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Kommentare rund um Fußball und anderen Sport

Kategorie: Eishockey

Eishockey extrem

Red Bull München, der Verein, der vom österreichischen Brause-Hersteller mit finanziellen Zuwendungen „gedopt“ wird, hat wieder die Deutsche Eishockey-Meisterschaft gewonnen. Eigentlich verblüfft diese Tatsache nicht, denn im Eishockey sind Erfolge nur mit reichen Gönnern möglich, ohne Zuwendungen von außen kann in der Deutschen Eishockey Liga nicht kostendeckend gearbeitet werden. Gegner Wolfsburg Grizzlys macht dies ebenfalls deutlich, wird der Klub in der Autostadt doch von Volkswagen massiv unterstützt. Was nicht heißen muss, dass es diese Endspielpaarung auf Dauer geben muss. Aber immerhin war das Finale eine Wiederholung des Vorjahres, damals marschierten die Münchner mit vier Siegen durch, diesmal überließen sie dem Gegner großzügig einen Sieg, damit sie die Meisterschaft am Ostermontag dann in eigener Halle feiern konnten!

Eishockey extrem zeigte sich bei diesen Finalspielen dadurch, dass die Mannschaften alle zwei Tage auf dem Eis standen. Einen Tag spielen, den anderen Tag reisen – das muss man den Aktiven in anderen Sportarten erst einmal aufhalsen. Vielspielerei gehört im Eishockey zum Geschäft. Im Fußball sind die Spieler den englischen Wochen allerdings auch nicht abgeneigt, wie die Trainer und Funktionäre immer tun, wenn sie über die Belastung klagen, denn da heißt es nämlich „wir spielen lieber, als dass wir trainieren“. Zum Training kommen die Eishockey-Cracks während der Play-Offs kaum, da ist mehr Regeneration angesagt.

Eishockey extrem zeigt sich auch dadurch, dass der Meister eigentlich in einer unwürdigen Halle spielt, denn die Olympia-Eishalle von 1972 ist alt und zu klein. Das will Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ändern, schon lange ist eine neue Mehrzweckhalle auf dem Olympiagelände in Planung. Rentieren soll sich der Bau dadurch, dass auch die Basketballer von Bayern München als Mieter einsteigen, Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist ein Befürworter dieses Projektes und er träumt wohl davon, dass die populären Meister dann alle aus München kommen. Zunächst natürlich mal die Fußballer, mit den Basketballern hat er es auch geschafft und mit Red Bull in einer Halle wäre ja auch die Nähe zum Eishockey gegeben. In alten Zeiten hat der FC Bayern übrigens ein Projekt Eishockey wegen der Kosten und Hallenprobleme schnell wieder auf Eis gelegt. „Eishockey extrem“ urteilten die Bayern.

Eishockey extrem zeigt sich auch bei der Nationalmannschaft. Die Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr unüblich in zwei Ländern ausgetragen. Deutschland (Köln) und Frankreich (Paris) firmieren als Gastgeber, was praktisch ist, denn so haben beide Heimvorteil. Nichts Neues ist es, dass die Eishockey-WM dann beginnt, wenn die Tage wieder wärmer werden, nämlich am 5. Mai, erst am 21. Mai steht der Weltmeister fest, das Endspiel findet in Köln statt. Aber in den modernen Hallen können die Zuschauer nicht einmal Abkühlung suchen. Der PR-Wert für den Wintersport hält sich zu dieser Zeit in Grenzen.

Eishockey extrem zeigt sich auch dadurch, dass die deutsche Nationalmannschaft in ihrer Vorbereitung mit C- und B-Kadern durch Europa tingelt, dass aber alle Spiele als offizielle Länderspiele gewertet werden. Ein Unding, wie es beim DEB leider seit Urzeiten Usus ist.

Eishockey extrem, dafür sorgte auch die NHL. Die Profi-Liga in Nordamerika schockte die Sportwelt damit, dass sie 2018 für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea keine Spielpause einlegen wird, ergo also keine NHL-Profis abgestellt werden. Das war letztmals 1994 in Lillehammer so, danach sah die NHL in Olympia durchaus einen Werbewert auch für ihre Liga. Jetzt allerdings wird das Herz der Spiele geschwächt, wenn quasi zweitklassige Mannschaften um die Medaillen kämpfen. Wer will, kann es so sehen, wie DEB-Präsident Franz Reindl, der darauf verweist, dass dann die kleineren Nationen größere Chancen hätten. Verlierer ist aber immer der Sport. Der eine oder andere NHL-Star will sich allerdings das Erlebnis Olympia nicht verbieten lassen. Russlands Star Alexander Owetschkin kündigte seine Teilnahme bereits an, der Linksaußen der Washington Capitals war bereits dreimal Weltmeister und will auch noch Olympiasieger werden. Ob der Verein mitspielt oder der Russe einfach einen Vertragsbruch begeht?

