt. Besonders deutlich wurde dies in Dortmund, 3:0-Führung bei Halbzeit, am Ende beim Stand von 3:3 zittern um das Weiterkommen. Der Bundestrainer war damit natürlich nicht zufrieden, konstatierte aber: „Das war für die Entwicklung vielleicht wichtiger als ein 4:0-Sieg.“

Der 2:1-Erfolg in Mailand entsprang einer konzentrierten Leistung mit Stärken bei den Standards, bei den Kopfbällen von Leon Goretzka, der das Comeback des Jahres feierte, und Tim Kleindienst, der sich praktisch einen Stammplatz gesichert haben sollte. Die erste Halbzeit in Dortmund brachte noch eine Steigerung, „das war vielleicht die beste Halbzeit seit dem WM-Halbfinale 2014“, urteilte Julian Nagelsmann mit Blick auf das damalige 7:1 gegen Brasilien. Deutschland wurde danach Weltmeister. Bis dahin fehlt noch ein Stückchen, das zeigte die zweite Halbzeit. Zuerst waren alle konzentriert und clever, vor allem beim schnell ausgeführten Eckball, als ein Balljunge Joshua Kimmich hurtig den Ball zuwarf, der Kapitän erkannte, dass die Italiener diskutieren und nicht bereit sind, dafür aber Jamal Musiala vollkommen frei stand – und den Ball prompt flach vor die Füße bekam und verwandelte. Ein Tor des Jahres und für die Italiener und Torhüter Donnarumma wohl ein ewiger Albtraum.

Wie es anders gehen kann, zeigte sich in der desaströsen zweiten Hälfte, ein schlampiger Fehlpass von Leroy Sané leitete die Wende ein. Plötzlich stand eine ganz andere italienische Mannschaft auf dem Feld und die Nagelsmänner fanden kein Gegenmittel mehr. So gewinnt man weder die Nations League, noch wird man 2026 Weltmeister. Der Bundestrainer wünscht sich aber einen Sieg bei der Nations League als Zeichen der Stärke. Portugal ist am 4. Juni in München nach dem 5:2-Sieg nach Verlängerung über Dänemark der Gegner, Spanien (5:4 nach Elfmeterschießen gegen die Niederlande) und Frankreich (5:4 n. E. gegen Kroatien) spielen einen Tag später in Stuttgart das zweite Halbfinale. Das Finale ist am 8. Juni in München. Der Sieg über Italien bringt der DFB-Elf aber weitere Vorteile, die WM-Qualifikation bestreitet sie in einer Vierergruppe mit der Slowakei (Start dort am 4. September), Luxemburg und Nordirland, was machbar sein sollte. Beim WM-Turnier 2026 selbst in den USA, Mexiko und Kanada wird Deutschland jetzt als einer der Gruppenköpfe gesetzt, geht also den stärksten Nationen zunächst aus dem Weg. Die Hürde Italien genommen zu haben, bedeutete nämlich, dass Deutschland am Gegner vorbei nun Platz neun der Weltrangliste einnimmt. Auch finanziell hat sich die Nations League gelohnt.

Endspurt in der Bundesliga

Ab sofort steht aber wieder die Bundesliga im Fokus der Fans, bis zum 34. Spieltag am 17. Mai gibt es keine Unterbrechung mehr. Spannung ist genug gegeben, um alle Entscheidungen wird noch gerungen. Tabellenführer Bayern München hat zwar mit sechs Punkten einen beruhigenden Vorsprung vor Verfolger Bayer Leverkusen, aber ein sanftes Ruhekissen ist das nicht. Leverkusen will im Angriffsmodus bleiben und wirkte zuletzt präsenter als die Bayern, die weiter um Torhüter Manuel Neuer bangen müssen. Kann man mit einem jungen Torhüter Meisterschaft und Champions League gewinnen? Das Restprogramm sieht noch einige knifflige Aufgaben für die Bayern vor: St. Pauli (H), Augsburg (A), Dortmund (H), Heidenheim (A), Mainz (H), Leipzig (A), Gladbach (H), Hoffenheim (A). Leverkusen hat die schwierigsten Aufgaben vielleicht zum Abschluss: Bochum (H), Heidenheim (A), Union (H), St. Pauli (A), Augsburg (H), Freiburg (A), Dortmund (H), Mainz (A).

