Der Sport – Grantler

Kommentare rund um Fußball und anderen Sport

Tag: Europa League

Fußball-Endspurt: Wer geht mit Vorteilen ins letzte Rennen?

Es ist fast geschafft! Trotz Coronapandemie können die 1. und 2. sowie die Frauen-Bundesliga am kommenden Wochenende ihre Saison abschließen. Wen nicht noch irgendetwas Außergewöhnliches passiert, zum Beispiel, wenn die Fans, die bisher erstaunlich ruhig blieben, doch noch eine Überraschungsaktion planen, die den Spielbetrieb beeinträchtigen könnte. Hoffen wir also, dass alles glatt geht. Für einige Vereine wird allerdings sowieso nicht alles glatt gehen, da stehen Abstiege im Raum oder verpatzte Aufstiege. Ein Überblick darüber wer mit Vorteilen ins letzte Rennen der Saison geht.

Champions League: Die Sache ist einfach, Borussia Mönchengladbach liegt auf dem entscheidenden Platz vier und hat zwei Punkte und neun Tore Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen. Ein Sieg zum Abschluss gegen Hertha BSC Berlin beseitigt alle Zweifel, ein Remis sollte sogar reichen. Vorteil Gladbach. Leverkusen hat gegen das gerettete Mainz die vermeintlich leichtere Aufgabe, verspielte genau in Berlin mit dem 0:2 seine gute Ausgangsposition. Gladbach zog mit dem 3:1-Sieg in Paderborn vorbei. Bayer-Coach Peter Bosz geknickt: „Wir haben nicht gut gespielt.“ Am Ende war der lange verletzte Gladbach-Oldie Lars Stindl der Held und nicht Leverkusens Überflieger Kai Havertz. Die Qualifikation hat RB Leipzig sicher, bei 27 Toren Vorsprung gegenüber Leverkusen, das noch gleichziehen könnte. Platz drei kann in Augsburg verteidigt werden.

Europa League: Die punktgleichen VfL Wolfsburg (zehn Tore Vorsprung) und die TSG Hoffenheim machen Platz sechs und sieben unter sich aus. Platz sechs hat den Vorteil, dass man den frühen Qualifikationsspielen aus dem Weg geht. Höher können die letzten Hürden für beide nicht sein: Wolfsburg erwartet die Bayern, Hoffenheim muss nach Dortmund. Vorteil Wolfsburg, wenn es keine hohe Klatsche gibt und Torjäger Lewandowski sich im Torrausch befindet. Aber die Bayern werden sich wohl eher für das Pokalfinale schonen. In Freiburg ist die Trauer nicht groß, dass Europa verpasst wurde. Platz 7 und die Qualifikationsspiele hätten den Kampf um den Klassenerhalt in der neuen Saison erschwert.

Abstieg: Gerettet sind jetzt auch der 1. FC Köln, Mainz 05 und der FC Augsburg. Für Köln war es fast nur Formsache, Mainz und Augsburg machten mit ihren Nichtabstiegstrikots deutlich, dass die 1. Bundesliga für sie nicht selbstverständlich ist. Mainz macht 20/21 das Dutzend in Folge voll (insgesamt es jetzt 14), für den FCA wird es „La Decima“, das zehnte Jahr nach dem Aufstieg 2011, als der FCA auch gleich als erster Abstiegskandidat galt. „La Decima“ lehnt sich an, an den Jubel bei Real Madrid beim zehnten Sieg in der Champions League. Augsburgs Klassenerhalt lässt sich damit fast vergleichen, Rang 15 reicht. Der SC Paderborn steht als Absteiger fest, Fortuna Düsseldorf und Werder Bremen machen Abstieg und Relegation unter sich aus. Vorteil Düsseldorf: Zwei Punkte und vier Tore Vorsprung auf Rang 16. Bei Union Berlin soll dieser Vorsprung verteidigt werden, das 1:1 gegen Augsburg war zu wenig, um die Relegation perfekt zu machen, sicherte dem FCA aber den Klassenerhalt. Bremens Hoffnungen zerstoben fast schon mit der 1:3-Niederlage in Mainz. An der Weser gibt es mehr Enttäuschung als Zuversicht. Wer an Vorhersehungen glaubt, wird den Abstieg erwartet haben. Mit 55 Jahren Bundesliga stieg 2018 der damalige Dino HSV ab, mit 55 Jahren Bundesliga war Werder diesmal der Dino! Sollte Werder absteigen, ist nächstes Jahr der FC Bayern München der Dino – mit 55 Jahren Bundesliga (seit 1965). Doch für die Bayern gilt das schlechte Omen wohl nicht.

Aufstieg 2. Bundesliga: Glückwunsch an Arminia Bielefeld, das den Aufstieg geschafft hat, den SC Paderborn in Ostwestfalen als Bundesligist ersetzt und mit acht Aufstiegen den Rekord des 1. FC Nürnberg einstellt. In Bielefeld wurde in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und die Region hielt für dieses große Ziel zusammen. Ein persönlicher Erfolg vor allem für Trainer Uwe Neuhaus, der mit 60 Bundesliga-Neuling wird. Zuletzt war Bielefeld 2008/09 in der Eliteliga. Der VfB Stuttgart träumt dagegen vom direkten Wiederaufstieg, liegt auf Platz zwei und hat gegenüber dem Dritten drei Punkte und elf Tore Vorsprung. Das sollte gegen Darmstadt im Endspurt erfolgreich verteidigt werden. Ja, und Dritter ist, Überraschung (!), der 1. FC Heidenheim. Wieder ein kleiner Verein, der die Großen ärgert, diesmal den Hamburger SV. Der einstige Bundesliga-Dino (siehe oben), will nicht zum Dino der zweiten Liga werden, stellt sich aber in punkto Aufstieg ziemlich dumm an. Letztes Jahr rutschte der HSV im Endspurt von Rang zwei auf vier ab und ging leer aus und das droht ihm diesmal auch. Zuletzt musste er in vielen Spielen in den letzten Minuten entscheidende Gegentore hinnehmen und ließ die entscheidenden Punkte liegen. Das war auch beim direkten Duell in Heidenheim der Fall, wo aus einer 1:0-Führung erst das 1:1 und in der 95. Minute (!) das 1:2 wurde. Bei Heidenheim brachten die Joker Schwung rein, beim HSV lagen die Nerven blank, Köpfe und Füße wollten nicht mehr. Jetzt kann der HSV nur auf Meister Bielefeld hoffen und darauf, dass sich der Aufsteiger nicht hängen lässt. Ob die Hamburger allerdings ihre Hausaufgabe gegen Sandhausen lösen können, ist auch fraglich. Also Vorteil Heidenheim.

Abstieg 2. Bundesliga: Ein Abstieg, egal in welcher Liga, ist für jeden Verein traurig, den auswärtigen Fan schmerzt es aber besonders, wenn ein Traditionsverein die Kurve nicht mehr bekommt. Das sieht jetzt im Abstiegskampf der 2. Bundesliga beim 1. FC Nürnberg so aus. 33 Jahre Bundesliga sind leider Vergangenheit, jetzt droht der Durchmarsch von der ersten in die dritte Liga. Aber noch liegt der Club auf dem rettenden 15. Platz mit Punkten Vorsprung auf den Karlsruher SC, der ein Tor besser ist. Der Club ging gegen Stuttgart mit 0:6 ein, ein ähnliches Resultat drohte auch dem KSC gegen Meister Bielefeld, doch plötzlich drehten die Badener nach 0:3 auf, holten noch ein 3:3 raus und bereiteten Nürnberg wieder Sorgen. Dem Abstieg nahe sind Schlusslicht Dynamo Dresden und Wehen-Wiesbaden, die beide drei Punkte Rückstand auf Karlsruhe haben und 14 bzw. 10 Tore schlechter sind. Zumindest die Relegation mit dem Dritten der 3. Liga hat Nürnberg also geschafft.

Frauen-Bundesliga: Ja, auch die Frauen-Bundesliga beendet am kommenden Sonntag ihre Saison und ein bisschen Spannung gibt es auch da noch, obwohl der VfL Wolfsburg die Liga dominiert, sich vorzeitig den vierten Titel in Folge holte und mit dem 0:0 bei Bayern München (1:1 im Hinspiel) ungeschlagen blieb. Das sollte auch gegen Leverkusen gelingen, das noch nicht alle Abstiegsnöte beseitigt hat. Für die Bayern-Mädchen war das 0:0 ein Prestigeerfolg, aber eigentlich zu wenig, denn Platz zwei und damit die Champions League ist noch nicht sicher. Verfolger Hoffenheim gibt nicht auf und hat bei nur zwei Punkten Rückstand noch Chancen, zumal die Badener mit 44:43 die bessere Tordifferenz haben. Also doch ein spannender Endspurt, München muss nach Essen, Hoffenheim nach Potsdam – ähnlich schwere Aufgaben. Kurios: Die Bayern vergaben gegen Wolfsburg gute Chancen, warten auf eine Torjägerin, die zur neuen Saison kommt. Sie heißt Lea Schüller, ist Dritte der Torjägerliste und spielt in – Essen! Sie wird sich doch nicht mit Toren die Champions-League-Teilnahme in der nächsten Saison versauen… Absteigen müssen übrigens die Mädels aus Jena, Köln (gegen Sand) und Duisburg (in Jena) machen den zweiten Absteiger unter sich aus. Vorteil???