Vergessen werden darf bei dieser Entscheidung nicht, dass der Eishockey-Weltverband seit der Rückkehr der NHL-Profis 1977 in Wien die Austragung der Weltmeisterschaft deshalb immer weiter ins Frühjahr verschoben hat, damit möglichst viele NHL-Profis teilnehmen können, wenn sie in Nordamerika im Stanley-Cup mit ihren Teams ausgeschieden sind. Das zeigt auf, wie weh die Absage der NHL tut. Das ist für die IIHF Eishockey extrem.

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Nationalteams: Zugpferde als Problemfall der Ligen

 

Die Nationalmannschaften sind von jeher das Zugpferd der Sportarten. Beispiel Fußball: Spielt die DFB-Auswahl, dann sitzen wesentlich mehr Zuschauer vor den Bildschirmen als bei jedem Verein, sei es nun Bayern München oder Borussia Dortmund. Die großen Turniere wie Welt- und Europameisterschaft holen in ihren Jahren jeweils die Einschaltrekorde. Wer im Laufe einer Saison allerdings genau hinschaut, der stellt fest, dass die Profi-Ligen die Nationalteams inzwischen mehr als notwendiges Übel sehen und die Anzahl der Auswahlspiele am liebsten reduzieren würden. Der neutrale Beobachter sagt: Das darf doch nicht wahr sein, die Zugpferde als Problemfall der Ligen.

Im Fußball gab es zuletzt Diskussionen, ob die Spieler ihren Marktwert über den Verein oder die Nationalmannschaft steigern können. Ausgangspunkt der Diskussion: Die Vereine beklagen, dass der DFB ihnen potentielle Werbepartner abspenstig macht. Klar, es gibt nur einen Kuchen und jeder will ein Stück abhaben. Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft, machte den Vereinen deutlich, dass der DFB potente Werbepartner braucht und die Vereine von der Auswahl profitieren würden, weil die Spieler durch ihre Einsätze für das Land den Marktwert steigern würden. Die Vereine wiederum beklagen, dass die Spieler oft verletzt zurückkommen und es schließlich der Verein ist, der die Spieler bezahlt und in Form bringt. Beide Seiten haben auf ihre Art recht, doch der quasi unbeteiligte Fan begeistert sich am ehesten halt für die Nationalmannschaft, für die nationale Aufgabe und was im Hintergrund abläuft ist ihm egal.

Ähnlich ist es in anderen Sportarten. Die Handball-Nationalmannschaft wusste zuletzt zu begeistern, wurde Europameister und holte Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio. Die Vereine hofften auf einen Handball-Boom. Vergebens! Die Leute begeistern sich für die Nationalmannschaft, nicht für die Liga, auch wenn die als stärkste der Welt gilt. So schauen die Vereine bei der Spielerwahl auf sich und auf deutsche Talente, die haben es im eigenen Land bei der Entwicklung entsprechend schwer.

Besonders krass ist es im Eishockey. Die Liga aller Ligen ist die National Hockey League in Nordamerika. Derzeit spielen sieben deutsche Cracks in Übersee, eine stattliche Zahl für das deutsche Eishockey. Das Problem: Wer in der NHL erfolgreich ist, hat für die DEB-Auswahl keine Zeit. Was möglich wäre, zeigte die Olympia-Qualifikation im September, die vor der eigentlichen Saison gespielt wurde und deshalb hatten auch alle Stars Zeit. Das Resultat war die stärkste Nationalmannschaft seit vielen Jahren. Doch dies wird ein einmaliger Fall gewesen sein. Die Nationalmannschaft ist kein Zugpferd, sondern ein Lückenfüller. Bei Weltmeisterschaften treten nur die NHL-Profis an, die mit ihren Klubs im Kampf um den Stanley Cup ausgeschieden, auf Olympische Spiele wird meist gar keine Rücksicht genommen.

Krach gab es auch im Basketball um die Nationalmannschaft. Vor der wichtigen EM-Qualifikation gab es Absagen zuhauf und nach entsprechend schwachen Leistungen Beschwerden der Vereinsfunktionäre. Die einen beklagten eine mangelhafte Organisation, die anderen die medizinische Betreuung und manche gingen sogar so weit, dass sie die Abschaffung des Auswahlteams forderten. Nach dem Motto „bringt eh nichts“. Mit Mühe und Not wurde die Qualifikation geschafft, aber Zugpferde wollen anders behandelt werden.