Spannender geht es zweifellos am Tabellenende zu, wo Schlusslicht Kiel, Heidenheim und Bochum den Relegationsplatz 16 als Rettung ansehen, aber gern auch noch St. Pauli und Hoffenheim, fünf bzw. sechs Punkte Vorsprung vor Bochum, mit reinziehen wollen. Wie aber sieht bei den drei Klubs am Tabellenende das Restprogramm aus? Vor allem Heidenheim bekommt es mit Spitzenteams zu tun. Das Restprogramm: Kiel: Bremen (H), Mainz (A), St. Pauli (H), Leipzig (A), Gladbach (H), Augsburg (A), Freiburg (H), Dortmund (A). – Heidenheim: Wolfsburg (A), Leverkussen (H), Frankfurt (A), München (H), Stuttgart (A), Bochum (H), Union (A), Bremen (H). – Bochum: Leverkusen (A), Stuttgart (H), Augsburg (H), Bremen (A), Union (H), Heidenheim (A), Mainz (H), St. Pauli (A).

Rekordspiel der Frauen ohne Happy End

Der Hamburger SV hat für seine Spitzenteams bei Männern und Frauen nur einen Traum: Aufstieg in die Bundesliga. Die Männer sind als Tabellenführer aktuell näher dran, aber es wird schwer. Die Frauen sind zumindest hoffnungsvoll, einen der drei Aufstiegsplätze in der II. Bundesliga zu schaffen, Union Berlin und Nürnberg dominieren hier das Geschehen, der HSV ist momentan Vierter, zwei Punkte hinter Meppen. In den Mittelpunkt sind die Frauen aber schon gerückt, 57000 Zuschauer waren beim Rekordspiel im Volksparkstadion und sahen im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen einen Krimi. Trotz Unterzahl ging der Bundesligist in der 81. Minute in Führung, der HSV glich in der 90. Minute aus! Verlängerung also, doch da setzte sich die Routine der Werder-Mädchen im Nordderby durch. Nach dem 3:1-Sieg haben sie sich ihren Traum erfüllt, einmal ein Finale zu spielen. Gegner am 1. Mai (16.00 Uhr) in Köln ist Bayern München. Kein Happy End dagegen für den HSV. Vielleicht klappt es in der Liga.

Der Bundesliga-Tabellenführer lieferte gegen die TSG Hoffenheim einen ähnlichen Krimi ab. Hoffenheim, das den Pokal-Dauersieger Wolfsburg sensationell ausgeschaltet hatte, schockte auch die Bayern und ging 2:0 in Führung, die überragende Pernille Harder sorgte mit drei Treffern aber dafür, dass die Bayern-Mädchen weiter vom Double träumen dürfen. Ein Triple wird es wohl nicht werden, in der Champions League erwies sich Olympique Lyon als eine Nummer zu groß und gewann in München mit 2:0. Da muss im Rückspiel am Mittwoch (18.45 Uhr) in Lyon fast ein Wunder geschehen. Ähnlich sieht für den VfL Wolfsburg aus, der gegen Barcelona mit 1:4 unterlag, also vor dem Rückspiel am Donnerstag (18.45 Uhr) noch mehr Rückstand aufweist. Der Stress geht auch am Wochenende in der Bundesliga weiter, Wolfsburg erwartet am Sonntag Essen, die Münchnerinnen mit Bayer Leverkusen einen Verfolger. Fast eine ähnliche Situation also wie bei den Männern. Am Ende wollen sie zusammen auf dem Rathausbalkon feiern!

Franziska Preuß ist die Biathlon-Königin

Wenn von Krimis die Rede ist, dann gehört das Finale im Biathlon-Weltcup der Frauen unbedingt dazu. Schließlich entschied sich der Gesamtweltcup-Sieg erst auf der Ziellinie des letzten Rennens. Die Französin Lou Jeanmonnot und die Deutsche Franziska Preuß kamen zusammen ins Stadion, als die Französin in der letzten Kurve stürzte. Sie hat sich mit ihrem Stock selbst ein Bein gestellt, Preuß war unschuldig. Sie fuhr zwar zum Sieg und dem Gewinn des Weltcups ohne Jubel über die Ziellinie, aber später flossen die Tränen. Das Wochenende war nichts für schwache Nerven, Preuß reiste im Gelben Trikot nach Oslo an, gewann den Sprint am Holmenkollen, patzte aber in der Verfolgung, aus 20 Punkten Vorsprung wurden vor dem letzten Rennen fünf Rückstand zu Jeanmonnot. Wer also gewann, war Weltcup-Gesamtsieger, Dramatik pur.