Die alte Saison endet am Wochenende, die neue ist bereits im Visier. Die Bundesliga tagte am Montag, im Mittelpunkt stand die Vergabe der TV-Rechte für die nächsten vier Jahre. Wie bisher bekannt, hat sich der „Stammsender“ Sky wieder den Hauptanteil der Rechte der 1. und 2. Bundesliga gesichert, Freitag und Sonntag ist im Oberhaus der Streamingdienst DAZN am Ball. SAT1 steigt wohl mit Rechten im Free-TV für einige ausgewählte Spiele wie beim Rundenbeginn ein. Die ARD-Sportschau und das ZDF-Sportstudio haben wieder Rechte für ihre Sendungen erworben, so dass für die Fußball-Fans einige Sehgewohnheiten bleiben, obwohl auch die Sender coronageschädigt einen Zuschauerrückgang zu verzeichnen hatten. Die Hoffnungen auf wesentlich mehr Geld machte Corona für die Vereine auch zunichte. Der eine oder andere muss seinen Gürtel enger schnallen. Immerhin eine totale Zerstückelung der Übertragungen und Anfangszeiten wurde verhindert, Vorteil Fans.

Fußball-Profis sind aufgewacht und denken über ihren Sport hinaus

Die jungen Männer in den kurzen Hosen mussten sich schon viel anhören, wenn es um ihren Sport ging, den Profi-Fußball. Gängige Formel: „Die haben’s nur in den Füßen, nichts im Kopf.“ Oder: „Millionäre, die in Saus und Braus leben und gar nicht mehr wissen, wie das tägliche Leben aussieht.“ Manchmal setzt das Gehirn wirklich aus, sie gönnen sich etwas Besonderes, ein Goldsteak zum Beispiel, posten das – zeitgemäß – in die Welt hinaus und bedienen damit die gängige Meinung. Der Luxus Einzelner wird zum Running Gag aller, kein Kommentar mehr in den Medien über das Leben der Fußballer, in dem nicht das Goldsteak vorkommt.

Doch Fußball-Profis haben auch anderes im Sinn. Sie zeigten dies zuletzt in der Corona-Krise, als junge Millionäre Spendenaktionen ins Leben riefen und Millionen Euro für Bedürftige und Kleinunternehmen in der Not spendeten. Aktionen, die allerdings bei weitem nicht den Widerhall fanden wie ein Goldsteak. Sie zeigten dies aber auch in der Rassismusdebatte nachToten durch Polizeigewalt in den USA, als viele Profis (auch aus anderen Sportarten) eindeutig Stellung gegen Rassismus und Gewalt Stellung bezogen und die schweigende Mehrheit hinter sich wissen.

Und dabei sind viele Fußball-Profis wohl endgültig aufgewacht, zeigen, dass sie über ihren Sport nachdenken und über ihren Sport hinaus. Wie die Fachzeitung kicker jetzt berichtet, haben sich mündige Spielerinnen und Spieler zu einem neuen Bündnis zusammengeschlossen, das nicht mehr den Mund halten will, sondern mehr Mitbestimmung für die Zukunft einfordert. 70 Profis haben sich schon dazu bekannt, täglich werden es mehr. Den Anstoß gegeben haben wohl u. a. Weltmeister Mats Hummels (Dortmund), Sven Bender (Leverkusen), Andreas Luthe (Augsburg) und Alexandra Popp (Wolfsburg). „Weg mit der Stumm-Taste“ heißt, Stellung beziehen zu Diskriminierung, Verbesserung erreichen bei Gesundheitsrisiken, Solidarität zur Wirklichkeit werden lassen und insgesamt eine bessere Reputation in der Gesellschaft erreichen. Die Fußball-Profis wollen deutlich machen: Wir wissen schon, wie das normale Leben aussieht.

Auch die Fußball-Profis haben mit der Vereinigung der Vertragsfußballspieler eine Art Gewerkschaft, die aber eher in Vertragsangelegenheiten hilft und zu wenig gehört wird. Andreas Luthe sagt im kicker: „Es gibt drei Player in der Bundesliga, die Dachorganisation DFL, die Vereine und die Spieler. Die Maßnahmen werden aber nur von zwei Playern beschlossen, wir Spieler stehen ganz, ganz weit hinten.“ Er hätte auch sagen können: „Wir werden nicht gehört.“

Gerade jetzt im dichtgedrängten Not-Terminkalender der Corona-Krise hatten sich viele Profis beschwert, dass die Spiele zu eng getaktet sind und auf die Gesundheit der Akteure keine Rücksicht genommen wird. Stress pur steht ihnen auch bei den internationalen Terminen im August und September bevor. Urlaub vor der neuen Saison praktisch Fehlanzeige, Ärzte und Spieler warnen, dass das Verletzungsrisiko fast nicht mehr beherrschbar wird. Rassismus, Diskriminierung, Überforderung – die Zeit ist reif für mündige Fußballer. Keiner soll mehr über Goldsteaks reden.

Die UEFA hatte die Losung ausgegeben, dass erst die nationalen Meisterschaften beendet werden sollten, bevor der internationale Spielbetrieb weitergeht. Keiner war so schnell wie die Bundesliga, jetzt muss sie auf die anderen warten, aber im August und September kommt es dick, bevor die Saison 2020/21 wiederum beginnt, praktisch ohne Pause. Festgelegt wurde, dass Champions League und Europa League in Turnierform im Schnelldurchgang abgewickelt werden, die CL in Lissabon, die EL in Nordrhein-Westfalen, mit den Endspielen um Sonntag, 23. August in Lissabon und am Freitag, 21. August, in Köln. Aber bereits im August beginnen auch die Runden der Qualifikation für die neue Saison. Da ist dann der Siebte der Bundesliga dabei. Im September soll aber auch die Nations League der Nationalmannschaften beginnen, für Oktober und November sind in den Länderspielpausen drei statt wie zunächst vorgesehen zwei Termine angesetzt, um die ausgefallenen Spiele nachzuholen. Stress pur auch für die Fußball-Fans, im August gibt es praktisch jeden Tag Fußball zu sehen!

Die noch international beschäftigten Bundesligisten müssen jetzt den Spagat schaffen: Nach der Punktrunde und Pokal-Endspiel Urlaub und dann Vorbereitung auf die restlichen Aufgaben, vielleicht auch nur für ein Spiel. In der CL ist Dortmund ausgeschieden (0:2/2:1 gegen Paris), Leipzig hat Tottenham ausgeschaltet (3:0/1:0) und auf die Bayern wartet noch das Rückspiel im Achtelfinale gegen Chelsea London (Hin 3:0), das entweder in München oder Lissabon stattfinden wird. Dann geht es ins Viertelfinale, das ebenso wie Halbfinale und Finale im K.o.-Modus ausgetragen wird. Genauso die Europa League, da stehen für Leverkusen (3:1 bei Glasgow Rangers), Wolfsburg (1:2 gegen Donetsk) und Frankfurt (0:3 gegen Basel) noch die Achtelfinal-Rückspiele an. Wäre schön, wenn im Endturnier in Nordrhein-Westfalen, wo in Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg gespielt wird, zumindest ein deutscher Vertreter noch dabei wäre und vielleicht sogar bis ins Endspiel kommt. Hat es für die Bundesliga ja schon lange nicht mehr gegeben. Das große Fragezeichen: Haben die deutschen Klubs in den entscheidenden Spielen noch ihre Bundesliga-Form?

Jetzt folgt Europa auf den Spuren der Bundesliga

Weltweit fand die Fußball-Bundesliga für ihr Comeback nach der Conora-Pause Beachtung. Überall wurde aufmerksam verfolgt, ob der Re-Start klappt, wie die Fans reagieren und wie die Organisation funktioniert. Das Hygienekonzept galt ebenso als Vorbild wie das ganze Drumherum. Jetzt wagen sich auch die anderen großen Nationen zurück in die Stadien, Europa folgt auf den Spuren der Bundesliga. Eins ist fast überall gleich: Zuschauer sind nicht zugelassen, es gibt Geisterspiele.

Ausnahmen gibt es, in Weißrussland wurde ungeachtet aller Infektionen schon seit März mit Zuschauern gespielt, andere Nationen starteten (ohne Zuschauer) im Mai, Österreich am 2. Juni und Portugal am 3. Juni. Von den Top-Ligen war nur Frankreich die andere Ausnahme, da wurde die Saison abgebrochen und Paris St. Germain zum Meister erklärt, auch Belgien, die Niederlande, Schottland und Argentinien haben die Saison beendet.

Jetzt geht es aber fast überall los, eine Besonderheit hat sich dabei Italien ausgedacht: Dort wird der Pokal als „Versuchskaninchen“ vorgeschaltet, gleichzeitig sollen attraktive Duelle Geschmack auf mehr Geisterspiele machen. Am Freitag stehen sich Juventus Turin und der AC Mailand gegenüber, am Samstag Neapel und Inter Mailand. Das Finale wird bereits am Mittwoch, 17. Juni, gespielt und am Samstag, 20. Juni geht dann die Meisterschaft weiter.

