Der Sport – Grantler

Kommentare rund um Fußball und anderen Sport

Kategorie: Formel 1

Träumer Vettel greift nach den Sternen

„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – der Film war ein Erfolg, in dem ein Mann in einer Zeitschleife fest hing und eine tägliche Wiederholung erlebte. Ähnlich geht es der Formel 1, die Jahr für Jahr darauf hofft, dass die Rennen spannender und interessanter werden und Mercedes vielleicht einmal nicht Weltmeister. 2019 gilt diese Hoffnung also auch, dass sie in diesem Jahr noch ein bisschen größer ist, hängt mit verschiedenen Regeländerungen zusammen. So machen sich manche Fahrer Mut, „jeder kann Weltmeister werden“, sagt zum Beispiel Max Verstappen und meint damit natürlich sich selbst und Red Bull. Am Sonntag, 17. März, geht es in Melbourne los, am 1. Dezember, wenn in Abu Dhabi das letzte Rennen beendet ist, heißt es vielleicht wieder „Weltmeister Lewis Hamilton, Weltmeister Mercedes“ – und jährlich grüßt das Murmeltier der Formel 1.

Dass dies nicht so wird, davon träumt vor allem Sebastian Vettel und davon träumt Ferrari. Für den Deutschen ist 2019 vielleicht die letzte Chance, die Träume der Italiener Wirklichkeit werden zu lassen, bei einem erneuten Scheitern verlieren sie wohl den Glauben an ihre Nummer 1. Vettel will aber endlich wirklich im doppelten Sinne nach den Sternen greifen und denkt dabei auch an sein Vorbild Michael Schumacher. Der Rekord-Weltmeister holte seinen ersten Titel mit Ferrari auch im fünften Jahr bei den Roten und im Team gab es eine Aufbruchstimmung: Mattia Binotto löste den überforderten Maurizio Arrivabene als Teamchef ab, der 49 Jahre alte Schweizer war einst (gutes Omen!) Motoringenieur bei Schumacher. Dazu soll der neue Mann an Vettels Seite neuen Schwung bringen, der 21-Jährige Jungstar Charles Leclerc anstelle von Routinier Kimi Räikkönen. Viele glauben sogar, dass Leclerc dem Deutschen um die Ohren fahren könnte. Na, davon träumt Vettel nicht.

Im doppelten Sinne nach den Sternen greifen heißt, den Titel gewinnen und Mercedes einen Rekord vermasseln. Die Silberpfeile mit dem Stern holten jetzt fünfmal hintereinander den Titel, sechsmal in Folge schaffte nicht einmal Schumacher mit Ferrari. Trotz dieser Serie gehen die Stuttgarter nicht einmal als Favorit ins Rennjahr, weil eben Ferrari Fortschritte erkennen lässt, was sich in den Testfahrten zeigte, weil ein in Teilen neues Reglement die Kräfteverhältnisse verschieben könnte und auch andere Konkurrenten den Tests nach aufgeholt haben. In erster Linie hofft Red Bull auf mehr Siege, aber auch Renault sieht sich in einer besseren Position.

Es könnte wirklich eine interessante Saison werden, die Korrekturen an den Autos sollen zum Beispiel besseres Überholen ermöglichen. Auffallend sind breitere Heck- und Frontflügel, Fahrer und Autos dürfen schwerer sein. Bei den Reifen ist eine neue Taktik erforderlich, es gibt nur noch fünf statt sieben Reifentypen, drei davon für jedes Rennen. Vorteil Mercedes: James Vowles von Mercedes gilt als bester Rennstratege. Vorteil Mercedes: Nach anfänglichen Problemen hat es Mercedes noch immer verstanden, einen eventuellen Rückstand zu Ferrari in einen Vorsprung umzuwandeln. Lewis Hamilton ist auf die ganze Saison gesehen der nervenstärkere Fahrer gegenüber Vettel. In den Tests beeindruckte Ferrari mit Schnelligkeit, Mercedes mit Haltbarkeit. Ein Extra-Zuckerl noch im Jubiläumsjahr, 70 Formel 1: Für die schnellste Rennrunde gibt es einen Extrapunkt, der Fahrer muss allerdings unter den ersten zehn platziert sein.