Manche Funktionäre sollten das Rad der Geschichte zurückdrehen und zur Vernunft kommen. Eine Nationalmannschaft ist das Aushängeschild einer Sportart und muss entsprechend gehegt und gepflegt werden, wenn sie neue Fans für den Sport gewinnen soll. Auch im Profisport darf der nationale Gedanke nicht ad acta gelegt werden. Eine Nationalmannschaft hat auch die wichtige Aufgabe, die Jugend für den Sport zu begeistern und entsprechend Talente heranzuführen. Ohne neue Talente kann auch der Profisport nicht leben. Deshalb: Die Zugpferde sollten kein Problemfall sein, sondern immer gut gefüttert werden!

Eishockey-Glücksfälle und das Pech, das Glück vergänglich ist

 

 

Zumindest in Deutschland haben wir derzeit einen schönen und warmen Spätsommer – wer denkt denn da an Eishockey. Dennoch hat sich der vermutlich schnellste Sport der Welt positiv ins Gespräch gebracht. Die Olympia-Qualifikation für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea musste aus Termingründen bereits vor der eigentlichen Saison gespielt werden. Eigentlich ein Unding, dass ein wichtiges Turnier zu einem Zeitpunkt ausgetragen wird, an dem die Spieler noch gar nicht richtig in Form sind. Die Deutschen aber waren gut genug und holten sich mit Siegen gegen Japan, Österreich und Lettland das Olympia-Ticket. Möglich machte dies eine Anhäufung von Glücksfallen. Doch Vorsicht: Glück ist bekanntlich vergänglich.

Der Zeitpunkt vor der Saison war schlecht und glücklich zugleich. Schlecht eben, siehe oben, weil die Cracks ohne Punktspielpraxis aufs Eis mussten. Glücklich, weil alle Stars aus der nordamerikanischen Profi-Liga NHL Zeit hatten und dabei sein konnten. Man glaubt es kaum, dass der neue Bundestrainer Marco Sturm, selbst ein einstiger NHL-Star, gleich sieben NHL-Spieler nominieren konnte. Damit war Deutschland Spitze und gleichzeitig Favorit.

Ein weiterer Glücksfall: Mit Tom Kühnhackl holte ein deutscher Spieler mit den Pittsburgh Penguins den begehrten Stanley Cup, ein Vorhaben, das nur Uwe Krupp (auch mal Bundestrainer) aus deutscher Sicht schaffte. Kühnhackl, Sohn der Eishockey-Legende Erich Kühnhackl, zum Spieler des Jahrhunderts gekürt, rückte im Laufe der Saison ins NHL-Team auf und setzte sich als Arbeiter auf dem Eis durch. Der Vater war als Torjäger gefürchtet, fürchtete aber seinerseits den Sprung in die NHL, der möglich gewesen war. Jetzt glänzte Sohn Tom auch aus Torschütze und sicherte mit seinem „Abstauber“ zum 3:2 gegen Lettland den Flug nach Südkorea. Seine Glückssträhne hielt also ebenso an, wie die des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Übrigens gewann Erick Kühnhackl mit dem DEB-Team 1976 bei Olympia in Innsbruck sensationell Bronze (in einem allerdings schwach besetzten Turnier). Ein Medaillengewinn, den Sohn Tom wohl nie schaffen wird. So viel Glück wird Deutschland dann doch nicht haben.

Ein Glücksfall für den DEB war zweifellos die Verpflichtung von Marco Sturm als Bundestrainer. Präsident Franz Reindl schaffte in seiner neuen Position das, was ihm in jahrzehntelanger Arbeit als Sportdirektor nicht vergönnt war: Ein Glücksgriff, die richtige Entscheidung. Als Sportdirektor war er hauptverantwortlich für zahlreiche Rückschläge des deutschen Eishockeys, jetzt sonnt er sich im Glück. Doch Achtung: Glück ist vergänglich.

Das wird sich schon bei den nächsten Aufgaben zeigen. Glück ist, das Deutschland mit Frankreich Gastgeber der Weltmeisterschaft 2017 ist und mit Heimrecht in Köln und Unterstützung der Fans auf eine erfolgreiche WM hoffen kann. Marco Sturm bleibt an Bord, der Einjahresvertrag, quasi auf Probe, hat sich durch die Olympia-Qualifikation bis 2018 verlängert. Unter Sturm kommen die Eishockey-Cracks wieder gern zur Nationalmannschaft, weil sie eine Perspektive sehen. Unter seinen Vorgängern war das die Jahre zuvor nicht mehr so, es hagelte Pleiten, Pech und Pannen, da will dann keiner dabei sein. Ein Problem, das die Eishockey-Nationalmannschaft schon in früheren Zeiten hatte. Pech ist, dass die Nationalmannschaft wohl kaum einmal erneut auf alle NHL-Stars zurückgreifen kann, denn weder zur WM noch zu Olympia werden sie alle Zeit haben. Wenn sie erfolgreich sind, haben sie keine Zeit, wenn sie mit ihren Vereinen in der NHL schon ausgeschieden sind, stimmt wohl auch die Leistung nicht. Ein Dilemma.