Besonders froh wird Jürgen Klopp sein. Der deutsche Trainer steht mit dem FC Liverpool vor der lang ersehnten Meisterschaft, auf welche die Fans seit 30 Jahren vergebens warten. Es gab ein Hoffen und Bangen mit dem Horrorgedanken, die Saison könnte annulliert werden. Wird sie nicht, am 17. Juni geht es weiter, neun Spiele stehen für die „Reds“ noch aus, bei 25 Punkten Vorsprung auf Manchester City (ein Spiel weniger, am 17. 6. Nachholspiel gegen Arsenal London) reichen zwei Siege um den Titelgewinn perfekt zu machen. In England wütete das Coronavirus wegen wohl mangelhafter Vorkehrungen besonders, aber der Re-Start wurde von der Regierung genehmigt, die entsprechenden Vorkehrungen getroffen, bei den letzten 1195 Testuntersuchungen bei Spielern und Betreuern der 20 Vereine gab es keinen positiven Befund. Prima. Der Fußball rollt wieder in ganz Europa.

Noch nicht endgültig entschieden ist, wie es mit Champions League (CL) und Europa League (EL) weitergeht. Die UEFA hat den Plan, beide Wettbewerbe in Turnierform auszutragen. Zuerst sollen die nationalen Meisterschaften beendet werden, danach die europäischen Runden zu Ende gespielt werden und zwar jeweils an einem zentralen Ort. Für die CL gilt Lissabon mit umliegenden Stadien als Favorit (auch Frankfurt und München hatten sich beworben), die EL könnte in Deutschland stattfinden, da sind Nordrhein-Westfalen und der Raum Frankfurt im Gespräch.

Ein Problem gibt es für die deutschen Klubs, denn sie müssen als „Frühstarter“ auf die europäische Konkurrenz warten und werden nach Ende der Saison wohl ihre Spieler erst einmal in Urlaub schicken. Das könnte zur Folge haben, das München, Dortmund und Leipzig bzw. Leverkusen, Wolfsburg und Frankfurt ihre Form aus der Bundesliga verlieren, während die anderen Teams in Bestform aus den Ligenspielen kommen. Also auch ein Handicap für die Bayern, die sich zuletzt in toller Form präsentierten und deshalb vom Triple einschließlich CL-Titelgewinn träumen. Corona sorgt halt wirklich für eine komplizierte Saison.

Im Blick ist zudem die neue Saison, die für die oben genannten Mannschaften fast ohne Sommerpause beginnen wird. Die Bundesliga wird wohl statt wie vorgesehen im August erst am 11. September beginnen, davor soll es allerdings eine Pokalrunde geben und Anfang September auch Länderspiele bzw. die Nations League in Europa beginnen. Man sieht also, dass das Termindilemma eklatant ist und die Spieler vor einer großen Belastungsprobe stehen. Die Fußballkritiker und Profi-Neider werden sich die Hände reiben: „Tun sie endlich mal was für ihr vieles Geld!“

Ein Blick nach Amerika lohnt sich. Dort geht es wohl lustiger zu als in Europa, denn sowohl die Basketballprofis der NBA als auch die Fußballer der MLS wollen einen Re-Start im Disney World in Orlando/Florida wagen. Die MLS hat ein Turnier mit 26 Mannschaften vorgesehen, danach soll die reguläre Saison beginnen, wobei die Punkte der Gruppenspiele übernommen werden sollen. Disney World wird auf jeden Fall dafür sorgen, dass es den Profis über Wochen hinweg nicht langweilig wird.

Die Bundesliga sucht nach dem richtigen Weg

Die ganze Welt stöhnt unter der Corona-Pandemie und überall gibt es nur eine Hoffnung: Wann geht dieses Chaos zu Ende, wann lässt der Peiniger wieder ein einigermaßen normales Leben zu. Fast die ganze Welt weiß allerdings auch, dass die Rückkehr zum früheren Alltag nicht so leicht ist und es noch dauern wird. So versuchen es viele Länder in der nächsten Zeit mit Lockerungen, die nur so weit gehen sollen, dass die Zahl der Viruserkrankungen nicht wieder steigt. Jeder sucht also nach dem richtigen Weg in eine normale Zukunft. Den sucht auch die Fußball-Bundesliga, die endlich wieder spielen will, damit einige Klubs nicht Insolvenz anmelden müssen, die endlich wieder spielen will, weil nur dann die Fernsehgelder fließen. Wie der Weg aussehen wird, darüber wird jetzt schon diskutiert, nur eines scheint klar zu sein: Es wird eine gewisse Zeit nur Geisterspiele ohne Publikum geben, vielleicht sogar bis in das nächste Jahr hinein.

Ob der richtige Weg je gefunden werden kann? Den suchen auch alle anderen Sportarten, wobei jede für sich vor besonderen Problemen steht. Nur eines steht fest: Das Publikum wird vorerst ausgeschlossen bleiben. Wer also profitiert von Sport ohne Zuschauer, aber mit Fernsehen? Wer kann Sport treiben ohne Nähe zum Gegner, ohne Kontakte. Das könnte Golf sein, wo auch Freizeitsportler in absehbarer Zeit vielleicht allein über den Platz gehen können, aber eben auch Profis. Das könnte Tennis sein, wo zumindest im Einzel der Sicherheitsabstand immer gewahrt bleiben kann, im Freizeit- und im Leistungssport.

Aber bleiben wir beim Fußball. In Deutschland wird die Regierung am Mittwoch über das weitere Verfahren in Sachen Corona entscheiden und mit ziemlicher Sicherheit gewisse Lockerungen vornehmen, doch wie weit gehen die. Davon hängt auch ab, wie schnell die Profifußballer der ersten bis zur dritten Liga wieder in die Stadien zurückkehren können. Die DFL tagt am Freitag und muss sich natürlich an den Vorgaben orientieren.

Dennoch werden jetzt schon Szenarien durchgespielt. So sollen Spieler, Betreuer und Schiedsrichter alle drei Tage getestet werden, angeblich wären die Kapazitäten dafür vorhanden, der Fußball also keine lebenswichtigen Tests blockieren würde. Die Zahl der Anwesenden in den Stadien soll stark begrenzt werden, von 600 auf etwa 300 mit wenigen Balljungen und Begleitpersonal. Dazu gibt es sogar die Idee, nicht in allen Stadien zu spielen, sondern zwei oder drei feste Spielorte zu installieren, um Reisen einzuschränken. Gespielt werden könnte zum Beispiel in Berlin, Dortmund und Frankfurt oder München. Aber soll die Bundesliga für mehrere Wochen in Quarantäne? Auf jeden Fall sollen die Reisen der Schiedsrichter beschränkt und die Regel gekippt werden, dass Schiedsrichter in ihrem Landesverband nicht pfeifen können. Die Referees sollen nicht übernachten und mit dem Auto anreisen. Den Gedanken wird freier Raum gelassen, nichts ist unmöglich. Es gibt nur ein Ziel: Endlich wieder spielen. Der richtige Weg dahin ist offen.

Viel mehr Probleme wird es auf der internationalen Bühne geben, weil zum Beispiel die Vereine der Champions League und der Europa League in ihren nationalen Ligen vor unterschiedlichen Aufgaben stehen, eine unterschiedliche Zahl von Spielen noch zu absolvieren ist, überall noch offen ist, ab wann überhaupt gespielt werden kann. So wird es mit Sicherheit ein unterschiedliches Ende der einzelnen Ligen geben. Manche erwarten sogar, dass die internationalen Wettbewerbe erst im Herbst weitergehen könnten. Doch auch das wirft wieder besondere Probleme auf: Wie sieht es dann mit Transfers aus, mit welche Mannschaften treten die Teams dann an? Eines zeichnet sich ab: Die Sommerpause könnte im Fußball wegfallen, auch wenn die Bundesliga ihre Saison unbedingt bis 30. Juni beenden will, um keine Probleme mit der Laufzeit von Verträgen zu bekommen. Doch damit sind nicht alle Ungereimtheiten beseitigt.

Corona bringt die Welt durcheinander und natürlich auch den Sport. Aber auch der Alltag muss weitergehen. So hat zum Beispiel der Bundesligist Hertha BSC gehandelt und mit Bruno Labbadia einen neuen Trainer verpflichtet. Der 54-Jährige gebürtige Darmstädter ist Rekordhalter was die Anzahl der Vereine angeht, als Spieler und Trainer macht er mit Berlin jetzt die zehn voll (bei acht Vereinen waren Jörg Berger, Friedhelm Funkel und Otto Rehhagel). Seine Stationen als Spieler waren HSV, Kaiserslautern, Bayern, Köln, Bremen und Bielefeld, als Trainer Leverkusen, HSV, Stuttgart, Wolfsburg und jetzt eben Hertha. Dort ist er der vierte Coach in einer Saison. Das er jetzt beginnt, ist allerdings nachvollziehbar. Manager Michael Preetz hat die Sorge, dass die Sommerpause als Neuanfang ausfällt, also wird der Neuanfang vorgezogen und Labbadia ist zunächst in der Rolle des Retters gefordert, die er eigentlich nicht mehr spielen will.

Der Alltag geht auch bei den Bayern weiter, wo vor allem die Verlängerung der Verträge ansteht. Nach Trainer Hansi Flick hat sich jetzt Vereinsikone Thomas Müller bis 2023 verpflichtet. Thiago soll als Nächster folgen, dagegen gibt es bei Torhüter Manuel Neuer wohl eine Hängepartie. Angeblich will er eine Verlängerung bis 2025, die Bayern aber wie bei den anderen nur bis 2023 und außerdem hat er wohl eine Gehaltsforderung von 20 Millionen Euro in den Raum gestellt, was die Bayern nicht zahlen wollen und was angesichts der derzeitigen Situation wohl auch unangemessen ist. Aber das ist ein anderes Thema, wie der Fußball in der Zukunft aussieht. Warten wir erst einmal ab, ob und ab wann überhaupt gespielt wird. Hoffen wir, dass die Bundesliga den richtigen Weg findet.