Franziska Preuß wandelt auf den Spuren von Martina Glagow (2002/03), Kati Wilhelm (2005/06), Andrea Henkel (2006/07), Magdalena Neuner (2007/08, 2009/10, 2011/12) und Laura Dahlmeier (2016/17), die vor ihr den Weltcup-Gesamtsieg holten. Dazu sicherte sich Preuß die kleine Kugel im Sprint und Massenstart, ist als die wahre Biathlon-Königin und die erfolgreichste deutsche Wintersportlerin in diesem Jahr. Jeanmonnot tröstete sich mit den Gesamtsiegen in Verfolgung und Einzel. Die beiden dominierten also das Geschehen. Eine starke Saison hatte auch Selina Grotian, die im Weltcup Neunte wurde. Insgesamt war Frankreich die erfolgreichste Nation vor Schweden und Deutschland.

Bei den Männern stand der Abschied der Bö-Brüder im Mittelpunkt, die in ihrer Heimat ihre letzten Rennen bestritten, aber ohne große Erfolge blieben. Johannes Thingnes Bö (31) bleibt als einer der erfolgreichsten Biathleten überhaupt in Erinnerung. Fünfmal gewann er den Gesamtweltcup, holte fünfmal Olympia-Gold und 23 WM-Titel! Sein Nachfolger ist Stura Holm Lagreid, der ihn als Gesamtsieger im Weltcup ablöste. Auch bei den Männern war Frankreich die beste Nation vor Norwegen, Schweden und Deutschland. Die deutschen Männer enttäuschten, blieben in dieser Saison ohne Sieg. Bester im Gesamtcup wurde Philipp Nawrath als 15, Justus Strelow (bester Schütze im Team, aber zu langsam in der Spur) blieb Gesamtrang 16. Die deutschen Männer schossen insgesamt zu schlecht, das muss sich bessern, damit Michael Greis, der 2007 den Gesamtweltcup gewann, einen Nachfolger findet.

Die Nations League wird zum doppelten Testfall

Pause für die Bundesliga und die Champions League, in dieser Woche gehört das Interesse der Nationalmannschaft. Die Nations League steht auf dem Programm und sie hat bei Bundestrainer Julian Nagelsmann einen hohen Stellenwert erhalten. Galten die Begegnungen früher bei Löw und Flick nur als bessere Testspiele, so will Nagelsmann jetzt Erfolge sehen. Sein Vorbild ist Spanien, das sich mit dem Sieg bei der NL 2023 das nötige Selbstbewußtsein für den EM-Titel ein Jahr später in Deutschland holte. Ähnliches schwebt auch Nagelsmann vor, der Schwung für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr sucht.

Viel Schwung wird wohl auch benötigt, denn im erstmaligen Viertelfinale der Nations League geht es gegen den alten Kontrahenten Italien und die Voraussetzungen für die beiden K.o.-Spiele am Donnerstag in Mailand und am Sonntag in Dortmund sind nicht die besten. Die Duelle werden eigentlich zum doppelten Test: Wie kann die Mannschaft Ausfälle verkraften und wie stark ist sie wirklich auf internationaler Bühne? Da kommt der „Ernstfall“ gegen Italien gerade recht. Die Bilanz ist außer deutscher Sicht negativ, in 37 Spielen gab es nur 9 Siege, aber 15 Niederlagen bei 13 Unentschieden. Immerhin, im letzten Aufeinandertreffen in der Gruppenphase der NL siegte Deutschland nach einem 1:1 im Rückspiel mit 5:2. Die letzte Niederlage gab es im EM-Halbfinale 2012 mit 1:2. Italien hat NL-Endrundenerfahrung, bei den beiden letzten Turnieren wurde Italien jeweils Dritter. Die bisherigen Sieger waren Portugal, Frankreich und Spanien.