Die Deutsche Eishockey Liga hat das Glück, das durch die Olympia-Qualifikation Eishockey erstmals vor dem Start der neuen Saison am 16. September ein bisschen wenigstens positiv im Gespräch war. Ansonsten ist ja PR im Sommer kaum möglich. Werbung hat die DEL auch nötig, denn sie hat ja Probleme, aus finanziellen Gründen gaben zuletzt die Hamburg Freezers auf. Spitzen-Eishockey ist von Sponsoren abhängig und steht auf wackligen Füßen. Insofern kann sich auch hier zeigen: Glück ist vergänglich.

So sehen die Gruppen bei Olympia 2018 aus: Gruppe A mit Kanada, Tschechien, Schweiz, Südkorea. Gruppe B mit Russland, USA, Slowakei, Slowenien. Gruppe C mit Deutschland, Schweden, Finnland, Norwegen. Die Gruppensieger und der beste Zweite sind im Viertelfinale, die anderen acht Nationen spielen in Play-Offs um die restlichen vier Plätze. Nach der Vorrunde scheidet also keiner aus! Spannende Gruppenspiele also…

Eishockey-WM: Handballer sind das Vorbild

 

Von so einem Märchen träumt jede Mannschaft: Die deutschen Handballer wurden bei der Europameisterschaft Ende Januar in Polen sensationell Europameister. Zwar mit Ambitionen, aber eigentlich ohne Erwartungen in der Öffentlichkeit starteten sie als Nobody eine Siegesserie bis zur Sensation – dem Titelgewinn! Eine Nation lebte plötzlich Handball, rund 13 Millionen Zuschauer sahen an den Fernsehgeräten das Finale, den 24:17-Triumph über den Favoriten Spanien. Eine junge, verletzungsgeplagte Mannschaft ließ sich nicht aufhalten. Eben ein Märchen.

Von so einem Märchen träumen sie im Eishockey schon lange. Bisher platzten allerdings alle Träume ziemlich frühzeitig, in den letzten Jahren war man schon froh, wenn die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft nicht zu den Absteigern zählte. Auch Olympia fand zuletzt ohne Deutschland statt. Der Sprung ins WM-Viertelfinale gelang zuletzt 2011, als Deutschland unter Uwe Krupp Vierter wurde. Doch vor der Weltmeisterschaft 2016 in Russland (Moskau und St. Petersburg) herrscht eine Aufbruchstimmung, was vor allem mit dem neuen Bundestrainer Marco Sturm zusammenhängt.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den erfolglosen Pat Cortina gelang dem neuen DEB-Präsidenten Franz Reindl ein Coup: Mit dem heute 37jährigen ehemaligen NHL-Profi Marco Sturm holte er einen Sympathieträger ins Boot. Der gebürtige Dingolfinger und frühere Landshuter Nationalspieler hat zwar keine Erfahrung als Trainer, aber er ist auf Grund seiner NHL-Erfahrung eine Galionsfigur wie Uwe Krupp, zu der die Spieler aufschauen. Zuletzt stellte die Nationalmannschaft für die Spieler nicht unbedingt einen großen Anreiz dar, jetzt sind sie wieder alle dabei. Aufbruchstimmung eben.

In seinem Aufgebot für St. Petersburg, wo die deutsche Mannschaft ab Samstag ihre Vorrunde absolviert, hat Marco Sturm gleich sieben WM-Neulinge stehen, aber auch vier Cracks aus der Profiliga NHL. Die Verteidiger Ehrhoff (Chicago) und Holzer (Anheim) sollten der DEB-Abwehr Sicherheit verleihen, die Stürmer Rieder (Arizona) und Draisaitl (Edmonton) vorne für Power sorgen. Vor allem auf das große Talent Leon Draisaitl sind die Augen gerichtet, er wird in Übersee als „The German Gretzky“ gefeiert. Welche Ehre, mit dem größten Eishockeyspieler aller Zeiten verglichen zu werden.

Draisaitls Vater Peter war dabei, als Deutschlands Eishockey zum letzten Mal Aufmerksamkeit bei einer breiten Öffentlichkeit fand. Es war 1972 bei den Olympischen Winterspielen in Albertville, als sich Deutschland und Kanada im Viertelfinale einen Eishockey-Krimi bis zum Penaltyschießen lieferten. Über zehn Millionen saßen auch damals beim Eishockey an den Bildschirmen, die Tagesschau wurde verschoben, und sie sahen, wie Peter Draisaitls entscheidender Schuss auf der Linie liegenblieb… Seitdem ist die Nationalmannschaft mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden.