Ultras oder Corona – wer leert die Stadien?

Na ja, diese Erkenntnis ist nicht ganz neu, dennoch ein Hinweis darauf: Die Welt ist aus den Fugen geraten. Da passt das Coronavirus wie die Faust aufs Auge, denn dass die Welt aus den Fugen gerät, wird damit nämlich sichtbar. Das tägliche Leben hat sich geändert, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Und natürlich bleibt der Sport davon nicht verschont, wobei es dafür zunächst nur geringe Anzeichen gibt mit Veranstaltungen ohne Zuschauer, aber sie werden mehr werden. In einigen Sportarten werden Veranstaltungen abgesagt, in anderen wird einfach weitergemacht, halt ohne Zuschauer. Das droht jetzt auch der Fußball-Bundesliga. Manche Fans nehmen die drohenden Geisterspiele fatalistisch: „Fußball ist ja sowieso ein Fernsehsport. Millionen sitzen vor den Fernsehern, Millionen Euro werden durch das Fernsehen verdient.“ Wo ist also das Problem? Machen wir wieder Radiokonferenz.

Blickt man auf die vergangenen Wochen und Tage zurück, dann stellt sich allerdings die Frage: Wer leert die Stadien zuerst? Die Ultras, die mit beleidigenden Äußerungen den Anstand vergessen und Spielabbrüche provozieren, oder eben Corona, wenn die Gesundheit im Vordergrund steht und Massenveranstaltungen dafür verantwortlich sein können, dass sich Viruserkrankungen verstärkt ausbreiten. Corona wird die Ultras schlagen, die dann nicht einmal mehr ihre Proteste anbringen können. Der Fußball kann also testen, wie es sich ohne Zuschauer und ohne Stimmung spielt.

Die Frage ist, ob die strengen Maßnahmen der Ministerien und Ämter nicht zu weit greifen und nur die Panik schüren. Da tätigen Menschen Hamsterkäufe, gleichzeitig aber fahren sie dichtgedrängt in der U-Bahn, am Wochenende auch in die Fußballstadien und standen dicht an dicht. Unten auf dem Feld kam es auch zum Körperkontakt, aber nicht vor dem Match. Die Spieler nahmen die Einlaufkinder nicht an die Hand, sondern legten ihnen die Hand auf die Schulter, statt Händeschütteln zur Begrüßung des Gegners gab es einen Ellenbogenkontakt. Abgeklatscht und umarmt wurden nur die eigenen Mitspieler.

Die Bundesliga wird spielen

Die Bundesliga lässt sich vom Coronavirus nicht stoppen, das hat DFL-Geschäftsführer Chrisian Seifert deutlich gemacht. Seinen Worten nach muss die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer an den internationalen Wettbewerben zu ermitteln. Vielleicht wird am Ende auch der Deutsche Meister unter Ausschluss der Öffentlichkeit bzw. der Fans feiern. Alles ist möglich.

So hat der Sport vielleicht auch wieder einmal die Aufgabe, von den großen Problemen der Welt ein wenig abzulenken. Wer also wird Deutscher Meister? Bayern München jedenfalls lässt nicht locker, mit Erleichterung wurde der 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg registriert, ein Gegner, der oft Probleme bereitete und auch jetzt wieder unangenehm war. Aber auch ohne Torjäger Lewandowski bleiben die Bayern auf Kurs mit zuletzt sieben Siegen und dem 0:0 gegen Leipzig. Dortmund drängte sich wieder in die erste Verfolgerrolle mit dem 2:1 im Duell in Gladbach. Positiv wird bei der Borussia registriert, dass mit Haaland und Can genau die richtigen Typen geholt wurden, die der Mannschaft neben Haalands Toren vor allem das Kämpfergen inplantierten. Sprich: Auch schwächere Spiele werden gewonnen, wie es eben Bayern oft vormacht.

Anders sieht es in Leipzig aus, wo zwei Unentschieden die Stimmung trübten. Nicht mehr nach dem Titel schielen, sondern die Teilnahme an der Champions League sichern, sieht Trainer Julian Nagelsmann jetzt als Aufgabe. Das gilt auch in Gladbach und Leverkusen, das sich als Mannschaft der Stunde bezeichnen kann. Da haben inzwischen Schalke, Wolfsburg und Hoffenheim den Anschluss verloren. Dazwischen liegt noch Freiburg mit 36 Zählern, aber dort sieht man einiges anders. Trainer Christian Streich atmet tief durch: „Mit dem Abstieg haben wir nichts mehr zu tun.“ Fast sensationell: Auch Köln sieht es so und schielt mit 32 Punkten und sechs Siegen in den letzten acht Spielen nicht mehr nach unten, sondern eher nach oben. Na ja, in Köln schwenkt die Stimmung immer schneller um als an anderen Orten.

Im Abstiegskampf selbst treten die Klubs quasi auf der Stelle, ein Glück für Vereine wie Augsburg, Hertha und Frankfurt, die zuletzt zu wenig gepunktet haben und immer auf den Abstand nach unten schauen. Paderborn kann das Schlusslicht nicht abgeben, Bremen schafft die Wende nicht und Düsseldorf kommt auch nicht voran. Gegen Mainz wurde schon die zweite Chance zum Punktesammeln gegen Konkurrenten im Abstiegskampf verpasst, mit Unentschieden kommt man nicht weiter. Nächste Chance Freitag gegen Paderborn.

Geisterspiele international

Eines ist wohl sicher: Geisterspiele werden kommen. „Getestet“ haben am Sonntag Juventus Turin und Inter Mailand, auf dem Spielfeld war es eigentlich wie immer. Erste Erkenntnisse kann Dortmund am Mittwoch in Paris sammeln, dort wurde entschieden, die Zuschauer auszuschließen. Die Champions League geht in dieser Woche weiter und es wird einige Geisterspiele geben, u. a. Valencia – Bergamo. Mal sehen, ob die deutschen Klubs auch ohne Fans ihren Siegeszug fortsetzen können. Dortmund lebt von einem 2:1 im Hinspiel und trifft auf eine verunsicherte Mannschaft von Thomas Tuchel. Paris konnte sich ausruhen, das Spiel in Straßburg wurde abgesagt. Leipzig muss einen 1:0-Vorsprung gegen Tottenham verteidigen, diesmal würde ein Unentschieden nicht für lange Gesichter sorgen. Die Bayern haben noch Ruhe, treffen erst nächsten Mittwoch, 18. März, auf Chelsea London.

In der Europa League steht jetzt auch das Achtelfinale an, Frankfurt gegen Basel, Wolfsburg gegen Donezk und Leverkusen bei den Glasgow Rangers sollten nicht chancenlos sein. Im Sport stehen die Zeichen gut für die Bundesliga, in Sachen Corona nicht so gut.

Ob es im DFB-Pokal auch Geisterspiele gehen wird? Optimisten hoffen, dass sich die Epidemie bis zum 21./22. April abgeschwächt hat. In Saarbrücken wird allein die Begeisterung auch Corona besiegen, so eben wie Köln und jetzt Düsseldorf. Nun trifft der Viertligist auf Bayer Leverkusen, außerdem erwarten die Bayern den alten Pokal-Kontrahenten Eintracht Frankfurt.

Der Fußball hat auch noch andere Sorgen, Frag nach in Nürnberg, dort haben einer oder mehrere Unbekannte 50 Flyer mit fast schon unverhohlenen Morddrohungen gegen Nürnberger Spieler aufgehängt. Diese Auswüchse sind schlimm und zeigen, dass die Welt wirklich aus den Fugen geraten ist, leider auch der Fußball und deren Anhänger. Geisterspiele passen also zu geistesgestörten Anhängern.

Ultras werden zu Gegnern des Fußballs

Das Frühjahr ist eigentlich die hohe Zeit des Profi-Fußballs, weil in allen Ligen die Entscheidungen anstehen. In diesem Jahr fällt allerdings ein Schatten auf die Highlights, weil Hass und Hetze sich in den Stadien breitgemacht haben. Ausgerechnet Anhänger von Meister München sorgten in Sinsheim beim Spiel der TSG Hoffenheim gegen die Bayern für einen Tiefpunkt im Fußball, am Ende gab es allerdings auch einen Befreiungsschlag der Spieler, die mit einem Nichtangriffspakt die Begegnung beendeten und den Ultras auf den Rängen mit ihren Hass-Plakaten gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp zeigten: Ohne uns, die Grenze ist überschritten. Übrigens: Bei einem Abbruch wäre das 6:0 der Bayern in eine Niederlage umgewandelt worden.

Schon lange wurde das Verhalten von Fans in allen Vereinen, die sich in den Gruppierungen der Ultras zusammengeschlossen haben, kritisiert und mit Sorge beobachtet. Das (unerlaubte) Abbrennen der Pyrotechnik ist für die Ultras so etwas wie ein Machtbeweis. Der Hoffenheimer Milliardär Dietmar Hopp, der als Mäzen die TSG bis in die Bundesliga hievte und sich damit auch einen Lebenstraum erfüllte, wurde als personifizierter Vertreter des Kommerz zur Hassfigur, immer wieder wurde sein Konterfei vor allem von Dortmunds Ultras ins Fadenkreuz genommen. Angebote zu Gesprächen brachten keine Ergebnisse und Fortschritte. Weil es weiterhin zu Hassplakaten kam, urteilte das DFB-Sportgericht, dass Dortmunds Fans als Wiederholungstäter für zwei Spiele in Hoffenheim ausgeschlossen werden. Dies brachte für die verbohrten Ultras das Fass zum Überlaufen. Sie haben ihre eigenen Regeln, halten sich nicht an Bestimmungen und akzeptieren deshalb keine Kollektivstrafe.