Bei beiden Nationen steht ein Verjüngung an, die auch Trainer Luciano Spalletti in Italien gut gemeistert hat. Julian Nagelsmann kann allerdings nicht auf seinen besten Kader zurückgreifen, in erster Linie wird er Leverkusens Jungstar Florian Wirtz und Stürmer Kai Havertz vermissen, aber auch ansonsten gibt es im Kader viele Veränderungen, der DFB kündigte das Aufgebot mit „ein Neuling und acht Rückkehrer“ an. Der Neuling ist der 24-jährige Yann Aurel Bisseck, der es zum Stammspieler in der Abwehr von Italiens Meister Inter Mailand gebracht hat. Seine Reiseroute in dieser Woche heißt von Mailand nach Dortmund, wieder zurück mit einem Spiel als Gast im heimischen Stadion und wieder zurück nach Dortmund! Ob er allerdings zum Einsatz kommt, ist fraglich, Nagelsmann dürfte dem Stamm-Duo Tah/Rüdiger vertrauen und Nico Schlotterbeck wird auch noch vor dem Neuling stehen.

Unter den Rückkehrern fällt vor allem Leon Goretzka auf, einst von Nagelsmann bei der Neuordnung nach schlechten Testspielen gestrichen. Seitdem behält er allerdings seine Ruhe, kämpfte vor allem im Verein bei Bayern München um einen Platz im Kader, schaffte es wieder zum Stammspieler und damit auch zur Rückkehr in den DFB-Kader. Ähnliches gilt für Nadiem Amiri, der bei Mainz 05 aufblüht und mitverantwortlich für den Mainzer Aufschwung ist. Im November 2020 war er letztmals bei der Nationalmannschaft.

So sieht der DFB-Kader aus: Tor: Baumann, Nübel, Ortega. – Abwehr: Bisseck, Kimmich, Koch, Mittelstädt, Raum, Rüdiger, N. Schlotterbeck, Tah. – Mittelfeld: Adeyemi, Amiri, Andrich, Goretzka, Groß, Leweling, Musiala, Sané, Stiller. – Angriff: Burkardt, Kleindienst, Undav.

Außerdem spielen im Viertelfinale Niederlande – Spanien, Dänemark – Portugal und Kroatien – Frankreich. Die Endrunde findet vom 4. – 8. Juni in Deutschland (Stuttgart, München) oder Italien statt, je nachdem wer sich durchsetzt.

Haben die Bayern den Dortmund-Virus?

In der Bundesliga wird es immer spannender, manche sind deshalb froh, wenn es eine Verschnaufpause gibt. Für die Nationalspieler geht der Stress zwar weiter, aber die Abwechslung bringt manchen wieder neuen Schwung im Verein. Das könnten vor allem die Bayern gebrauchen, die zweimal gegen Abstiegskandidaten sieglos blieben. Dem peinlichen 2:3 gegen Bochum schloss sich ein unglückliches 1:1 bei Union Berlin an – und jetzt kommt mit St. Pauli wieder ein Team aus dem Tabellenkeller! Es scheint, die Bayern haben sich den Dortmund-Virus zugezogen, das heißt international gut und national schlecht. Da reiben sie sich in Leverkusen schon die Hände, holen sich wieder neues Selbstvertrauen. Das glückliche 4:3 in Stuttgart mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit (nach 1:3-Rückstand) weckt wieder Erinnerungen an das Vorjahr, als sich Bayer im Flow befand und Spiele oft in der Nachspielzeit zu seinen Gunsten entschied. „Wir sind wieder da, wir geben nicht auf,“ tönt Jonathan Tah, nachdem sich der Rückstand auf Bayern auf sechs Punkte verkürzt hat. Die Bayern hoffen nach der Pause wieder auf einen fitten Manuel Neuer, nachdem Nachwuchsmann Urbig beim Ausgleich böse patzte. Bei einem Spitzenteam muss man auch besondere nervliche Anforderungen bestehen.

Schwache Nerven hat wohl auch Dortmund, das immer wieder hoffen lässt, dann aber wieder den nächsten Rückschlag hinnehmen muss, wie jetzt das 0:2 in Leipzig. Da wird der Weg nach Europa immer schwerer, Platz 11 mit zehn Punkten Rückstand zu einem CL-Platz sind viel Holz bei acht ausstehenden Spieltagen. Der nächste Gegner ist übrigens der Dritte Mainz 05! „Mannschaft der Stunde“ ist der FC Augsburg, der in der Rückrunde noch ungeschlagen ist und nach dem 1:0 über Wolfsburg berechtigt nach Euiropa schielt (ohne davon zu sprechen). Nur vier Punkte fehlen.