Mit Marco Sturm sollen also auch die Herzen der Fans im Sturm erobert werden. Der Anfang muss mit einem guten Abschneiden in Russland gemacht werden, die Voraussetzungen sind nicht schlecht. Wichtig wird ein guter Start sein, wie im Vorjahr in Prag ist der erste Gegner Frankreich, der in der Weltrangliste als Zwölfter gerade einen Platz vor Deutschland steht. Vor einem Jahr gelang ein 2:1-Erfolg, außerdem wurde Lettland geschlagen und dem späteren Absteiger Österreich unterlag Deutschland erst im Penaltyschießen. Platz fünf in der Gruppe war ehrenwert, das Viertelfinale wurde aber wieder verfehlt.

Auf dem Weg dahin gilt es diesmal mehr Siege einzufahren. Gegner sind nach Frankreich in der Reihenfolge noch Finnland (4. Weltrangliste), Slowakei (8.), Kanada (1., Titelverteidiger), Weißrussland (9.), USA (5.) und Aufsteiger Ungarn (19.). In der Gruppe A in Moskau spielen Gastgeber Russland, Schweden, Tschechien, Schweiz, Lettland, Norwegen, Dänemark und Aufsteiger Kasachstan.

Nach dem Handball-Märchen gleich auch ein Eishockey-Märchen? Das wäre zu viel verlangt. Für die DEB-Auswahl geht es vor allem darum, Sympathien zu gewinnen, Aufmerksamkeit zu schaffen und sportlich einem Fortschritt erkennen zu lassen. Es warten nämlich fast noch wichtigere Aufgaben. Vom 1. bis 4. September vor allem die Olympia-Qualifikation in Riga/Lettland und 2017 die Heim-WM, die Deutschland zusammen mit Frankreich austrägt. Das Eishockey-Märchen käme 2017 zu rechten Zeit. Aber auch bei Olympia 2018 in Südkorea sollte Deutschland nicht fehlen.

Red Bull: Die Brause braust davon

 

Jetzt auch der erste Meistertitel in Deutschland – Red Bull bleibt im Sport erfolgreich und feierte mit Red Bull München die Deutsche Meisterschaft im Eishockey. In aller Welt giert die Brause-Firma aus Österreich nach Aufmerksamkeit, die sie vor allem mittels sportlichen Erfolgen schaffen will. Die Eishockey-Cracks in München sind dabei nur ein kleines Teilchen der Gesamtkonzeption. Man muss sich mal vergegenwärtigen, wo Red Bull überall mitmischt, sehr zum Leidwesen der sportlichen Konkurrenz, die sich angesichts der Mateschitz-Millionen im Nachteil sieht. Die Brause braust davon.

Dietrich Mateschitz, der am 20. Mai 72 Jahre alt wird, gilt als reichster Österreicher und mit einem Vermögen von 9,2 Milliarden Euro als einer der reichsten Männer der Welt. Red Bull brachte er 1987 auf den Markt und ist heute Weltmarktführer bei den Energy-Drinks mit einem Umsatz von rund 5,9 Milliarden Euro. Der Werbespruch „Red Bull verleiht Flügel“ wurde legendär und passte vor allem zum Sport, passt vor allem aber auch zum größten Hobby des Österreichers, dem Fliegen. Mit seinen „Flying Bulls“ sorgt er immer wieder für Aufmerksamkeit.

Es ist schon erstaunlich, wie Red Bull den Sport aufmischt. Insgesamt 1,4 Milliarden Euro sollen jährlich in den Sport fließen. Vor allem Extremsportarten haben es Mateschitz angetan, aber er mischt natürlich vor allem bei den publikumswirksamen Sportarten mit. Angefangen hat es mit Klippenspringern, Surfern und Snowboardern, ins Gespräch brachten Red Bull aber vor allem Motorsport, Fußball und Eishockey. Spektakulär, wie Red Bull die Formel 1 eroberte. 2005 gründete man ein eigenes Team, von 2010 bis 2013 holte der Deutsche Sebastian Vettel vier WM-Titel. Erst technische Veränderungen stoppten „Die schnellste Werbekolonne der Welt“, wie die FAZ den Rennstall nannte. Logische Konsequenz, dass sich Mateschitz auch eine Rennstrecke leistet, Spielberg ist derzeit jedes Jahr Gastgeber der Formel 1.

Vor allem Salzburg wird von Red Bull beherrscht, Red Bull Salzburg wurde im Fußball und Eishockey Meister. Und jetzt Deutschland. Red Bull München waren im Eishockey Vorreiter, RB Leipzig soll im Fußball folgen. Die Werbebestimmungen der Fußball-Liga verboten den Namen „Red Bull“, aber RB blieb, als „Rasenballsport“, das Logo wurde leicht verfremdet. Im Fußball wird mit Leipzig nach dem Aufstieg aus unteren Ligen bis zur 2. Bundesliga in diesem Jahr der Sprung in die 1. Bundesliga angepeilt, der kurz bevorsteht. Langfristig träumt der Milliardär von einer Teilnahme an der Champions League. Was weniger bekannt ist: Fußballteams von Red Bull gibt es auch in New York, Ghana und Brasilien. Red Bull fliegt rund um die Welt.