Was die Fahrer angeht, so hat sich einiges getan. Zwölf Cockpits sind neu besetzt. Neulinge sind George Russell bei Williams, Alexander Albon bei Torro Rosso und Lando Norris bei McLaren. Im Mittelpunkt aber das Comeback des Polen Robert Kubica, der 2008 in Kanada seinen einzigen Grand Prix gewann, 2011 aber bei der Rallye Andorra schwer verunglückte. Der rechte Arm und die rechte Hand sind in ihrer Beweglichkeit beeinträchtigt, viele zweifeln, ob man unter diesen Umständen einen Rennboliden steuern kann. Kubica galt als großes Talent und war bei Testfahrten schnell, wie aber kann er kritische Situationen meistern. Williams gibt ihm eine Chance. Der spektalulärste Wechsel war wohl der von Daniel Ricciardo von Red Bull zu Renault, wo der Australier Partner von Nico Hülkenberg wird. Der Deutsche kann sich nun beweisen, wie schnell er wirklich ist. Ricciardo hatte wohl die Zusammenarbeit mit Heißsporn Verstappen satt. Red Bull setzt übrigens jetzt auf Motoren von Honda, weil man mit Renault nicht zufrieden war.

Mit einem Schock musste die Formel 1 unmittelbar vor dem Start in Melbourne auch leben, denn Charlie Whiting, der anerkannte und beliebte Renndirektor starb am Mittwoch mit 66 Jahren an einer Lungenembolie. Whiting galt als „Stimme der Vernunft“ und „Eckpfeiler des Sports“, die Formel 1 wird ihn also sehr vermissen.

Die 21 Rennen: 17. März Australien, 31. März Bahrain, 14. April China, 28. April Aserbaidschan, 12. Mai Spanien, 26. Mai Monaco, 9. Juni Kanada, 23. Juni Frankreich, 30. Juni Österreich, 14. Juli Großbritannien, 29. Juli Deutschland, 4. August Ungarn, 1. September Belgien, 8. September Italien, 22. September Singapur, 29. September Russland, 13. Oktober Japan, 27. Oktober Mexiko, 3. November USA, 17. November Brasilien, 1. Dezember Abu Dhabi.

Die Teams: Mercedes: Lewis Hamilton, Valterri Bottas. Ferrari: Sebastian Vettel, Charles Leclerc. Aston Martin Red Bull: Pierre Gasly, Max Verstappen. Renault: Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg. Haas: Romain Grosjean, Kevin Magnusson. McLaren: Lando Norris, Carlo Sainz jr. Racing Point: Sergio Perez, Lance Stroll. Alfa Romeo Sauber: Kimi Räikkönen, Antonio Giovinazzi. Toro Rosso: Alexander Albon, Daniil Kwyat. Williams: George Russell, Robert Kubica.

Werbeanzeigen

Rot träumt, Silber holt Gold

Drei Rennen stehen in der Formel 1 noch auf dem Programm (Mexiko 26.10., Sao Paulo 11.11., Abu Dhabi 26.11.), doch die Spannung ist dahin. Der WM-Titel 2018 ist praktisch vergeben, Lewis Hamilton benötigt gerade noch einen siebten Platz, um die Ernte einzufahren, umgekehrt müsste Sebastian Vettel aber auch alle drei Rennen gewinnen, um seine Chance zu wahren. Wer glaubt daran… Schon ein Sieg von Vettel in Mexiko City wäre ein Wunder, seine Bilanz der letzten drei Rennen: Ausfall, Zeitstrafe, Kollision mit Hamilton und kein Sieg.

Die Saison 2018 hat sich für Ferrari und den Deutschen anders entwickelt, als sie es vorgehabt haben. Dabei ging es gut los und Vettel saß anscheinend im besseren Auto. Doch Ferrari und Vettel blieben sich treu, Fehler auf beiden Seiten. Von einem Vorsprung gegenüber Mercedes konnte in der zweiten Saisonhälfte keine Rede mehr sein und Sebastian Vettel muss anerkennen, dass Lewis Hamilton der bessere Fahrer ist – ein würdiger Weltmeister. Dass Ferrari durchaus gewinnen kann, zeigte ausgerechnet der Finne Kimi Räikkönen, der bekanntlich gehen muss. „Rot“ träumte vom Titel, Vettel hatte wie Hamilton seine fünfte Meisterschaft im Visier, aber anscheinend träumte der Heppenheimer auch auf der Strecke, nur so lassen sich drei Crash in den letzten fünf Rennen erklären. Hamilton behielt die Nerven und so holt jetzt Silber das Gold.

Bei Mercedes wird offensichtlich seriöser und beständiger gearbeitet als bei Ferrari, wo eher mal Luftschlösser gebaut werden. Das Ungestüme der Italiener färbt wohl auch auf Vettel ab, der in den Zweikämpfen gern das Risiko sucht und oftmals der Leidtragende ist, wenn der Gegner nicht – wie von Vettel erwartet – zurückzieht. Vettel kann bei Hamilton eine Lehrstunde nehmen, der blieb vernünftiger und nahm da und dort eine Niederlage im direkten Duell mit einem Konkurrenten hin – um am Ende eben zu gewinnen. Sein Rat für den Deutschen: „Es ist manchmal besser, nicht das Risiko zu suchen.“ So wird man dann Weltmeister.