Bei den Bundesligaspielen am Wochenende kam es zu gemeinschaftlichen Aktionen. Die Fangruppen hatten sich zusammengeschlossen, in verschiedenen Stadien Hassplakate gegen den Verband und Hopp gezeigt und so Spielabbrüche provoziert. Für Bayern-Boss Rummenigge ist das Ende der Fahnenstange erreicht, Bayern-Fans waren sich hinterher keiner Schuld bewusst, so dass es jetzt absehbar ist: Die Ultras werden zu Gegnern der Vereine. Die Ultras bezeichnen es als absurd, wenn Spiele abgebrochen würden, absurd ist aber, dass sie dem eigenen Verein schaden. Bisher mussten hohe Bußgelder bezahlt werden, künftig könnte es auch Punkte kosten.

Es geht nicht anders: Die Bundesliga muss die Ultras in den Kurven in die Schranken weisen. Zunächst gilt es strafrechtlich gegen die Urheber der Hassplakate und –parolen vorzugehen. Eine Sache der Polizei, die in Mannheim bereits eine Sonderkommission eingerichtet hat. Alle Vereine müssen sich aber einig sein, dass sie bisher gewährte Vergünstigungen für die Ultras streichen müssen, mehr noch, sie müssen hart vorgehen und Täter mit einem lebenslangen Stadionverbot ausschließen. Wenn jetzt nicht ernsthaft Hass und Hetze (auch gegen farbige Spieler) gestoppt wird, wird der Fußball nie zur Ruhe kommen. Er wird an Stimmung in den Stadien verlieren, aber er muss wieder Recht und Ordnung gewinnen. Die Ultras sehen die Stadien dagegen für sich als rechtsfreien Raum an. Das geht nicht!

Manche Fans sehen sich sowieso als die einzigen wirklichen Vertreter der Vereine, zum Beispiel dann, wenn sie Spieler zur Rechenschaft ziehen, wenn diese nicht die gewünschten Leistungen bringen. Wieder geschehen beim Hamburger SV, wo die Spieler sich erdreisteten in Aue 0:3 zu verlieren und somit der Aufstieg in Gefahr gerät. So geschehen bei Schalke 04, als Torhüter Alexander Nübel nach einem Fehler zum Buhmann gemacht wurde. Die Anfeindungen nach seinem verkündeten Wechsel nach der Saison zu den Bayern haben ihm die Nerven und damit die Form geraubt. Eine gewisse Sorte von Fans kennt keine Gnade. Immer gilt: In der Masse sind sie stark, die Menschlichkeit geht verloren.

Zum Sport: Bundesliga und Pokal
Hass und Hetze drängten den Sport leider in den Hintergrund. Fast erstaunlich, Fußball gespielt wurde auch und es war hochinteressant. So wurde die Frage, wie die Bayern ohne Torjäger Robert Lewandowski, der mit einer Knieverletzung vier Wochen ausfällt, zurechtkommen würden geradezu spektakulär in Hoffenheim beantwortet: Nach 15 Minuten stand es 3:0 für die Bayern, ein neuer Bundesliga-Rekord, noch nie führte eine Auswärtsmannschaft so schnell 3:0. Wer Lewandowski ersetzen soll, beantwortete Trainer Hansi Flick mit Nachwuchsmann Joshua Zirkzee, der schon als Joker entscheidende Tore erzielt hatte und jetzt wieder traf. Zum sportlichen Glück kam hinzu, dass Leipzig im Duell der Verfolger gegen Leverkusen nur ein Remis erreichte. Und am Wochenende können die Bayern wieder auf ein Verfolger-Duell schauen: Gladbach gegen Dortmund.

Bemerkenswertes außerdem: Hertha holte in Düsseldorf einen 0:3-Rückstand zur Pause auf und glich noch zum 3:3 aus. Entscheidender Mann in der Kabine soll der Jürgen Klinsmann kritisierte Torhüter Thomas Kraft gewesen sein, der seine Mitspieler aufrüttelte. Andere Spieler haben angeblich an der Taktiktafel das Spiel für die zweite Hälfe verändert. Von Trainer Alexander Nouri hörte man nichts. Die Mannschaft regelt in der Nach-Klinsmann-Zeit wohl alles selbst.

Auf Europas Bühnen wird in dieser Woche pausiert (es gibt nur die Auslosung für die Nations League), dafür tritt der DFB-Pokal in den Vordergrund. Eine englische Woche haben dabei die Bayern, Leverkusen und Frankfurt und alle drei wollen auch diesmal auf der Erfolgswelle bleiben. Die vor Selbstbewusstsein strotzenden Münchner treffen auf ein verunsichertes Schalke 04, Leverkusen auf das immer für Überraschungen gute Union Berlin und die Eintracht misst sich mit Werder Bremen, das nach einem Erfolgserlebnis lechzt. Das für Sonntag vorgesehene Bundesliga-Duell wurde bekanntlich verlegt, weil Frankfurt nach einer Sturm-Absage erst am Freitag in Salzburg spielen konnte. Im vierten Duell will Regionalligist 1. FC Saarbrücken gegen Fortuna Düsseldorf weiter den Hecht im Karpfenteich spielen. Spektakuläre Szenarien für die Zukunft: Union statt Hertha Berliner Klub im Finale im Olympiastadion oder mit Saarbrücken ein Regionalligist oder mit Düsseldorf ein Bundesliga-Absteiger… Alles ist möglich, die Auslosung am Sonntag in der ARD-Sportschau.

Sensationell: In der Champions League und Europa League blieben die Bundesliga-Vertreter im neuen Jahr ungeschlagen. Die Bayern setzten die deutsche Erfolgsserie mit dem starken 3:0 bei Chelsea London fort, Frankfurt, Leverkusen und Wolfsburg kamen eine Runde weiter und könnten in dieser Form auch das Achtelfinale der EL überstehen. Frankfurt trifft auf den FC Basel, Wolfsburg auf Donezk und Leverkusen muss bei den Glasgow Rangers antreten. Keine leichten, aber machbare Lose.

Noch eine kleine internationale Anmerkung: Jürgen Klopp musste in einer Woche gleich zweimal mit einer Niederlage leben, beim FC Liverpool zuletzt vollkommen ungewohnt. In der Champions League lässt das 0:1 bei Atletico Madrid noch alle Möglichkeiten für das Rückspiel, in der Premier League bedeute das 0:3 beim Abstiegskandidaten FC Watford das Ende einer unglaublichen Erfolgsserie von 44 Spielen ohne Niederlage. Die letzten 18 Spiele hatten die Reds alle gewonnen und damit die Rekordserie von Manchester City eingestellt. Ein neuen Rekord gab es für Jürgen Klopp also nicht, doch den Titel wird er kaum verspielen, bei immer noch 22 Punkten Vorsprung und nur noch zehn Spieltagen.

Die Bundesliga ist die Nummer 1 in Europa

Dieses war der erste Streich, ob der zweite folgt sogleich? Frei nach Wilhelm Busch ein Blick auf die Wettbewerbe im europäischen Fußball bei dem die Klubs der Bundesliga in der ersten Woche der K.o.-Runden so gut abgeschnitten haben wie seit 27 Jahren nicht mehr. 1993 war es nämlich, als es zuletzt fünf Siege gab, Siege aller Teams im Einsatz, diesmal Dortmund, Leipzig, Frankfurt, Leverkusen und Wolfsburg. Damit war die Bundesliga die Nummer 1 in Europa!

Und der zweite Streich? Der wird schon wesentlich schwieriger, so müssen die erfolgreichen Teams in der Europa League in dieser Woche auswärts antreten. In der Champions League ist allein der FC Bayern vertreten, wobei das Gastspiel der Münchner bei Chelsea London eine besondere Brisanz bzw. Vergangenheit hat. Fünf Siege sind bei vier Spielen nicht möglich, aber eine Erfolgsbilanz am Ende der Woche wäre dennoch schön. Allerdings hat in der Europa League nur Frankfurt in Salzburg ein Polster durch das 4:1, Leverkusen in Porto und Wolfsburg in Malmö werden nach den jeweils knappen 2:1 in den Hinspielen Bestleistungen abrufen müssen.

Eine Bestleistung wird auch vom Deutschen Meister erwartet. Ziel der Bayern ist wenigstens das Halbfinale, da will man nicht gleich wieder im Achtelfinale scheitern, wie im Vorjahr gegen den FC Liverpool. Die Voraussetzungen sind diesmal auch andere. Die Bayern stehen zum zwölften Mal in Folge im Achtelfinale und blieben in den Gruppenspielen nicht nur ungeschlagen, sondern stellten mit 18 Punkten und einer Tordifferenz von plus 19 einen neuen CL-Rekord auf. Da liest sich die Bilanz von Chelsea anders, die Londoner schieden zuletzt dreimal hintereinander jeweils im Achtelfinale aus. Bei den Bayern soll es nur ein Ausrutscher gewesen sein, ein Ausscheiden im Achtelfinale gab es vorher nur 2010/11.