Nicht alle sind glücklich über die Aktivitäten von Dietrich Mateschitz. Sein Vorgehen war fast immer gleich, er stieg als Sponsor ein, kaufte zum Teil erfolglose Vereine und führte sie mit seinem Geld an die Spitze. Was natürlich nicht immer wie gewünscht gelang, für Kritik sorgte und vor allem die Nostalgiker auf den Plan rief. Aber Mateschitz schmeißt nicht mit den Millionen um sich, sondern er bemüht sich um Nachhaltigkeit. Siehe die Rennstrecke von Spielberg. In München ist eine Mehrzweckhalle in Planung, die auch die Eishockey-Cracks beheimaten soll. Das Projekt steht aber auf der Kippe, da die Basketballer von Bayern München nicht mitspielen wollen. Aber mit dem Erfolg hat es Red Bull in München geschafft, dass immer mehr Fans wieder das Eishockey entdeckten. Nicht vergessen werden sollte, dass das Eishockey in München 2012 vor dem Ende stand, ehe Red Bull kam. Der fliegende Retter.

In Leipzig musste der Fußball erst um die Gunst der Fans buhlen, es dauerte lange bis RB neben der traditionsreichen, aber erfolglosen lokalen Konkurrenz angenommen wurde. Inzwischen werden die Fußballer anerkannt und gefeiert, mit einem Zuschauerschnitt von bald 28.000 liegen sie hinter Nürnberg (29.500) und St. Pauli (29.000) in der 2. Bundesliga an dritter Stelle. Der Boom wird sich in der 1. Bundesliga sicher noch steigern. Der Aufstieg wird von der Konkurrenz skeptisch beurteilt, die Angst vor den Millionen geht um. Dabei bemüht sich Mateschitz auch hier um Nachhaltigkeit, Millionen wurden in ein Nachwuchsleistungszentrum gesteckt. Auch hier braust die Brause also davon.

Geld schießt Tore, heißt es im Fußball, wenn es nicht klappt, wird der Spruch umgedreht, nach dem Motto „Geld allein schießt halt keine Tore“. Red Bull hat aber vorgemacht, dass man mit Millionen im Sport erfolgreich sein kann. Ob das gut oder schlecht für den Sport ist, muss jeder für sich entscheiden. Red Bull wird im Sport nie populär werden, wie zum Beispiel eine Marke wie der FC Bayern München. Hierfür muss sich Dietrich Mateschitz noch ein anderes Marketingkonzept ausdenken.

Der Deutschland-Cup und die Sehnsucht des Eishockeys

Es ist wieder einmal so weit: Am kommenden Wochenende verlässt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ihr Schattendasein und tritt in der Öffentlichkeit auf. Grund ist der Deutschland-Cup, der von Freitag bis Sonntag im Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg ausgetragen wird. Für drei Jahre hat das Turnier eine neue Heimat, nachdem es zuletzt sechs Jahre lang in München stattgefunden hat. Der Deutschland-Cup darf als Sinnbild für das deutsche Eishockey herhalten: Da die Sehnsucht nach mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, dort die Sehnsucht, endlich wieder einmal in die Weltspitze zu gelangen. Das allerdings wird ein weiter Weg, denn Deutschland ist derzeit gerade mal 13. in der Weltrangliste.

Ja, Sehnsucht prägt das Eishockey. Die Sehnsucht, im Kampf um die Nummer zwei hinter „König Fußball“ in den Mannschaftssportarten eine führende Rolle einzunehmen. Doch Handball und Basketball stehen mehr in der Öffentlichkeit, waren zuletzt allerdings, was die Nationalmannschaften angeht, keineswegs erfolgreicher. Ironie der Terminplanung: Ausgerechnet an diesem Wochenende tragen die Handballer auch ihr internationales Turnier aus. Der Supercup findet als Ausgleich im hohen Norden statt, Flensburg, Kiel und Hamburg sind die Austragungsorte, Serbien, Slowenien und Brasilien die Gegner Deutschlands. Mehr Zuschauer werden Handballer in den Hochburgen begrüßen können, in Augsburg müssen sie wohl froh sein, wenn rund 4000 Besucher an jedem Tag wie zu den Spielen der Augsburger Panther kommen.