Am Tabellenende geht es immer enger zu, Heidenheim meldete sich zurück und gab beim 3:1-Sieg über Kiel die rote Laterne an die „Störche“ zurück. Nur ein Punkt fehlt wieder zum Relegationsrang von Bochum, zwei Siege sind es zum rettenden Platz 15, den St. Pauli inne hat.

Große Kasse in der Champions League

International überzeugten die Bundesligisten, neben den Bayern als große Gewinner im Bundesliga-Duell mit Leverkusen, kamen auch Dortmund dank der Europa-Form und Frankfurt in der Europa League dank der Europa-Euphorie ins Viertelfinale. Dort kommt es zum nächsten deutsch-italienischen Duell wenn die Bayern auf Inter Mailand treffen, Dortmund hat es zweifellos mit dem FC Barcelona ein Stückchen schwerer. Da gibt es ein Wiedersehen mit Hansi Flick und Robert Lewandowski. Die Sieger dieser Vergleiche treffen im Halbfinale aufeinander. Gibt es ein deutsches Duell? Außerdem spielen am 8./9. und 15./16. April Arsenal London – Real Madrid und Paris St. Germain -Aston Villa. Frankfurt trifft im Viertelfinale auf Tottenham Hotspur, außerdem spielen am 10. und 17. April Glasgow Rangers – Athletic Bilbao, FC Bodö/Glimt – Lazio Rom und Olympique Lyon – Manchester United.

Die internationalen Erfolge der Bundesligisten haben Deutschland in der UEFA-Rangliste wieder auf Rang vier zurück geführt, für einen fünften CL-Platz muss es aber Rang zwei sein. Dennoch konnten die Bundesligisten schon jetzt große Kasse machen. Bayern kassierte bisher an Prämien 105,866 Millionen Euro und ist sogar die Nummer 1 vor Paris (104, 417). Dortmund konnte mit 102,163 Millionen seine Kasse auch gut füllen, quais als Trostpflaster, wenn es in diesem Jahr mit Europa nicht klappt. Leverkusen kassiert nur zweistellig (87,106) und bei Frankfurt (23,975 in der EL) sieht man, dass es vor allem finanziell eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt.

Titel-Wochen der Bayern-Frauen

Für keine Mannschaft geht es in den nächsten Tagen um so viel, wie für die Frauen des FC Bayern München. Es stehen gleich alle drei erreichbaren Titel auf dem Spiel! Die erste Bewährungsprobe haben sie mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen Verfolger Wolfsburg bestanden, größter Konkurrent in der Bundesliga ist jetzt Eintracht Frankfurt, das Mitte April München erwartet (am 30. März geht es noch gegen den Vierten, Leverkusen). Titel Nummer zwei ist der Pokal und da steht am Samstag das Duell mit der TSG Hoffenheim auf dem Programm (außerdem Hamburger SV – Werder Bremen). Das Pokal-Halbfinale befindet sich im Champions-League-Sandwich mit Olympique Lyon, in den letzten Jahren eine der stärksten Teams in Europa. Lyon gastiert Dienstag in München, Rückspiel am 26. März in Lyon. Nur Bestform garantiert Titel, gerade Lyon könnte eine Nummer zu groß sein.

Vom Sieg in der Champions League träumen auch die Wölfinnen, ihre Aufgabe im Viertelfinale ist aber nicht leichter, immerhin geht es gegen Titelverteidiger FC Barcelona, am Mittwoch zu Hause und am 26. März in Barcelona. Für Wolfsburg ist es aber mehr oder weniger die letzte Chance auf einen Titel nach sechs Punkten Rückstand auf die Bayern in der Bundesliga und dem Pokal-Aus.

Neues in der Formel 1: Spannung ist garantiert!

Die Formel 1 war in letzter Zeit und in vielen Jahren vor allem auch ein Synonym für Langeweile, oft beherrschte ein Rennstall das Geschehen, die Titel wurden in Serie vergeben. Nach Lewis Hamilton mit Mercedes herrschte in den letzten vier Jahren Max Verstappen mit Red Bull. Doch schon in der letzten Saison zeichnete sich ab, dass sich die Zeiten ändern könnten. Verstappen wurde zwar noch einmal Weltmeister, aber McLaren holte den Konstrukteurstitel – nach 26 Jahren Abstinenz. Nicht nur das lässt für die Weltmeisterschaft 2025, die am Sonntag in Melbourne/Australien beginnt, hoffen. Es gibt mindestens vier Teams, die für Siege gut sind und Ferrari-Boss Fred Vasseur prophezeit: „Es wird die spannendste WM seit 30 Jahren“. Vielleicht wird der Weltmeister endlich wieder einmal erst im letzten von 24 Rennen gekrönt, am 7. Dezember in Abu Dhabi.