Sebastian Vettel hat eine Chance vergeben, für die nächste Saison kann er noch einmal träumen, aber er sollte aufmerksam verfolgen, was sein englischer Kontrahent von sich gibt. Lewis Hamilton glaubt nämlich „ich habe das Beste noch vor mir“ und auch der bald fünfmalige Weltmeister, der damit mit der Legende Juan Fangio gleichziehen kann, hat Träume: „Mein großes Ziel sind acht Titel.“ Er möchte den bisherigen Rekordweltmeister Michael Schumacher (sieben Titel) entthronen. Wer kann ihm den Rekord verwehren? Ein Vettel, der ruhiger und vernünftiger wird, oder vielleicht das ebenfalls noch ungestüme Talent Max Verstappen mit Red Bull? Ein Trost für die Formel-1-Fans, dass ein bisschen Spannung schon noch erhalten bleibt, trotz der Dominanz von Mercedes und Hamilton.

Träumen werden auch die Rennsportfans in Deutschland und von Ferrari, dass nämlich die Legende Schumacher wieder auflebt. Wie es dem bei einem Skiunfall schwer verunglückten Rekord-Weltmeister geht, bleibt im Geheimen, aber Sohn Mick hat sich aufgemacht, in die großen Fußstapfen des Vaters zu treten. Der 19-Jährige holte sich die Meisterschaft der Formel 3, was als Sprungbrett in die Formel 1 gilt. Die sogenannte Superlizenz für die Königsklasse hat er mit seinem Erfolg schon in der Tasche. Jetzt fragt sich jeder, wer hat bald Mick in der Tasche? Ferrari träumt, dass der Name Schumacher wieder auf der Siegerliste der Roten stehen könnte. Mercedes will sich hier nicht mit Silber (sprich Zweiter zufrieden geben), sondern arbeitet daran, dass es für Mick eine silberne Ära geben könnte. Auch bei Mercedes träumt man ja ein bisschen, nämlich von einem deutschen Fahrer im deutschen Auto. Mit Michael Schumacher klappte es nicht mehr, Nico Rosberg war die Ausnahme.

Die Formel 1 ist aber kein Traumland, sondern harte Arbeit ist gefragt. Arbeit und Talent, aber auch die entsprechende Vernunft und manchmal eben auch Zurückhaltung. Nicht nur Mick Schumacher muss noch lernen, sondern auch der 31 Jahre alte vierfache Weltmeister Sebastian Vettel.

Duell der Giganten: Rambo Vettel gegen Showman Hamilton

Die Formel 1 macht Sommerpause. Die Helden der Rennstrecken können sich ausruhen, doch in den Teams herrscht eher hektische Betriebsamkeit. Ingenieure und Mechaniker müssen alles versuchen, um die Autos schneller zu machen. Das gilt vor allem bei Mercedes und Ferrari, im Kampf um die Krone werden noch einige PS gesucht, um ihren Fahrern wenn möglich einen Vorteil zu verschaffen. Im Duell der Giganten um die WM-Krone zählt allerdings nicht nur das Auto, es zählen auch die Nerven, es kommt auf das Glück an. Wer holt sich am Ende seinen fünften Titel (beide liegen bei vier): Rambo Sebastian Vettel oder Showman Lewis Hamilton?

Im Moment heißt es „Vorteil Hamilton“. Der 32-Jährige Engländer hatte in den letzten Jahren in der zweiten Saisonhälfte immer seine stärksten Leistungen gezeigt. Das spricht für starke Nerven. Vor einem Jahr hatte sein Konkurrent Vettel zur Sommerpause sogar 14 Punkte Vorsprung, ehe Vettel den Titel durch Fahrfehler und technische Probleme noch verspielte. In dieser Saison hat Hamilton nach 12 von 21 Rennen seinerseits 24 Punkte Vorsprung, ist also fast einen Sieg voraus.

Eigentlich eine Überraschung, denn in den letzten Wochen sprach alles für den Deutschen. Der Ferrari gilt inzwischen als das schnellere Auto, die Italiener haben offensichtlich die PS-Vorteile von Mercedes nicht nur aufgeholt, sondern die Deutschen sogar überholt. Auch technisch gab es weniger Probleme, die traten eher bei Mercedes auf, doch die Stuttgarter bekamen irgendwie immer wieder die Kurve, manchmal stand ihnen auch das Glück zur Seite, so wie beim letzten Rennen in Budapest, als Regen in der Qualifikation WM-Führenden Hamilton die Pole Position schenkte (was die Basis für den Sieg war), auf einer Strecke, auf der Mercedes zuletzt kaum Erfolge einfuhr. Es scheint, dass sich auch das Glück auf die Seite von Hamilton geschlagen hat.