Beim Deutschland-Cup treten alte Bekannte an, die Schweiz, USA und die Slowakei. Nicht unbedingt ein zugkräftiges Feld, zumal das Team USA ja von Spielern gebildet wird, die in Europa dem Puck nachjagen. Das hat mit der NHL zu tun, wo die Saison gerade begonnen hat und die Spitzenspieler der ganzen Welt vereinigt sind. Die haben keine Zeit für den Deutschland-Cup. So sind die Spiele der USA für die Amerikaner auch keine echten Länderspiele, werden aber von den Deutschen als solche gezählt. Auch eine Eigenart des Eishockeys.

Das Eishockey will in Deutschland kein Schattendasein führen, dem entkommen aber auch die Vereine in der Deutschen Eishockey Liga nur im beschränkten Maße. Die Spiele werden zwar im frei empfangbaren Fernsehen übertragen, doch der österreichische Sender ServusTV ist nicht gerade für eine große Reichweite bekannt. Um mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen, suchte der Deutsche Eishockey-Bund bzw. sein Präsident Franz Reindl einen Bundestrainer, der über die Grenzen des Eishockeys den deutschen Sportfans bekannt ist. Zuletzt waren der Italo-Kanadier Pat Cortina und der Schweizer Jakob Kölliker eher „graue Mäuse“ und zudem erfolglos. Wunschkandidat von Reindl war der frühere Stanley-Cup-Sieger Uwe Krupp, aber als Trainer der Eisbären Berlin war er unabkömmlich. So fiel nach langem Suchen die Wahl auf den ehemaligen Profi Marco Sturm, ein netter Kerl aus Landshut mit langer NHL-Erfahrung, aber ohne Trainer-Erfahrung. Die soll er sich jetzt ausgerechnet bei der Nationalmannschaft holen. Das Vorbild für diese Verpflichtung war prominent: Jürgen Klinsmann wurde bei den Fußballern auch ins kalte Wasser geworfen und war einer der großen Macher beim Sommermärchen 2006. Es wird für Marco Sturm allerdings schwer, ein Wintermärchen für das Eishockey zu kreieren.

Franz Reindl träumt zwar davon, Deutschland als Präsident an die Weltspitze zu führen, was er bekanntlich als Sportdirektor nicht geschafft hat, aber die Strukturen im deutschen Eishockey stimmen nach wie vor nicht. So fehlt neben Sturm ein festes Trainerteam, beim Deutschland-Cup assistieren ihm mit Christof Kreuzer und Tobias Abstreiter aus Düsseldorf und Serge Aubin von den Hamburg Freezers drei Vereinstrainer. Was fehlt, ist auch eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die vor allem durch Erfolge der Nationalmannschaft forciert werden könnte, dann nämlich, wenn internationale Erfolge Eishockey attraktiv machen. Und ein Star, wie ihn Basketball mit Dirk Nowitzki und jetzt auch Dennis Schröder hat, fehlt dem deutschen Eishockey gänzlich. Diesen Kult erreichten Uwe Krupp und Marco Sturm bei weitem nicht.

Was bleibt, ist für das deutsche Eishockey die Sehnsucht nach besseren Zeiten. Marco Sturm ist nett, lächelt viel und hatte jetzt die Idee, mit einer Erinnerung an alte, erfolgreiche Zeiten die Zukunft positiv zu beeinflussen. So wird er nach jedem Spiel den besten deutschen Spieler benennen und der darf als Belohnung den Original-Hut der Trainer-Legende Xaver Unsinn tragen. Spielchen, die wir eher aus dem Kindergarten kennen…

Doch der Deutschland-Cup ist die raue Männerwelt. Deutschland ist Titelverteidiger, siegte erstmals 1995, da war es noch eine Überraschung gegen starke Gegner. Zuletzt war das DEB-Team Seriensieger (2009, 2010, 2012, 2014), was aber weniger an der deutschen Stärke, sondern eher an der Schwäche der Gegner lag. Ein Sieg beim Deutschland-Cup lässt nicht auf ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft im Frühjahr schließen. Das mussten die DEB-Funktionäre in den letzten Jahren schmerzlich erfahren. Andererseits ist der Deutschland-Cup für den neuen Bundestrainer auch der einzige echte Test für die Weltmeisterschaft vom 6. bis 22. Mai in Russland. Keine guten Voraussetzungen, um einen großen Aufwind vorherzusagen. Bleibt also nur die Sehnsucht…

Von Beckenbauer bis Marco Sturm: Bundestrainer – Nur der Name zählt!

Gemeinhin gilt der Posten eines Bundestrainers als Traumjob. Gut, je nach Sportart ist das ein bisschen verschieden. Besonders im Blickpunkt steht natürlich der Bundestrainer im Fußball und gerade dort wird der Traumjob schnell zur Belastung, weil eigentlich jeder Fußball-Fan ein potentieller Bundestrainer ist. Allerdings wird der Bundestrainer-Job auch als halbe Urlaubsbeschäftigung gesehen: Ein bisschen auf den Tribünen sitzen, die interessantesten Spiele angucken und ab und zu ein Lehrgang. So sieht es der gemeine Fan. Warum aber haben viele Verbände ein Problem, den richtigen Bundestrainer zu finden?