Aber Bayern und Chelsea, da war doch was? Die Erinnerung geht natürlich zum „Finale Dahoam“ 2012, als die Bayern in der Allianz Arena den Henkelpott fast schon in den Händen hielten, Drogba noch der Ausgleich zum 1.1 für Chelsea gelang und die Bayern anschließend das Elfmeterschießen unglücklich verloren. Diese schmerzhafte Niederlage war angeblich dann der Treibstoff zum Gewinn der Champions League ein Jahr später. Die Erinnerung an die Niederlage soll jetzt der Treibstoff sein, dass es nicht erneut schlechte Erinnerungen an Chelsea gibt, so wie beim letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2004/05, als die Bayern in London 2:4 unterlagen und ein 3:2 im Rückspiel nicht zum Weiterkommen reichte.

Die Voraussetzungen sind heute andere. Hier die Bayern mit breiter Brust nach einer Siegesserie in der Bundesliga und im Pokal unter Trainer Hansi Flick, dort Chelsea, gebeutelt von Verletzungsproblemen und nur mit vier Siegen in den letzten zwölf Spielen der Premier League. Aber die Mannen von Chelsea-Idol Frank Lampard (2012 in München dabei) halten dennoch Platz vier in der Liga und bauen vor allem auf das deutsche Abwehr-As Antonio Rüdiger. Die Generalprobe gegen Tottenham gelang mit einem 2:1-Sieg. Die Bayern waren beim 3:2 gegen Paderborn eher außer Rand und Band. Lampards Gegenspieler Hansi Flick muss aber gegen Chelsea seine Meisterprüfung absolvieren, seine Zukunft bei den Bayern hängt auch (vielleicht sogar hauptsächlich) vom Abschneiden in der Champions League ab. Zwei gute Omen hat er: Das 7:2 der Bayern gegen Tottenham beim letzten Auftritt in London (noch unter Niko Kovac) und das ausgerechnet der damalige Schiedsrichter Turpin aus Frankreich jetzt wieder Spielleiter ist.

Alle Fünfe für Schalke und Hertha

Die Bundesliga ist das Tagesgeschäft und das haben die Vertreter auf Europas Bühnen allesamt gut bewältigt. Katzenjammer dagegen bei anderen Klubs, so galt für Schalke und Hertha in ihren Heimspielen „alle Fünfe“, sie kassierten gegen Leipzig bzw. Köln je eine 0:5-Niederlage. Bei Schalke war der künftige Bayern-Torhüter Alexander Nübel der tragische Held, der offensichtlich nervlich dem bevorstehendem Wechsel und der Skepsis auf Schalke nicht gewachsen ist. Hertha ist nach dem Klinsmann-Abgang durcheinander und darf gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf so nicht untergehen. Das könnte noch bittere Folgen haben, das nächste wichtige Duell mit einem Team vom Rhein steht bevor, am Freitag in Düsseldorf. Die Fortuna zeigte sich beim 2:0 in Freiburg von ihrer besten Seite und tönt vor den folgenden Vergleichen mit Konkurrenten im Abstiegskampf „dieses war der erste Streich“. Heißt: Der zweite gegen die Hertha folgt zugleich und dann geht es weiter in Mainz. Auf einen Sieges-Streich wartet Werder Bremen sehnsüchtig, gegen Frankfurt sollte er am Sonntag gelingen, sonst könnte es doch das Aus von Trainer Kohfeldt bedeuten.

Keine Blöße gab sich das Spitzentrio, dahinter haderte Gladbach mit einem 1:1 gegen Hoffenheim, das von unschönen Begleiterscheinungen hirnloser Fans begleitet war und sogar ein Spielabbruch wegen beleidigender Banner drohte. Leverkusen konnte aufschließen (2:0 gegen ein schwaches Augsburg), während Schalke, jetzt fünf Spiele ohne Sieg, den Anschluss verloren hat und gegen Wolfsburg und Hoffenheim Platz sechs für Europa verteidigen muss. Dort will die Bundesliga in der UEFA-Rangliste Platz drei auf Dauer verteidigen, was gelingen wird, wenn man öfters mal eine Europa-Woche als Nummer 1 abschließt.

Lesen Sie auch die nachfolgende Kolumne mit einem Thema, das alle Fußball- und Sportfans beschäftigen sollte: „Her mit Respekt, weg mit Rassismus“.

Champions League: Trainer unter Druck

Mit dem Start des Achtelfinales in der Champions League (CL) und der Zwischenrunde in der Europa League (EL) nimmt in dieser Woche der europäische Fußball endgültig Fahrt auf. Der Frühling ist die heiße Phase des Spitzenfußballs, da fallen die Entscheidungen. Im Mittelpunkt diesmal vor allem die Trainer, viele stehen unter Druck, für einige entscheidet sich ihre Zukunft im Verein mit dem Abschneiden in der CL.

Zu den Trainern unter Druck gehören auch zwei aus der Bundesliga, allerdings aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Lucien Favre wird in Dortmund immer wieder in Frage gestellt, spielt die Borussia schwach, kommt seine Ablösung ins Gespräch, trumpft sie auf wie beim 4:0 gegen Frankfurt hat der Schweizer eine eher trügerische Ruhe. Die Bewährungsprobe folgt gegen Paris St. Germain, dem Scheich-Klub mit seinen Stars Neymar und Mbappe sowie Borussias Ex-Trainer Thomas Tuchel, ein besonderes Aufeinandertreffen also. Dortmund hat es im Kreuz, gegen Paris zu bestehen, gleichzeitig hätte Favre wohl für den Rest der Saison der Ruhe, wenn die Borussia weiter im Titelkampf der Bundesliga dabei ist. Anders die Situation für Thomas Tuchel, der einst im Streit nach dem Bomben-Attentat Dortmund verließ, der aber jetzt endgültig in Paris liefern muss. Als die Scheichs aus Katar 2011 mit viel Geld in Paris einstiegen, galt der Gewinn in der CL als bevorzugtes Ziel. Es reichte bisher nicht einmal zum Halbfinale, die letzten drei Jahre war im Achtelfinale Schluss. Tuchel muss liefern, Dortmund könnte für ihn erneut zum Schicksal werden.

Liefern muss ebenfalls Hansi Flick, auch bei den Bayern ist ein Aus im Achtelfinale nicht akzeptabel. Bei Flick geht es um die Zukunft in München, es geht um seine Reputation nach dem Motto „was kann er wirklich?“. In der Bundesliga hat er die Mannschaft auf Vordermann gebracht, doch die Skeptiker fragen, „kann er es auch international?“ Vorgänger Niko Kovac wurde auf der europäischen Bühne Zögerlichkeit vorgeworfen. Gegen Chelsea London sind die Bayern Favorit, anders als im Vorjahr gegen den FC Liverpool mit Jürgen Klopp. Es war zuletzt das Schicksal der Bayern immer gegen den späteren CL-Sieger ausgeschieden zu sein. Aber mehr als das Achtelfinale muss es diesmal sein, die Bayern brauchen es für ihre eigene Reputation, wenn sie Verstärkungen suchen. Gefragte Spieler wollen nur zu einem Verein, der ihnen die Chance auf den CL-Sieg bietet. Hansi Flick hat noch ein bisschen Zeit, die Bayern starten nächste Woche am 25. Februar. Dann muss er liefern.

Auffallend ist, dass viele europäischen Spitzenteams sich in letzter Zeit keineswegs in Bestform präsentierten, so dass die Fans die Spiele in der Champions League wohl mit besonderer Spannung verfolgen. Unter Druck steht auch Quique Setien beim FC Barcelona, der als Nachfolger von Trainer Ernesto Valverde sowieso nur als Notnagel gilt. Unter besonderem Druck steht auch Pep Guardiola bei Manchester City. Wegen Vergehen gegen das Fair Play sprach die UEFA gegen den Verein eine zweijährige Sperre ab 2021 aus. Ob die vor dem Internatioalen Sportgerichtshof CAS Bestand haben wird, muss sich zeigen. Stand derzeit ist, dass es für Pep und City wohl die letzte Chance ist, die Stars im Team zu halten, wenn man die Champions League gewinnt, nachdem die nationale Meisterschaft verloren ist. Pep kann sich einen neuen Verein allerdings aussuchen, auf der Liste stehen u. a. eine Rückkehr nach Barcelona oder München, aber auch Juventus Turin wird gehandelt.

Die CL gelassen sehen kann Jürgen Klopp. Er steht überhaupt nicht unter Druck, er hat 2019 bereits geliefert und jetzt wollen die Fans nichts anderes als die Meisterschaft und die ist bei 25 Punkten Vorsprung in der Premier League eigentlich sicher. Seit 30 Jahren warten die „Reds“ auf den Titel, da ist Klopp auf jeden Fall wieder Held, auch wenn es in der CL schief geht. Dort kann man ja notfalls im nächsten Jahr wieder gewinnen. Die Spiele:

Champions League: Dortmund – Paris, Atletico Madrid – Liverpool (beide 18.2/ Rückspiele 11.3.), Bergamo – Valencia, Tottenham – Leipzig (beide 19.2./10.3.), Chelsea – Bayern, Neapel – Barcelona (beide 25.2./18.3.), Real Madrid – Manchester City, Lyon – Juventus Turin (beide 26.2./17.3.).