Sebastian Vettel verspielte wohl wieder einmal seinen Vorteil. Vor dem Rennen in Hockenheim hatte ein Sportfachblatt einen Vergleich von Vettel und Hamilton angestellt und kam zu dem Schluss, dass im Duell der Giganten der Deutsche vier von sechs Duellen für sich entscheiden würde. Auf der Strecke sieht es anders aus, falsch war zum Beispiel das Urteil, dass Vettel einen Vorteil in der mentalen Stärke hätte. Das Gegenteil ist der Fall, Vettel wird eher unruhig wenn es nicht läuft und auf der Strecke zum Rambo. Der Fahrfehler in Hockenheim ist ebenso der Beweis, wie das überharte Manöver gegen Bottas in Budapest. Vettel will den Titelgewinn erzwingen, Hamilton wirkt gelassener. Dem Showman helfen da vielleicht seine Ausflüge ins Showgeschäft – die richtige Ablenkung.

Aber noch ist nichts entschieden, es könnte ein harter Kampf bis zum letzten Rennen am 25. November in Abu Dhabi bleiben. Am 26. August geht es in Spa/Belgien weiter, der Lieblingsstrecke von Vettels Vorbild Michael Schumacher. Dessen Erfolge mit Ferrari will ja Vettel wiederholen, er wartet sehnsüchtig auf den Anfang einer Siegesserie. Immerhin hat dieses Duell der Giganten die Formel 1 wieder ins Gespräch gebracht, auch in Deutschland wurde das Interesse wieder geweckt, der übertragende Fernsehsender RTL freut sich über steigende Zuschauerzahlen und in Hockenheim kam man diesmal ohne Verlust über die Runden. Das lässt hoffen, dass am 22. Juli nicht das letzte Formel-1-Rennen in Deutschland stattfand.

Die Formel 1 hofft auf einen verglühenden Stern

Es ist angerichtet, die neue Saison der Formel 1 beginnt am Sonntag, 25. März, um 7:10 Uhr MESZ in Australien, genauer gesagt in Melbourne. Neue Saison, neue Hoffnung, altes Leiden. Wird Mercedes erneut das Geschehen dominieren? Die neuen Besitzer der Rennserie, der Konzern Liberty Media, wünscht sich sehnlichst einen verglühenden Stern. Die Hoffnung gilt Ferrari und Red Bull, dass einer den Stuttgartern wirklich Paroli bieten kann. Sebastian Vettel war vor einem Jahr auf dem Weg dahin, doch Mitte des Jahres ging sowohl dem Heppenheimer als auch Ferrari die Puste aus. Fahrfehler auf der einen Seite, technische Probleme auf der anderen. Freie Fahrt also für Lewis Hamilton und Mercedes. Eigentlich ist auch für 2018 kein Stopp-Zeichen in Sicht.

Ein bisschen bleibt dennoch die Frage: Es ist angerichtet – aber für wen? Die Hoffnung: Titelverteidiger Lewis Hamilton und Herausforderer Sebastian Vettel liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide haben als vierfache Weltmeister (Hamilton 2008/McLaren, 2014, 2015, 2017/alle Mercedes, Vettel 2010 – 2013 alle Red Bull) ein Ziel vor Augen: Die Legende Juan Manuel Fangio als fünffachen Titelträger einholen. Bis Michael Schumachers Rekord von sieben Titeln ist noch ein bisschen hin. Lustig, dass beide Kontrahenten mit den Startnummern z. B. auf ihren Helmen Hinweise auf den Wettkampf geben. Hamilton hat die 44 (es steht also 4:4), Vettel hat die 5 (der 5. Titel ist in Sicht!). Es könnte aber auch einen Spielverderber geben, Max Verstappen hat mit seinem Red Bull in den Tests einen guten Eindruck hinterlassen und mischte auch im letzten Jahr schon ein bisschen mit. Die Formel-1-Bosse wären glücklich über einen offenen Kampf.

Es ist angerichtet – auch in diesem Jahr ist (vor allem für die deutschen Fernsehzuschauer) einiges neu. Auffällig bei den Boliden vor allem der „Heiligenschein“, das System Halo, ein Titanbügel über den Kopf des Fahrers, der den Piloten vor herumfliegenden Teilen schützen soll, aber natürlich nicht schön aussieht. Die Techniker nutzten ihn sogar zur Aerodynamik. Neu ist auch, dass es mehr Reifenauswahl, aber weniger Motoren gibt. Exklusiv-Lieferant Pirelli stellt zwei weitere Reifenmischungen zur Verfügung, Hypersoft und Superhard. Dafür müssen die Motoren länger halten, statt vier gibt es nur noch drei Motoren für 21 Rennen. Da sind schon etliche Strafversetzungen in Sicht.