Aktuell war zuletzt der Deutsche Eishockey-Bund auf Trainersuche. Mit Pat Cortina war der neue DEB-Präsident Franz Reindl nicht zufrieden, es gab mehr Misserfolge als Erfolge. Reindls alter Freund Uwe Krupp sollte Nachfolger werden, doch da baute sich ein unüberwindbares Hindernis auf: Krupp ist Trainer bei den Eisbären Berlin, der ehemalige Stanley-Cup-Sieger, schon einmal als Bundestrainer erfolgreich, kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen.

Das ist das Problem, einen guten Mann für den Traumjob zu finden: Die besten Leute stehen meist unter Vertrag, sind kurzfristig nicht zu bekommen. Viele arbeiten lieber im Verein („Ich brauche die tägliche Arbeit mit den Spielern“), als nur von Zeit zu Zeit in den Mittelpunkt zu rücken und eigentlich nur beschränkt eine Mannschaft entwickeln zu können. So stieß auch der DEB an Grenzen und zauberte dann einen Neuling aus dem Hut: Der frühere NHL-Star Marco Sturm wird der neue Krupp. Er kann Erfolge als Spieler vorweisen, hat einen guten Namen und soll sogar in der Doppel-Funktion als Bundestrainer und Generalmanager das Eishockey in der Öffentlichkeit gut verkaufen. Sturm ist Neuling, hat zwar die Trainerscheine gemacht, aber ihm fehlt die Erfahrung am Rande der Bande. Doch das rückt in den Hintergrund. Für den Job als Bundestrainer zählt vor allem der Name! Der Verband hofft auf eins: Dass die Spieler bei einem Bundestrainer Marco Sturm wieder gern zur Nationalmannschaft kommen, zuletzt hatte es eher Absagen gehagelt, warum auch immer.

Früher war es undenkbar, dass ein Neuling quasi die wichtigste Mannschaft eines Verbandes coachen könnte. Noch heute gilt, dass die Nationalmannschaft das Aushängeschild einer Sportart ist. Entsprechend ist der Bundestrainer aber auch das Gesicht der Mannschaft, im Fall Sturm wird der Trainer vor allem das bekannteste Gesicht der Mannschaft sein (Wer kennt die aktuellen Eishockey-Cracks?). Das allein ist Qualifikation genug!

Der Teamchef war die Lösung

Vorbild für diese Art der Trainerfindung war Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer. Es war eine Revolution, als Beckenbauer 1984 bei der Nationalmannschaft den unglücklichen Jupp Derwall ablöste. Die erforderliche Trainerlizenz hatte Beckenbauer nicht, deshalb machte ihn der Deutsche Fußball-Bund kurzerhand zum „Teamchef“. Ihm zur Seite standen zunächst Horst Köppel und dann Holger Osieck, beide mit entsprechender Lizenz. Zumindest wurden damit die Regeln eingehalten. Beckenbauer war ein echter Teamchef, nicht der Trainer. Mit Osieck bildete ein kongeniales Gespann, da der versierte Trainer auf dem Feld, dort der Motivator, der Verkäufer, die Lichtgestalt, zu der die Spieler aufschauten und dem sie alles glaubten. Legendär seine Aufforderung, „geht’s raus und gewinnt“ – gesagt, getan. Die Krönung war bekanntlich der WM-Titel 1990, danach verabschiedete sich Beckenbauer wieder. Aber er hatte eine neue Art von Bundestrainer geschaffen. Nicht der Schein zählt, sondern der Name.

Ähnliches wiederholt der DFB bei den Frauen, denn der Verband hat Steffi Jones als Neuling zur Nachfolgerin von Silvia Neid bestimmt, die 2016 nach den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro die Leitung der Frauen-Nationalmannschaft abgibt. Der Verband bekam Kritik vor allem von den gestandenen Trainern der Spitzenvereine, die um die Fortsetzung der guten Arbeit von Silvia Neid fürchten (auch wenn es nach der letzten WM Kritik an ihr gab!). In der Tat, ist es auch hier seltsam, dass ein Neuling sich ausgerechnet beim Aushängeschild des Verbandes versuchen darf. Immerhin kann Steffi Jones etwas vorweisen: Sie hat sich als Funktionärin beim DFB bewährt, war das „Gesicht“ der WM 2011 in Deutschland und hat eine gewinnende Art, gilt also als guter Verkäufer in der Öffentlichkeit. Den entsprechenden Trainerschein hat sie übrigens, Erfahrung aber nicht. Es gilt also auch hier: Bundestrainer – der Name zählt!