In der Europa League sind aus der Bundesliga noch Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg vertreten. Die reizvollste Aufgabe hat wohl die Eintracht gegen den RB Salzburg. Allerdings hat Österreichs Meister einige Stammspieler wie Torjäger Erling Haaland (Dortmund) im Winter abgegeben und verlor jetzt gegen Verfolger LASK Linz und musste die Tabellenführung abgeben. Leverkusen trifft auf Portugals Spitzenteam FC Porto, Wolfsburg auf Malmö FF. Reguläre Spieltage jeweils Donnerstag 20. und 27. Februar.

Klinsmann und die Bundesliga

Als Trainer unter Druck fühlte sich wohl auch Jürgen Klinsmann, der mit seiner Demission in Berlin in der letzten Woche für den Paukenschlag sorgte. Er schätzte wohl die Situation bei der Hertha völlig falsch ein und glänzte nur mit großen Sprüchen und Visionen außerhalb jeder Realität. Nach 76 Tagen verabschiedete er sich wieder und hat seinen Ruf in Deutschland endgültig ruiniert. Immerhin hinterließ er etwas Positives, nämlich neue Spieler, die der Hertha helfen können. Piatek und Cunha waren maßgeblich mit am 2:1-Sieg in Paderborn verantwortlich. Die Hertha gab in der Winterpause 77 Millionen Euro für Neuzugänge aus, so viel, wie kein anderer Verein weltweit! Aber Klinsmann träumte noch von prominenteren Namen: Özil, Götze, Draxler und auch Can standen auf seiner Wunschliste! Klinsmann-Assistent Alexander Nouri soll jetzt die Hertha retten, aber eine Zukunft als Cheftrainer hat er wohl nicht.

Immerhin, die größten Sorgen ist Hertha los. Auffällig, dass sich in der Bundesliga langsam die Fronten klären. Die Spitzenteams ließen nichts anbrennen, Bayern verteidigte die Tabellenführung, Leipzig, Dortmund und Gladbach bleiben dran. In die CL-Plätze drängt noch Bayer Leverkusen. Schalke sowie die Verfolger Freiburg, Hoffenheim und Wolfsburg machen dahinter den einen verbliebenen Platz für die Europa League unter sich aus.

Am Tabellenende haben die letzten drei Teams Düsseldorf, Bremen und Paderborn an Boden verloren. Wer bekommt da noch die Kurve? Die Fortuna steht vor den Wochen der Wahrheit, die nächsten Gegner heißen Freiburg, Hertha, Mainz, Paderborn und Köln – bis auf Freiburg alles Kellerkinder bzw. Konkurrenten. Werder und Paderborn haben mit Dortmund und Bayern Spitzenteams vor der Brust, da wären Punktgewinne fast ein Wunder. Und so bleibt es in Bremen auch bei der Hängepartie: Schafft Trainer Florian Kohfeldt die Wende oder nicht? Seine letzte Chance ist vielleicht am 1. März, wenn Frankfurt in Bremen gastiert. Ein Trainer unter Druck.

Uli Hoeneß und andere Auffälligkeiten

Der Fußball hat eigentlich genug Aufmerksamkeit, so dass er übertriebene PR-Aktionen gar nicht braucht. So war auch die Aufregung um eine Beschwerde von Torhüter Marc-Andre ter Stegen über eine mangelnde Berücksichtigung in der Nationalmannschaft eigentlich gar nicht nötig. Was muss nur Bayern-Präsident Uli Hoeneß geritten haben, dass er aus einer harmlosen Aussage eine Affäre machte. Die „Abteilung Attacke“ des FC Bayern ist wieder einmal über das Ziel hinaus geschossen und hat nur eines deutlich gemacht: Der angekündigte Rückzug aufs Altenteil ist richtig.

Barcelonas Torhüter beschwerte sich in Spaniens Medien darüber, dass sein Aufenthalt bei der DFB-Elf eine „schwere Zeit“ gewesen sei. Er hätte gern einen Einsatz gehabt, den ihm ja Bundestrainer Joachim Löw auch öffentlich zugesagt hat („ter Stegen wird seine Einsätze bekommen“). Jetzt hätte ter Stegen nach starken Leistungen (auch in Dortmund wieder) gern mal gespielt. Unklar ist, ob ihm Löw Hoffnung auf das Spiel in Nordirland gemacht hat, richtig war, dass Löw in dem vorentscheidenden Match der EM-Qualifikation auf Nummer Sicher ging und mit Manuel Neuer ein Experiment ausschloss. Kapitän Neuer konterte die Attacke von ter Stegen kühl („wir sind eine Mannschaft, das war nicht der richtige Zeitpunkt“) und damit wäre alles erledigt gewesen. Wenn da nicht Uli Hoeneß eine Laus über die Leber gelaufen wäre…

Der Bayern-Boss fühlte Manuel Neuer und Bayern angegriffen und wollte sich in übertriebener Väterlichkeit vor seinen Spieler stellen, machte sich dabei aber fast zur Lachnummer. Aus einer Mücke einen Elefanten zu machen ist dann sinnvoll, wenn man in die Schlagzeilen will, um endlich mal wieder Aufmerksamkeit zu bekommen. Das haben aber weder die Bayern noch Hoeneß nötig. Die Medien ließen natürlich alle möglichen interessanten und uninteressanten Menschen zu Wort kommen und bauschten das Thema auf. Nur einer meldete sich nicht, der wichtigste Mann, nämlich Joachim Löw. Der Bundestrainer wird mit Schrecken an die nächsten Länderspiele gedacht haben, am 9. Oktober das Testspiel gegen Argentinien, am 13. 10. in der EM-Qualifikation in Estland. Ter Stegen wird auf jeden Fall einmal spielen, dann wird es heißen, „man muss sich nur beschweren…“. Schließlich gibt es so gleich wieder eine schöne Schlagzeile. Dies ist das einzig Negative, ter Stegen hat Löw unter Druck gesetzt, aber Uli Hoeneß ist schier geplatzt.

Es gab aber nicht nur Uli Hoeneß, sondern auch noch andere Auffälligkeiten. So zum Beispiel die Pleiten der Bundesligisten auf Europas Bühne. Leverkusen blamierte sich beim 1:2 gegen Lokomotive Moskau in der Champions League, Borussia Mönchengladbach verkam beim 0:4 gegen den Wolfsberger AC aus Österreich zur Lachnummer. Frankfurt mühte sich dagegen gegen Arsenal London, wenn am Ende auch ein 0:3 stand. Trotz Siegen von Bayern, Leipzig und Wolfsburg (allerdings Zuschauerpleite) und dem achtungsvollen 0:0 von Dortmund gegen Barcelona hat die Bundesliga also insgesamt keine gute Figur in der ersten Runde der Europapokalwettbewerbe abgegeben.

Apropos Europa, auffällig ist, dass einige Star-Klubs schwächeln. So Real Madrid, das beim 0:3 in Paris unterging, sich national aber wieder gefangen hat, dafür gibt es jetzt Krach in Barcelona nach einer 0:2-Pleite in Granada und nur Platz acht in der Liga. Da tobte sogar der sonst so ruhige Lionel Messi. Dafür sorgt der umstrittene Brasilianer Neymar in Paris für Auffälligkeiten, mit Toren dankt er Trainer Thomas Tuchel dafür, dass dieser den Wechselwilligen in Gnaden wieder aufgenommen hat. So kann St. Germain eine Verletzungsmisere kaschieren. Auffällig auch, dass Serien-Meister Juventus Turin in Italien nicht die Nummer 1 ist, sondern derzeit Inter Mailand. Deutet sich da ein Erdbeben an? In Spanien ist es Athletic Bilbao (!), in England dagegen der FC Liverpool. Der hat sogar nach dem 2:1 bei Chelsea weiter fünf Punkte Vorsprung vor Verfolger Manchester City, das zuletzt gegen Neuling Norwich patzte. Da nützte es nichts, dass sich die Pep-Schützlinge gegen Watford mit 8:0 den Frust von der Seele schossen.

Auffällig in der Bundesliga die Verletztenmisere bei Werder Bremen. Ungefähr zehn Stammspieler fehlen Trainer Florian Kohfeldt, für den vor allem der Ausfall von Torjäger Niclas Füllkrug ein Schock war. Da war das 0:3 gegen Leipzig nur logisch und jetzt geht es auch noch nach Dortmund. Auffällig aber, dass RB Leipzig damit weiter von der Tabellenspitze grüßt, Dortmund aber die erste Verfolgerrolle mit dem 2:2 in Frankfurt an die Bayern abtrat. Bei den Bayern läuft nicht alles rund, aber das wird überdeckt von der Tormaschine Robert Lewandowski und von der Freude über Neuzugang Coutinho, der immer mehr andeutet, welche Verstärkung er für die Münchner sein kann.

Eine besondere Auffälligkeit auch außerhalb des Fußballs: Sebastian Vettel hat in Singapur in der Formel 1 sein erstes Rennen nach über einem Jahr gewonnen! Zuletzt hatte der Heppenheimer mehr mit Fehlern und Hinterherfahren für Schlagzeilen gesorgt, er wurde zum Sorgenkind. Vielleicht hat ihm jetzt deshalb Ferrari den Sieg geschenkt, denn eine verkorkste Stallregie bremste den führenden Charles Leclerc aus und brachte Vettel nach vorn. Die Folge: Krach bei Ferrari, Leclerc will sich das nicht gefallen lassen. Auch Mercedes half gnädigerweise mit einer verpatzten Stallregie für Hamilton und Bottas mit, als wenn man sagen wollte, wir müssen diesen mutlosen Sebastian Vettel ein bisschen aufzubauen. Hoffentlich hält sich Vettel nicht gleich wieder für den Größten. Andererseits wird es mal wieder an der Zeit, dass Mercedes zeigt, dass es noch siegen kann, nachdem jetzt Ferrari dreimal vorn lag und damit eine Wiederauferstehung feierte. Die Formel 1 aber freut sich über die Spannung vor dem nächsten Rennen am Sonntag in Sotschi.