21 Rennen stehen an, Malaysia fehlt, dafür feiern Frankreich (erstmals seit zehn Jahren wieder dabei, erstmals seit 1990 wieder in Le Castellet) und Hockenheim ihr Comeback. Das Finale geht wie schon in den letzten Jahren am 25. November in Abu Dhabi über die Bühne. Neue Startzeiten sollen den Zuschauern entgegenkommen, die volle Stunde hat ausgedient, in Europa wird um 15.10 Uhr statt 14.00 Uhr gestartet. Sollen die zehn Minuten nach der vollen Stunde die Spannung steigern? Die Piloten werden sich am Start ein bisschen allein gelassen fühlen, denn die Grid-Girls als Blickfang wurden abgeschafft, sie passen nicht mehr in die Zeit.

Die deutschen Formel-1-Fans haben im Fernsehen außerdem nicht mehr die Wahl, weil sich Sky zurückgezogen hat. So hat RTL freie Bahn auf freiem Kanal, leider von Werbung unterbrochen. So gibt es das Rennen nicht mehr in einem Stück, sondern mit den unsäglichen Werbeunterbrechungen, dann heißt es, „das Rennen ist spannend, bleiben Sie dran, wir sind gleich wieder dran“. Das tolle Überholmanöver von Vettel gegen Hamilton wird dann nachgereicht. So etwas nennt sich dann live! RTL-Zuschauer müssen im übrigen künftig auf Niki Lauda als Experten und schnoddrigen Kommentaren verzichten, die Nachfolger Nico Rosberg und Timo Glock sind wohl eher in der Kategorie „Gentleman“ einzuordnen. Gerade Rosberg kann aber wieder erzählen, wie klug es von ihm war, nach dem Gewinn des Weltmeistertitels aufzuhören. Das Feld der deutschen Fahrer hat sich weiter reduziert, neben Vettel ist nur noch Nico Hülkenberg (Renault) dabei.

Es ist angerichtet – attraktiver sollen auch die Team-Namen werden, so kehren legendäre Marken zumindest im Namen zurück. Red Bull holte sich Aston Martin an Bord, Sauber Alfa Romeo. Liberty Media träumt vor allem davon, dass auch bald wieder Porsche mit einem eigenen Team an den Start geht. Außerdem wird weiter nach neuen Rennstrecken gesucht, Miami, Buenos Aires und Hanoi bleiben im Gespräch. Konkurrent Formel E soll nicht bei den attraktiven Orten allein abräumen. Außerdem muss Liberty Media im eigenen Lager für gute Stimmung sorgen, denn 2020 laufen die Verträge mit den Herstellern aus. Auch dann soll es noch heißen: Es ist angerichtet. Hoffen wir also auf eine spannende Saison.

Die Rennen 2018: 25. März Australien, 8. April Bahrein, 15. April China, 29. April Aserbaidschan, 13. Mai Spanien, 27. Mai Monaco, 10. Juni Kanada, 24. Juni Frankreich, 1. Juli Österreich, 8. Juli Großbritannien, 22. Juli Deutschland, 29. Juli Ungarn, 26. August Belgien, 2. September Italien, 16. September Singapur, 30. September Russland, 7. Oktober Japan, 21. Oktober USA, 11. November Brasilien, 25. November Abu Dhabi.

Die Teams: Mercedes: Lewis Hamilton, Valtteri Bottas. Ferrari: Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen. Red Bull: Max Verstappen, Daniel Ricciardo. Renault: Nico Hülkenberg, Carlos Sainz. Toro Rosso: Pierre Gasky, Brendon Hartley. Force India: Esteban Ocon, Sergio Perez. Williams: Lance Stroll, Sergej Sirotkin. Sauber: Marcus Eriksson, Charles Leclerc. McLaren: Fernando Alonso, Stoffel Vandoorne. Haas: Kevin Magnussen, Romain Grosjean.

Das Jahr des Lewis Hamilton

Pustekuchen! Da hatten die Formel-1-Fans lange Zeit die Hoffnung, dass die Saison 2017 Spannung bis zum Schluss bringen würde, aber plötzlich gingen Ferrari und Sebastian Vettel die Puste aus und Mercedes und Lewis Hamilton wurden wieder vorzeitig Weltmeister. Und dennoch: In diesem Jahr der Formel 1 war vieles anders.

Was vor Beginn der Saison keiner gedacht hat: 2017 ist das Jahr des Lewis Hamilton. Der Titelverlust 2016 gegen den Konkurrenten im Team, Nico Rosberg, hat den Briten wohl tief getroffen. Er hat an sich gearbeitet, er scheint erwachsen geworden zu sein, ohne aber seinen Spaß am Leben mit der High Society zu verlieren. Mit 32 Jahren hat er jetzt sein Herz auch für die Technik entdeckt, wurde zum Rennwagen-Verbesserer und zur Führungspersönlichkeit. Dass Mercedes nach 2014, 2015 und 2016 zum vierten Mal hintereinander triumphierte und die Konkurrenz in Schach hielt, war ein Verdienst des gereiften Lewis Hamilton. Er bewies, dass er der beste Fahrer im Feld ist und erfüllte auch die Vorbildfunktion, die man von ihm erwartet. Der neue Formel-1-Boss Chase Carey lobte: „Keiner präsentiert den Sport besser als Lewis Hamilton.“ Ein Ritterschlag für das Feier-Biest, bei dem es scheint, als sei der Sport für ihn manchmal Nebensache. Vorbei?