Nach den Eindrücken der Testfahrten hat McLaren wieder das schnellste Auto. Vize-Weltmeister Lando Norris, der im Vorjahr oft zu zögerlich war und das Draufgängertum eines Max Verstappen vermissen ließ, verspricht: „Ich werde die Ellenbogen ausfahren“. McLaren ist übrigens mit Norris und Oscar Piastri neben Aston Martin (Alonso/Stroll) das einzige Team, das seine alte Fahrerpaarung behalten hat. Den spektakulärsten Wechsel vollzog Lewis Hamilton mit seinem Weggang von Mercedes 12 Jahren und 246 Rennen in Silber zu den Roten von Ferrari, wo er zusammen mit Charles Leclerc für Siege sorgen soll. Ein schnelles Auto wollen die Ingenieure hinstellen, dann könnte der schon 40-jährige Brite seinen Traum vom achten WM-Titel erfüllen. Mit sieben liegt er derzeit noch gleichauf mit Michael Schumacher.

Der Dritte im Bunde ist Red Bull, wo Sergio Perez gehen musste. Sein Nachfolger wurde der junge Neuseeländer Liam Lawson, der auch Verstappen mehr herausfordern soll. Der Weltmeister selbst erwartet endlich wieder ein schnelles und zuverlässiges Auto ohne Macken, damit er weiter Titel hamstern kann. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es zunächst Krach, am Ende vielleicht auch einen Wechsel zu Mercedes, das die Tür offen hält. Mercedes-Chef Toto Wolff sieht sein Team nicht in der Favoritenrolle, aber vorne mitfahren will man schon. Nachfolger von Hamilton wurde der erst 18-jährige Italiener Kimi Antonelli, angeblich das größte Talent im Motorsport. Die klare Nummer 1 ist allerdings George Russell. Antonelli hat nur einen Vertrag für ein Jahr. Muss er danach wieder den Platz für Verstappen frei machen?

Insgesamt sind zehn Marken mit 20 Boliden am Start in einer Saison, die spannend werden soll, aber auch die letzte vor dem großen Umbruch sein wird. Das Motorenkonzept ändert sich und neue Firmen kündigen sich an, so steigt auch Audi 2026 bei Sauber ein. In diesem Jahr wird der Rennstall von Nico Hülkenberg wohl keine Rolle spielen. Der einzige Deutsche im Fahrerfeld wurde schon in Hinblick auf 2026 verpflichtet und soll Entwicklungsarbeit leisten. Es ist die Frage, ob sich einige Teams im Starterfeld frühzeitig auf 2026 vorbereiten und die aktuelle Saison nur mit halber Kraft absolvieren. Für die Spitze wird das allerdings nicht gelten. Dass alle die Zukunft im Blick haben, lässt sich auch an der Verpflichtung von vielen jungen Fahrern erkennen. Der älteste Fahrer ist Fernando Alonso (Jahrgang 1981), der gleich 25 Jahre älter ist als das „Küken“ Antonelli (2006), das Durchschnittsalter aller Fahrer beträgt 26,75 Jahre.

Was das Interesse betrifft, befindet sich die Formel 1 international im Aufwind, vor allem in den USA steigt die Zahl der Fans, deshalb gibt es auch drei Rennen in Miami, Austin und Las Vegas. Deutschland steht dagegen im Abseits, auch wenn immer ein Rennen in Hockenheim ins Gespräch gebracht wird. Hierzulande sinkt aber auch das Interesse an der Formel 1, es gibt keinen Michael Schumacher und keinen Sebastian Vettel mehr, auch die Einschaltquoten im Fernsehen sinken. Sky bleibt der übertragende Sender im Pay-TV, gibt aber sieben Rennen für RTL im Free-TV frei. Dort hofft man, dass durch mehr Spannung auch die Zuschauerzahlen wieder steigen. Dann könnte es 2026 bei der Reformierung der Formel 1 vielleicht auch wieder einen Neuanfang im deutschen Fernsehen geben und vielleicht sogar auf der Rennstrecke.