Ein Hinweis: In dieser Woche noch ein Kommentar zur bevorstehenden Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Katar.

Die Champions League muss ein Fest für die Kleinen bleiben!

Was haben die nationalen Pokal-Wettbewerbe und die Champions League gemeinsam? Die kleinen Vereine freuen sich, wenn einer der „Großen“ mal bei ihnen vorbei schaut. Sie feiern dann ein Fest, über das noch viele Jahre geredet wird und an das sich Generationen manchmal noch erinnern. Geht es nach den großen, geldgierigen Vereinen, dann wird es diese Feste nicht mehr geben. Sie wollen die kleinen Vereine möglichst kurz halten, unter sich bleiben und vor allem (gesichert) immer ein großes Stück vom (Geld)Kuchen abbekommen. Diesem Ansinnen muss Einhalt geboten werden: Die Champions League muss ein Fest für die Kleinen bleiben! (Siehe auch „Müssen die Fans den Fußball retten? Geld oder Stimmung?“ vom 7. September)

In dieser Woche beginnen Champions League (CL) und Europa League (EL) noch nach altem Modus, Freilich, was sind eigentlich kleine Vereine? Wohl die, die sich erst durch die Qualifikation quälen müssen. Nennen wir sie lieber Außenseiter, die dann die Gruppenphase schaffen. Das sind zum Beispiel Club Brügge in Gruppe A mit Paris und Real, Roter Stern Belgrad mit Bayern und Tottenham in der Gruppe B, Dinamo Zagreb mit Manchester City in der Gruppe C oder Slavia Prag mit Dortmund und Barcelona in der Gruppe F. Dazu feiert Atalanta Bergamo seine CL-Premiere und der RB Salzburg ist mit der Gruppenphase am Ziel seiner Wünsche.

Für die deutschen Fernsehschauer bleibt eines gleich, sie sehen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – nichts! Nur die Europa League wird es im Free-TV geben (RTL bzw. Nitro) oder das CL-Finale bei deutscher Beteiligung. Ansonsten besitzen der Pay-TV-Sender Sky und der Streamingdienst DAZN die Rechte. Geldgier ist Schuld, aber die Klub-Bosse haben bereits gemerkt, dass sie einen Fehler gemacht haben. Die Begeisterung an der CL sinkt, Spiele im Free-TV steigern das Interesse in der Öffentlichkeit. Mit den neuen TV-Verträgen ab 2021 wird es wohl ein Umdenken geben.

Für die Fans der beteiligten Vereine sind Europa-Tage meist Feiertage, die Fans von Eintracht Frankfurt machen es vor. In München ist dies nicht so krass, dort hat der Gewöhnungseffekt schon eingesetzt. Da sorgen nur Negativereignisse für Turbulenzen, so wie im Vorjahr das Ausscheiden im Achtelfinale gegen den FC Liverpool. Da war es auch kein Trost mehr, dass die Klopp-Jungs schließlich den Pokal in die Höhe stemmten. Diesmal soll es mehr sein, gegen Belgrad, Piräus und Tottenham sollten die Bayern ins Achtelfinale wieder einziehen.

Überwintern wollen auch die anderen deutschen Klubs, wobei Borussia Dortmund gleich am Dienstag mit dem Knüller gegen den FC Barcelona (wohl ohne Messi) starten darf (muss). Inter Mailand ist ein weiteres Schwergewicht in der Gruppe, Außenseiter bleibt Slavia Prag. Leicht wird es für die Borussen nicht, ist aber machbar. Bayer Leverkusen wurden nicht nur in der Bundesliga in Dortmund in Grenzen aufgezeigt, dass könnten Atletico Madrid und Juventus Turin auch in der CL tun, aber erst kommt mal Außenseiter Lokomotive Moskau. RB Leipzig tummelt sich in einer ausgeglichenen Gruppe, Benfica Lissabon, Olympique Lyon und Zenit St. Petersburg sind die Gegner. Einen Favoriten gibt es nicht, ein Ausscheiden wäre für die Nagelsmann-Schützlinge aber eine Enttäuschung.

Enttäuschungen müssen fast alle Vereine im Laufe der Runde hinnehmen, am Ende feiert ja nur einer. Im Vorjahr dominierten die englischen Vereine, das Finale Liverpool – Tottenham (2:0) hätte keiner erwartet, gerade der FC Barcelona erlebte im Halbfinale nach einem 3:0 mit einem 0:4 im Rückspiel gegen die „Reds“ eine besondere Enttäuschung. Jetzt will nicht nur Barcelona neu angreifen, sondern auch Real Madrid, Juventus Turin (mit Ronaldo) und Paris St. Germain (endlich mal international erfolgreich sein). Dazu möchte Pep Guardiola Manchester City auch zu einem internationalen Titel führen und die Bayern träumen in jedem Jahr, dass sie doch eigentlich die Champions League gewinnen könnten. Die CL wird uns Spaß machen, vielleicht aber erst richtig im nächsten Jahr, wenn die K.o.-Runde beginnt.

Die Europa League ist die zweite Liga, die Klubs bekommen weniger Geld und weniger Aufmerksamkeit. Und dennoch ist die EL für die Vereine attraktiv. An prominenten Namen fehlt es ja nicht, siehe Arsenal London, Manchester United, FC Sevilla, Lazio Rom, AS Rom und FC Porto. Die Bundesliga-Klubs sollten mit Ehrgeiz bei der Sache sein und mit dem Willen, auf den Spuren von Eintracht Frankfurt zu wandeln, sowohl was den sportlichen Erfolg (im Vorjahr Halbfinale gegen Chelsea London) als auch die Begeisterung angeht. Die Eintracht startet mit dem Knüller gegen Arsenal London und hat Standard Lüttich und Vitoria Guimaraes (Portugal) als Gegner. Borussia Mönchengladbach muss sich gegen den Wolfsberger AC, AS Rom und Basaksehir Istanbul beweisen, was nicht leicht wird. Der VfL Wolfsburg hat PFK Oleksandrija (Ukraine), KAA Gent und AS Saint-Etienne als Gegner.

Horror-Wochenende der Bayern

Bei den Vereinen heißt es immer, Europa ist eine Kür, die Bundesliga ist die Pflicht. Aber auch die Pflicht kann interessant sein. Das vergangene Wochenende hat es gezeigt mit den Duellen der Spitzenteams. Dortmund überzeugte mit dem 4:0 gegen Leverkusen, feierte quasi ein Comeback, der RB Leipzig rettete die Tabellenführung mit einem 1:1 gegen die Bayern, die das Unentschieden als Niederlage wahrnehmen mussten, nachdem sie die ersten 45 Minuten „die beste Halbzeit seit ich hier Trainer bin“ (Niko Kovac) gespielt haben. Es stand wohlgemerkt 1:1. Und vor den Bayern steht jetzt in der Tabelle sogar der SC Freiburg mit einem Zähler mehr punktgleich mit Dortmund. Da kann man sich vorstellen, wie sich die Bayern fühlen. Die mussten sowieso ein Horror-Wochenende hinnehmen, denn von den U19 bis zu den Profis gewann keine Mannschaft. Die Bayern II gab in der 3. Liga beim 2:2 in Großaspach ein 2:0 aus der Hand, die U19 verlor in Heidenheim 1:3 und die Frauen erlebten als großer Favorit gegen Leverkusen mit 1:2 eine totale Pleite (im Vorjahr noch 8:0 und 10:1)!

Von Horror ist auch in Berlin die Rede, die Hertha nämlich als Schlusslicht. Mit neuem Geldgeber und neuem Trainer sollte alles besser werden, doch bisher klappt nichts. Manager Michael Preetz will noch ruhig bleiben, doch für Dardai-Nachfolger Ante Covic und sein Team müssen Siege her. Die nächsten Gelegenheiten gibt es bis zur nächsten Länderspielpause gegen den punktgleichen (je 1) Neuling SC Paderborn (das Duell um die Rote Laterne also), 1. FC Köln und Fortuna Düsseldorf, also alles Kandidaten, die man eher dem Abstiegskampf zuordnet. Gibt es keine oder nur wenige Punkte, dann gehört die Hertha auch zu diesem Kandidatenkreis.

Die ersten Siege feierten dagegen Mainz (eben gegen die Hertha) und der FC Augsburg, der Eintracht Frankfurt zu seinem Lieblingsgegner erkor. Gegen die Eintracht platzte im Vorjahr im Abstiegskampf beim Debüt von Trainer Martin Schmidt mit 3:1 der Knoten und das klappte auch diesmal mit dem 2:1. Einen Lauf gegen die Eintracht hat auch Stürmer Marco Richter, der zum 1:0 traf und vier seiner sechs Bundesliga-Tore gegen Frankfurt erzielte. „Jetzt geht es richtig los“, ist das Motto beim FCA, doch gegen die Eintracht geht es nur zweimal im Jahr. Nächster Gegner ist der SC Freiburg, der hat einen Lauf, ist an Bayern sogar vorbei und ist jetzt also ein Spitzenteam und nicht unbedingt Augsburgs Lieblingsgegner (im Vorjahr 5.! und 1:4).