Nico Rosberg wird sich nachträglich noch oft beglückwünschen, dass er mit dem Gewinn des WM-Titels seine Karriere auf dem Höhepunkt beendet hat. Er wird erkannt haben, dass er den Nervenkrieg mit dem ehrgeizigen Konkurrenten nicht ein zweites Mal gewinnen kann. Hamilton wiederum profitierte offensichtlich davon, dass er die unangefochtene Nummer 1 bei Mercedes war und vom neuen Konkurrenten, dem Finnen Valtteri Bottas, nichts zu befürchten hatte. So verlor Hamilton seine Kraft nicht im Kleinkrieg mit dem Kollegen, sondern konzentrierte sich auf Team und Auto. Formel-1-Sportchef Ross Brawn beobachtete: „Lewis ist noch einmal gereift. Es lässt sich nicht mehr so schnell von äußeren Einflüssen von seinem Weg abbringen.“ Insofern hat vielleicht auch Nico Rosberg noch einen nachträglichen Anteil an der Formsteigerung von Hamilton! Der hat jetzt seinen vierten WM-Titel nach 2008 (mit McLaren), 2014 und 2015 errungen, ist der erfolgreichste britische Rennfahrer und steht auf einer Stufe mit Alain Prost und Sebastian Vettel. Nur Michael Schumacher (7) und Juan Manuel Fangio (5) haben mehr Titel errungen.

Diese Wende war wohl auch notwendig, denn Konkurrent Ferrari hatte offensichtlich wesentliche Fortschritte gemacht. Die Italiener und ihr Fahrer Sebastian Vettel wollten Siege und träumten vom Titel. Lange Zeit waren sie auf dem richtigen Weg, schockten Mercedes gleich mit dem Auftaktsieg in Melbourne und Vettel führte zwischendurch die WM-Wertung an. Die Rennen eins, drei, sechs und elf gewann Vettel, dann war es vorbei. Es blieb bei vier Siegen, Hamilton hat zwei Rennen vor Schluss bereits neun. Seit Ferrari nach dem Erfolg am 30. Juli in Budapest quasi der Sprit ausging, siegten nur noch Hamilton und zweimal Max Verstappen.

Sebastian Vettel musste in diesem Jahr erkennen, dass ihm zum großartigen Lewis Hamilton einiges fehlt, vor allem ein starkes Nervenkostüm. Der Brite blieb auch in der Bedrängnis cool, als Vettel führte, während der Heppenheimer hektisch und zum Rambo wurde, als ihm die Felle davon zu schwimmen drohten. Bezeichnend sein Rammstoß gegen Hamilton, bezeichnend aktuell der Startunfall in Mexiko, als Vettel die Karambolage verursachte und die letzte Chance auf den Titelgewinn vergab. Vettel findet nicht das richtige Maß. Gewinnt er, jubelt er mit einem richtigen Kindergeschrei ins Mikrofon, verliert er, wirkt er ratlos. Doch er wird die Hoffnung von Ferrari bleiben, Anerkennung hat er sich dort verschafft, aber die Fußstapfen eines Michael Schumacher sind zu groß für ihn. Es liegt an den Technikern, ob das Ferrari-Hoch 2018 länger hält.

Vielleicht wird Red Bull sogar der größere Konkurrent von Mercedes und Lewis Hamilton. Das Auto ist reif für Siege, wie Max Verstappen bewies. Der 20-jährige Belgier gilt als Mann der Zukunft und wird auf Dauer der größte Konkurrent des Briten sein bzw. ihn langfristig wohl an der Spitze des Feldes ablösen. Vielleicht sogar im Mercedes. Doch das ist Zukunftsmusik. Auf jeden Fall dürfen die neuen Besitzer der Formel 1 schon zwei Rennen vor Saisonende glücklich sein: Die Formel 1 ist zurück, ist wieder interessant und hat Zukunft. Vielleicht sogar mit Elektro-Antrieb, dann schaut sowieso wieder alles anders aus. 2017 war jedenfalls das Jahr des Lewis Hamilton.

Glückliche Formel 1: Nörgler Vettel gegen Lebemann Hamilton

2017 – welch ein Jahr! Genau das hatte sich die Formel 1 gewünscht, endlich wieder Spannung an der Spitze. Ferrari kann Mercedes wirklich herausfordern. Bei Halbzeit, nach zehn von 20 Rennen, führt Mercedes zwar erneut in der Konstrukteurs-Wertung (330 Punkte, Ferrari 275, Red Bull 174), aber in der Fahrer-Wertung hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel mit 177 Punkten noch einen Zähler Vorsprung vor Lewis Hamilton (Mercedes). Das Duell des Deutschen mit dem Engländer elektrisiert endlich wieder einmal die Formel-1-Fans. Hier der Nörgler Vettel, der sich oft benachteiligt sieht, dort der Lebemann Hamilton, der den Sport nicht so ernst zu nehmen scheint. Allerdings sprechen die Ergebnisse eine andere Sprache.

Aber angesichts dieser Duelle, zumal sich auch Red Bull immer wieder mal in den Vordergrund drängt, ist die Formel 1 aus ihrem Dornröschenschlaf wieder erwacht. Es ist auch wieder Leben in der Bude, wenn auch nicht immer im Sinne des Sports, wie Vettels Rammstoss in Baku gegen Konkurrent Hamilton. Der Deutsche hätte viel gravierender bestraft werden müssen als mit einer Verwarnung. Ein Punktabzug wäre gerechter gewesen, hätte aber der Spannung geschadet. Da geht offensichtlich das Geschäft vor den Sport. Zum Sport gehören allerdings auch Reifenplatzer und da war Ferrari in Silverstone im Pech. Vettel fiel auf Rang sieben zurück und büßte gegenüber Sieger Hamilton seinen einst komfortablen Vorsprung fast gänzlich ein. Und nörgelte: „Geht es bei den Reifen mit rechten Dingen zu?“ Man wird ja noch mal fragen dürfen… Beim angeblichen Frühstart von Mercedes-Pilot Bottas in Spielberg vergaloppierte er sich allerdings in der Kritik, schließlich lieferten die TV-Bilder den Beweis, dass der Finne einfach nur schnell und glücklich reagiert hatte. Vettel schießt auf der Strecke und verbal gerne einmal über das Ziel hinaus. So wird er in den Herzen der Fans nicht zum Nachfolger von Formel-1-Ikone Michael Schumacher.

Da setzt Hamilton ganz anders in Szene, der Engländer ist dabei, in den nächsten Rennen einen der legendären Rekorde von Schumacher zu brechen. Er steht bei 67 Pole Positions, Schumacher liegt mit 68 vorn, einst dachte man für die Ewigkeit. Dafür waren dann Mercedes und Hamilton in den letzten Jahren einfach zu stark. Ferrari brauchte zu lange, um den Stuttgarter Paroli zu bieten und seinem einstigen Star den Rekord zu retten.

Die Formel 1 aber schaut nicht nur in eine glückliche Zukunft, sondern hat auch schon wieder Sorgenfalten. Grund dafür ist ein neuer Kopfschutz an den Autos, der die Piloten bei Überschlägen und herumfliegenden Gegenständen (das können sogar Reifen sein) schützen soll. Seltsam, dass sich der Weltverband FIA gegen die Teams, die es ja eigentlich betrifft, durchsetzte und die Einwände ignorierte. Der Schutzbügel sieht wie ein Heiligenschein aus und wird dementsprechend auch „Halo“ (englisch für Heiligenschein) genannt. Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda bringt die Kritik auf den Punkt: „Es ist grundfalsch, diesen Cockpit-Schutz einzuführen. Wir haben neue Autos gebaut, die für den Fan und für den Fahrer wieder attraktiver sind, und jetzt setzt man denen ein Stahlgerüst drauf. Die Autos sind mittlerweile so sicher und das Restrisiko so klein, dass diese Entscheidung nicht gut ist für die Formel 1. Es ist eine Überreaktion.“

Das meint der Sport-Grantler zu „Halo“: Einst liebten die Fans beim Rennsport vor allem den Nervenkitzel. Was ist davon geblieben? Natürlich wollen wir keine Toten mehr sehen, aber ein „Sicherheitskasten“ gehören nicht zum Rennsport!

Die Probleme gehen bei der Formel 1 nicht aus. So hoffen die Fans, dass die Spannung bleibt, zwischen Nörgler Vettel und Lebemann Hamilton, zwischen den roten Ferraris und den Silberpfeilen, am Besten bis zum letzten Rennen am 26. November in Abu Dhabi.

Strafe muss sein! Im Sport nicht immer!

„Der Sport hat seine eigenen Gesetze“ heißt es oft bei strittigen Entscheidungen. Manchmal werden dann auch allgemeine Lebensregeln außer Kraft gesetzt, zum Beispiel die Weisheit „Strafe muss sein“. Die gilt zwar auch im Profisport, aber eben nicht immer. Drei Beispiele, die in der letzten Zeit zu Diskussionen in der Öffentlichkeit führten.

Nummer 1 die Attacke von Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton in der Formel 1. Der Deutsche wurde zum Rächer, als ihn Konkurrent Lewis Hamilton vermeintlich widerrechtlich ausbremste, was für ihn eben nur in der Wahrnehmung galt, aber nicht wirklich so war. Vettel ließ seinem Wutausbruch freien Lauf, die Vernunft hatte Pause und zudem ignorierte er die Regeln und fuhr Hamilton als Revanche seitlich ins Auto. Eine Aktion, die im Rennsport überhaupt nicht geht, wo es immer wieder Todesopfer zu beklagen gibt und sich Fahrer und Verbände Gedanken machen, wie die Sicherheit erhöht werden kann. All diese Bemühungen konterkarierte Vettel. Seine Strafe: Zehn Sekunden „Nachsitzen“, eine Wartezeit, die nicht ausreichen kann, um sein Mütchen zu kühlen. Weil Konkurrent Hamilton dann auch noch technische Probleme hatte, wurde „Rambo“ Vettel zum punktemäßigen Gewinner des Laufs in Baku. Der Weltverband beschäftigte sich zwar im Nachhinein noch einmal mit dem Vorfall, beließ es aber nach einer Entschuldigung von Vettel bei einer Verwarnung. Hier wurde die Weisheit „Strafe muss sein“ außer Kraft gesetzt, Vettel hätte zumindest die WM-Punkte für diesen Lauf verlieren müssen oder eine Sperre für wenigstens ein Rennen zur Abkühlung gebraucht. Den Gerüchten sind Tür und Tor geöffnet, profitierte Vettel davon, dass sein Rennstall Ferrari oft Sonderbehandlungen erhält oder von der Nähe des FIA-Präsidenten Jean Todt zu Ferrari? Vettels Vorbild Michael Schumacher hat für einen ähnlichen Rammstoß mal alle WM-Punkte einer Saison verloren. Noch Fragen?

Nummer 2 im Finale des Fußball-Confed-Cup in Russland. Deutschland brachte den selbsternannten Favoriten Chile zur Verzweiflung und der Ehrgeiz der Südamerikaner wurde ebenso wie die Ungeduld immer größer. Da schlägt man schon mal über die Stränge, Gonzalo Jara tat dies eine halbe Stunde vor Schluss mit einem Rammstoss mit dem Ellenbogen in das Gesicht des Deutschen Timo Werner. Bilder zeigen, wie sich dessen Gesicht verformte. Die Fernsehbilder sprachen eine deutliche Sprache. Nicht für Schiedsrichter Mazic. Der Serbe konnte auf den Videobeweis zurückgreifen und griff dann mit seiner Karte daneben, nachdem er die Tätlichkeit zuvor sogar ignoriert hatte: Gelb statt Rot. Die Weisheit „Strafe muss sein“ wurde also auch hier außer Kraft gesetzt, ein Sträfchen statt Strafe. Immerhin siegte ja Deutschland dennoch mit 1:0. Ein bisschen Gerechtigkeit.

Nummer 3 betrifft den Radsport, nach dem Motto, die Tour de France muss doch dabei sein. Aber gerade dort, wo in Sachen Doping lange Zeit viel zu wachsweich gehandelt wurde und auch heute noch die Augen gerne verschlossen werden, wurde als Zeichen „wir wollen Gerechtigkeit“ hart durchgegriffen. Für viele, selbst für die Konkurrenten, zu hart. Weltmeister Peter Sagan fuhr im Zielsprint die Ellenbogen aus, brachte Mitstreiter Mark Cavendish zu Fall und kassierte die härteste Strafe, die es nur geben kann: Ausschluss von der Tour de France. Im Radsport wird immer hart gesprintet, sind Stürze im Gewühl des Zielsprints fast schon an der Tagesordnung, da hat die Tour-Leitung über das Ziel hinausgeschossen. Das Zeichen für die Öffentlichkeit, „schaut, wir greifen durch“ war daneben, denn im führenden Team Sky, das die Tour bisher dominiert und dies wahrscheinlich bis zum Schluss in Paris auch weiter tun wird, fahren die Doping-Verdächtigungen weiter mit. Gültige Antworten auf die Anschuldigungen hat es bisher nicht gegeben, sondern nur Ausflüchte. „Strafe muss sein“, aber nicht für den Falschen.

So zeigt sich wieder einmal, dass wir im Spitzensport die Gerechtigkeit leider viel zu selten finden. Im Vordergrund steht das Geschäft und es herrscht eben oft auch trotz aller Regeln die Willkür, dass gerecht ist, was dem Geschäft dient. Ein Wunder, dass der Profisport weltweit noch so viele Anhänger hat. Zugegeben: Auch der Sport-Grantler ist einer